{"id":19839,"date":"2024-10-31T13:21:28","date_gmt":"2024-10-31T12:21:28","guid":{"rendered":"https:\/\/agbw.org\/?p=19839"},"modified":"2024-10-31T13:21:28","modified_gmt":"2024-10-31T12:21:28","slug":"johannes-chrysostomos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agbw.org\/am\/2024\/johannes-chrysostomos\/","title":{"rendered":"Johannes Chrysostomos"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-title title fusion-title-1 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-one\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h1 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:35;line-height:1.2;\"><strong>Johannes Chrysostomos<\/strong><\/h1><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-title-2 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h2 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:28;line-height:1.2;\"><strong>Der Goldmund der Kirche<\/strong><\/h2><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p>Heute, am Festtag des heiligen Johannes Chrysostomos, blickt die Armenische Apostolische Kirche auf eine Gestalt zur\u00fcck, deren Stimme wie kaum eine andere die Herzen der Gl\u00e4ubigen bewegt und die theologischen Fundamente des Christentums bereichert hat. Johannes, geboren um 347 in Antiochien, blieb seiner Botschaft der N\u00e4chstenliebe, Wahrheit und Demut bis zum letzten Atemzug treu \u2013 eine innere Gr\u00f6\u00dfe, die ihm den Beinamen <em>Chrysostomos<\/em>, der \u201eGoldmund\u201c, eintrug.<\/p>\n<p>Johannes\u2019 Leben war von Beginn an au\u00dfergew\u00f6hnlich. Nach dem fr\u00fchen Tod seines Vaters wurde er von seiner Mutter Anthusa in christlicher Tugend erzogen. Diese widmete sich mit einer Hingabe der Erziehung ihres Sohnes, die bereits den Geist gro\u00dfer Asketen und Mystiker vorwegnahm. Johannes wuchs unter der Anleitung kluger Lehrer und Philosophen heran und brillierte bald als Redner und Denker. Doch inmitten der philosophischen Str\u00f6mungen seiner Zeit zog es ihn zur stillen Versenkung und zum Studium der Heiligen Schrift, die ihm \u2013 wie er selbst sagte \u2013 \u201ealles Wissen schenkte, das die menschliche Seele zu tragen vermag\u201c.<\/p>\n<p>Seine erste Berufung empfing Johannes in Antiochien, wo er unter der Anleitung des Bischofs Meletios die Kunst des geistlichen Lebens erlernte. Hier begann sein unerm\u00fcdliches Werk als Prediger. W\u00e4hrend der zw\u00f6lf Jahre seines Dienstes in der Gemeinde Antiochien hielt er zwei Mal w\u00f6chentlich, oft sogar t\u00e4glich, seine Predigten \u2013 eindringlich, gl\u00fchend und inbr\u00fcnstig, ganz dem Ziel verschrieben, die Worte Christi lebendig werden zu lassen. Seine Reden waren so kraftvoll, dass selbst die einfachen Fischer, H\u00e4ndler und Bauern, die ihn h\u00f6rten, die Geheimnisse der Bibel wie in einem klaren Spiegel zu verstehen meinten.<\/p>\n<p>Doch Johannes Chrysostomos war nicht nur ein Meister der Worte, sondern auch ein unbestechlicher Verteidiger der Armen und Bedr\u00e4ngten. In seiner Zeit als Priester und sp\u00e4ter als Bischof von Konstantinopel gr\u00fcndete er Einrichtungen f\u00fcr Waisen, Arme und Kranke, verkaufte oft die kostbaren Geschenke, die er erhielt, und scheute sich nicht, m\u00e4chtige Personen wie die Kaiserin Eudoxia f\u00fcr deren Ungerechtigkeit zu tadeln. So beschuldigte er die Kaiserin \u00f6ffentlich, nachdem sie eine arme Witwe enteignet hatte. Sein Mut und seine Leidenschaft f\u00fcr das Evangelium trugen ihm die Feindschaft vieler ein, die seinen kompromisslosen Worten nicht standhalten konnten. Diese Konflikte f\u00fchrten letztlich zu seiner Verbannung, doch auch im Exil blieb Johannes eine leuchtende Stimme des Glaubens. In zahlreichen Briefen tr\u00f6stete und unterwies er seine Anh\u00e4nger, ermutigte sie, im Glauben standhaft zu bleiben, und riet ihnen, die Tugenden nicht zu verlassen.<\/p>\n<p>Sein Werk umfasst Hunderte von Predigten, Exegesen und Briefen, darunter Klassiker der christlichen Theologie wie seine \u201eSechs Worte \u00fcber das Priestertum\u201c. Doch mehr als das geschriebene Wort, ist es die unverg\u00e4ngliche Kraft seiner Worte, die Johannes Chrysostomos zur Stimme der christlichen Wahrheit und N\u00e4chstenliebe machten. In einer seiner ber\u00fchmtesten Aussagen warnte er vor der Spaltung der Kirche: \u201eDie Kirche zu zerrei\u00dfen ist nicht weniger schlimm, als in eine H\u00e4resie zu verfallen.\u201c Damit appellierte er nicht nur an das Herz seiner Zeitgenossen, sondern lie\u00df durch die Jahrhunderte hindurch die Einheit der Kirche als unantastbares Gut erscheinen.<\/p>\n<p>Heute erinnern sich die Gl\u00e4ubigen an Johannes Chrysostomos als eine unvergleichliche Stimme des Evangeliums, einen unerm\u00fcdlichen Verk\u00fcnder der g\u00f6ttlichen Liebe und Gerechtigkeit. In seinen Predigten lebt er fort, und wer aufmerksam zuh\u00f6rt, kann vielleicht auch heute noch das lebendige Echo seiner Worte sp\u00fcren: \u201eEhre sei Gott f\u00fcr alles!\u201c So ging er in die Ewigkeit ein, mit diesen letzten Worten, die wie ein Segen \u00fcber seine Zuh\u00f6rer hinweg bis in die heutige Zeit hallen.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":19840,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[65],"tags":[],"class_list":["post-19839","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-glaubensfragen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19839","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19839"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19839\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19840"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19839"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19839"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19839"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}