{"id":20505,"date":"2025-01-05T09:11:36","date_gmt":"2025-01-05T08:11:36","guid":{"rendered":"https:\/\/agbw.org\/?p=20505"},"modified":"2025-01-05T09:13:22","modified_gmt":"2025-01-05T08:13:22","slug":"gegen-die-irrlehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agbw.org\/am\/2025\/gegen-die-irrlehren\/","title":{"rendered":"Gegen die Irrlehren"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-title title fusion-title-1 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-one\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h1 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:35;line-height:1.2;\">Gegen die Irrlehren<\/h1><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-title-2 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h2 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:28;line-height:1.2;\">Vier Heilige und die Orthodoxe Lehre von Jesus Christus<\/h2><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p>Die Armenische Kirche gedenkt am 4. Januar vier gro\u00dfe Gestalten, welche die Christenheit theologisch nachhaltig gepr\u00e4gt haben: Hl. Basilios den Gro\u00dfen, Hl. Gregor von Nyssa, Hl. Ephrem den Syrer und Hl. Silvester von Rom. Dieses Gedenken f\u00fcgt sich bewusst in die Zeit kurz vor der Feier der <a href=\"https:\/\/agbw.org\/am\/geburt-christi\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geburt Christi (<em>die in der armenischen Tradition am 6. Januar begangen wird<\/em>)<\/a>. Denn das Wissen um die wahre Identit\u00e4t Jesu Christi \u2013 als wahrer Gott und wahrer Mensch \u2013 steht im Mittelpunkt der Botschaft, die diese vier Heiligen verk\u00f6rpern.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Ein Glaube wird infrage gestellt<\/h3>\n<p>Im 4. Jahrhundert erhob sich eine Stimme, die das Verst\u00e4ndnis der Kirche von Christus empfindlich st\u00f6rte: <strong>Arius<\/strong>, ein Priester aus Alexandria. Er meinte, weil Gott der Vater ohne Ursprung sei, k\u00f6nne der Sohn, selbst wenn er \u00fcber alle Gesch\u00f6pfe erh\u00f6ht sei, nicht das gleiche g\u00f6ttliche Wesen haben. Die Frage dahinter war grundlegend: <strong>Wer ist Christus?<\/strong>Und damit untrennbar verbunden: <strong>Wer ist Gott?<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Armenische Kirche war und ist klar, dass Christus als Sohn Gottes nicht nur ein erhabenes Gesch\u00f6pf sein kann, sondern wesensgleich mit dem Vater sein muss \u2013 sonst w\u00e4re seine G\u00f6ttlichkeit keine echte. Diese Spannung entfachte einen Kirchenstreit, der die Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen von der Stadt bis in die entlegenen D\u00f6rfer aufw\u00fchlte.<\/p>\n<blockquote>\n<h3>Arianismus heute<\/h3>\n<p>Heute kann man, wenn man so will, eine Variante des Arianismus bei den Zeugen Jehovas finden, f\u00fcr die der Sohn dem Vater deutlich untergeordnet und ein geringeres Wesen als der h\u00f6chste Gott ist. Er ist Gesch\u00f6pf bzw. Mittlerwesen aus dem Bereich des Gesch\u00f6pflichen und nicht Gott.<\/p>\n<\/blockquote>\n<hr \/>\n<h3>Die Wende von Nic\u00e4a<\/h3>\n<p>Um den Konflikt zu entsch\u00e4rfen, berief Kaiser Konstantin 325 das Konzil von Nic\u00e4a ein. Etwa 300 Bisch\u00f6fe aus dem ganzen Reich kamen zusammen und bekr\u00e4ftigten in einem damals revolution\u00e4ren Bekenntnissatz, dass der Sohn \u201ewesenseins\u201c mit dem Vater ist. Mit diesem griechischen Begriff wurde verdeutlicht, dass Christus und der Vater nicht nur \u00e4hnlich, sondern <strong>eins<\/strong> sind im g\u00f6ttlichen Wesen. Arius\u2019 Sicht wurde verurteilt, doch der Streit ebbte damit nicht vollst\u00e4ndig ab. In den folgenden Jahrzehnten rangen verschiedene Gruppen weiterhin um Einfluss; erst das Zweite \u00d6kumenische Konzil 381 in Konstantinopel best\u00e4tigte den Kern von Nic\u00e4a endg\u00fcltig.<\/p>\n<blockquote>\n<p>ZITATE:<\/p>\n<p><em>Wir glauben an den einen Gott, den Vater \u2026, und an den einen Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes, als Einziggeborener aus dem Vater gezeugt, das hei\u00dft aus dem Wesen des Vaters, Gott aus Gott, Licht aus Licht, wahrer Gott aus wahrem Gott, gezeugt, nicht geschaffen, wesensgleich (griech. homoousios) dem Vater, \u2026, und an den Heiligen Geist. <\/em><\/p>\n<p><em>Die aber sagen: \u201eEs gab einmal eine Zeit, als er nicht war\u201c und \u201eBevor er gezeugt wurde, war er nicht\u201c und \u201eEr ist aus nichts geworden\u201c, oder die sagen, der Sohn Gottes sei aus einer anderen Hypostase oder Wesenheit, oder er sei geschaffen oder wandelbar oder ver\u00e4nderlich, diese belegt die katholische Kirche mit dem Anathema.