{"id":20791,"date":"2025-03-11T10:51:30","date_gmt":"2025-03-11T09:51:30","guid":{"rendered":"https:\/\/agbw.org\/?p=20791"},"modified":"2025-03-11T23:43:43","modified_gmt":"2025-03-11T22:43:43","slug":"zwischen-umkehr-und-erloesung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agbw.org\/am\/2025\/zwischen-umkehr-und-erloesung\/","title":{"rendered":"Zwischen Umkehr und Erl\u00f6sung"},"content":{"rendered":"<p><div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-title title fusion-title-1 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-one\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h1 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:35;line-height:1.2;\">Zwischen Umkehr und Erl\u00f6sung.<\/h1><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-title-2 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h2 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:28;line-height:1.2;\"><p>Die Armenische Fastenzeit:<br \/>\nEine liturgische und theologische Betrachtung<\/p><\/h2><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p data-start=\"176\" data-end=\"769\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><em>Von Pfr. Dr. Diradur Sardaryan<\/em><\/span><\/p>\n<p data-start=\"176\" data-end=\"769\"><em>Die Gro\u00dfe Fastenzeit ist die bedeutendste und l\u00e4ngste Fastenperiode im Kirchenjahr der Armenischen Apostolischen Kirche (Gleichlang ist die Fastenperiode vor Weihnachten, die aber in der Gegenwart zwar in den kirchlichen Kalendern als Fastenzeit steht, aber vorwiegend von den Geistlichen gehalten wird). Sie bereitet die Gl\u00e4ubigen auf das gr\u00f6\u00dfte Fest der Christenheit vor \u2013 die Auferstehung Christi. Doch Fasten bedeutet mehr als blo\u00dfen Verzicht. Es ist eine Zeit der inneren Umkehr, der geistlichen L\u00e4uterung und der bewussten Auseinandersetzung mit dem Glauben. Die Armenische Kirche bewahrt dabei eine eigene liturgische Struktur, die sich in ihrer Leseordnung und den theologischen Schwerpunkten von den Traditionen der orthodoxen und katholischen Kirchen unterscheidet.<\/em><\/p>\n<p data-start=\"771\" data-end=\"1344\">W\u00e4hrend die Orthodoxie eine ausgepr\u00e4gte Vorbereitungsphase vor der eigentlichen Fastenzeit kennt und die katholische Kirche mit der Aschermittwochsliturgie einen markanten Beginn setzt, steht in der armenischen Tradition eine strenge, aber klare Struktur im Mittelpunkt. Die 40 Tage der Gro\u00dfen Fastenzeit, gefolgt von der Fastenwoche der Passion, sind durch eine kontinuierliche Lesung aus der Heiligen Schrift gepr\u00e4gt. Dabei spielen bestimmte Heiligenfeste wie das Fest des Heiligen Theodor Tiro, des Heiligen Gregor des Erleuchters und andere eine besondere Rolle.<\/p>\n<p data-start=\"1346\" data-end=\"1884\">Dieser Beitrag untersucht die Leseordnung der Armenischen Kirche w\u00e4hrend der Gro\u00dfen Fastenzeit, ihre theologischen Motive und liturgischen Besonderheiten. Im Vergleich zur orthodoxen und katholischen Praxis werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet, um ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Fastentradition der Armenischen Kirche zu erm\u00f6glichen. Was bedeuten die einzelnen Lesungen? Welche theologischen Themen stehen im Mittelpunkt? Und wie unterscheiden sich die Schwerpunkte der Fastenzeit in den verschiedenen Traditionen?<\/p>\n<p data-start=\"1886\" data-end=\"2139\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Durch eine Analyse der liturgischen Lesungen, der Heiligenfeste und der geschichtlichen Entwicklung soll dieser Beitrag ein umfassendes Bild der Gro\u00dfen Fastenzeit in der Armenischen Kirche zeichnen \u2013 einer Zeit zwischen Umkehr und Erl\u00f6sung.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-title title fusion-title-3 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h2 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:28;line-height:1.2;\"><p>1. Historische Entwicklung<br \/>\nder armenischen Fastenzeit und ihrer Leseordnung<\/p><\/h2><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-2\"><h3 style=\"font-weight: 400;\"><strong>Ursprung und Dauer der Fastenzeit<\/strong><\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Entstehung der \u00f6sterlichen Fastenzeit reicht bis in die fr\u00fchesten Jahrhunderte zur\u00fcck. Urspr\u00fcnglich variierte die Zahl der Fastentage regional stark \u2013 obwohl der Name \u201eKarasnorek\u201c (\u201evierzig Tage\u201c) im Armenischen und anderen Sprachen auf 40 Tage verweist\u200b. In der <strong>armenischen Kirche<\/strong>\u00a0beginnt die Fastenzeit traditionell am\u00a0<strong>siebten Montag vor Ostern<\/strong> (dem Tag nach Bun Barekendan, dem \u201egro\u00dfen Barekendan\u201c- Sonntag vor Fastenbeginn) und dauert exakt 40 Tage bis zum Freitag vor Palmsonntag\u200b. Diese 40 Tage entsprechen dem Vorbild Jesu in der W\u00fcste (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Matth%C3%A4us4%2C1-2\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Mt 4,1-2<\/a>) und dienten von Anfang an der geistlichen Vorbereitung auf Ostern. Bemerkenswert ist, dass in der alten Praxis\u00a0<strong>Samstage und Sonntage<\/strong>\u00a0nicht als strenge Fasttage galten \u2013 Sonntag als Tag des Herrn war vom Fasten ausgenommen, und samstags gedachte man der Heiligen\u200b. Entsprechend z\u00e4hlen die\u00a0<strong>40 Tage<\/strong> im Armenischen nur die Wochentage (Montag \u2013 Freitag) jeder der sechs Wochen plus vier zus\u00e4tzliche Tage in der letzten Woche\u200b. Im Lauf der Zeit weitete sich jedoch die Volksfr\u00f6mmigkeit aus und viele Armenier fasteten schlie\u00dflich auch an den Wochenenden, trotz der urspr\u00fcnglichen Dispens\u200b.<\/p>\n<h3 style=\"font-weight: 400;\"><strong>Jerusalemer Wurzeln der Leseordnung<\/strong><\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die armenische Leseordnung der Fastenzeit wurde stark von der Jerusalemer Urkirche gepr\u00e4gt. Tats\u00e4chlich hat das armenische Lektionar (\u201eTschaschots Gierk\u201c) seine <strong>Wurzeln in Jerusalem<\/strong> und spiegelt sehr alte Gebr\u00e4uche wider\u200b. Um 400 n. Chr. entwickelten die Christen Jerusalems ein System mehrschichtiger Schriftlesungen f\u00fcr die Fastenzeit, das die Armenier nahezu\u00a0<strong>unver\u00e4ndert \u00fcbernommen<\/strong>\u00a0haben\u200b. Dazu geh\u00f6ren vor allem zwei S\u00e4ulen: (a)\u00a0<strong>Fortlaufende alttestamentliche Lesungen<\/strong>\u00a0an Fastentagen Mittwoch und Freitag, und (b) ein Satz\u00a0<strong>thematischer Lesungen<\/strong> an den \u00fcbrigen Wochentagen zur Unterweisung der Taufbewerber (<em>der Menschen die sich zur Taufe vorbereiteten<\/em>).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u2013\u00a0<strong>Mittwochs und freitags<\/strong>\u00a0wurde in Jerusalem abends