<br \/>\n<\/em><br \/>\n<span class=\"sweTitle4\"><strong>Konzil von Nic\u00e4a,<\/strong> 325 n. Chr.<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<hr \/>\n<h3>Vier H\u00fcter des rechten Glaubens<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Basilios der Gro\u00dfe<\/strong> (\u2020 379) war Erzbischof von Caesarea in Kappadokien. Er verteidigte die nic\u00e4nische Lehre gegen eine Vielzahl arianischer Str\u00f6mungen und sorgte durch seine Schriften und Predigten daf\u00fcr, dass das Bekenntnis zur Wesenseinheit von Vater und Sohn in den Gemeinden tiefe Wurzeln schlagen konnte.<\/li>\n<li><strong>Gregor von Nyssa<\/strong> (\u2020 um 394) \u2013 Basilios\u2019 j\u00fcngerer Bruder \u2013 f\u00fchrte diesen Kampf gegen Irrlehren weiter. Mit seiner klaren und zugleich mystischen Theologie legte er dar, dass der Sohn nicht ein nachtr\u00e4glich geschaffenes Wesen sein kann, sondern in g\u00f6ttlicher Ewigkeit mit dem Vater verbunden ist.<\/li>\n<li><strong>Ephrem der Syrer<\/strong> (\u2020 373\/379) verk\u00fcndete den Glauben an Christus nicht nur mit akademischer Sch\u00e4rfe, sondern vor allem in dichterischen Hymnen. Durch diese geistlichen Lieder, die man bis heute in der Orthodoxie sch\u00e4tzt, pr\u00e4gte er das Bewusstsein der Gl\u00e4ubigen: Christus ist wahrer Gott, der sich jedoch um unseretwillen ganz in die menschliche Existenz begibt.<\/li>\n<li><strong>Silvester, Bischof von Rom<\/strong> (\u2020 335), wirkte fast zur gleichen Zeit in einer westlichen Metropole. Er unterst\u00fctzte die Beschl\u00fcsse von Nic\u00e4a, indem er Gesandte dorthin entsandte und das dort formulierte Bekenntnis in seinem Verantwortungsbereich best\u00e4tigte. So trug er auf politischer und spiritueller Ebene zur Einheit der Kirche bei.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h3>Keine reine Theorie, sondern Herzst\u00fcck des Glaubens<\/h3>\n<p>Die Lehre von der Wesenseinheit zwischen Vater und Sohn ist kein kompliziertes Detail, das nur Fachtheologen interessiert. Dahinter verbirgt sich unsere ganze Erl\u00f6sungshoffnung:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ist Christus nicht wahrer Gott,<\/strong> gibt es keinen Grund, ihn anzubeten.<\/li>\n<li><strong>Ist er nicht wahrer Mensch,<\/strong> kann er unsere Natur nicht vollkommen heilen und erl\u00f6sen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Genau deshalb hat sich die Orthodoxe Kirche so entschieden gegen jede Form von Arianismus gestellt. Auch heute tauchen von Zeit zu Zeit Lehren auf, die Jesus lediglich als gro\u00dfes Vorbild oder Mittlerwesen betrachten. Die altkirchliche Tradition beharrt jedoch darauf, dass Jesus als Sohn Gottes ebenso ewig und g\u00f6ttlich ist wie der Vater.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Ein Fest f\u00fcr alle, die standhaft bleiben wollen<\/h3>\n<p>Am 4. Januar erinnert die Armenische Kirche an jene, die gegen Verwirrungen dieser Art k\u00e4mpften. So kurz vor dem Hochfest der Geburt Christi ist das ein starkes Signal: Wer das Christfest wirklich versteht, erkennt im Kind von Bethlehem den selben, der \u201evor den Zeiten\u201c im Scho\u00df des Vaters war \u2013 Gott von Gott, Licht vom Licht.<\/p>\n<p>Diese vier Heiligen \u2013 Basilios, Gregor von Nyssa, Ephrem und Silvester \u2013 haben ihr Leben daf\u00fcr eingesetzt, diese heilvolle Botschaft zu bewahren. Durch ihr Vorbild l\u00e4dt uns die Kirche ein, in Liebe, Klarheit und Dankbarkeit die Wahrheit zu verteidigen, dass der Mensch gewordene Sohn Gottes wahrhaft unser Sch\u00f6pfer und Erl\u00f6ser ist.<\/p>\n<p><strong>Gesegnete Vorbereitung auf die Feier der Geburt unseres Herrn und Erl\u00f6sers Jesus Christus!<\/strong><\/p>\n<p><em>Pfr. Dr. Diradur Sardaryan<\/em><br \/>\n<em>Gemeindepfarrer<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":20506,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[58,65],"tags":[621,622,624,623],"class_list":["post-20505","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-glaubensfragen","tag-arianismus","tag-gegen-irrlehren","tag-jesus-christus","tag-orthodoxe-glaube"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20505","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20505"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20505\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20509,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20505\/revisions\/20509"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20506"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20505"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20505"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20505"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}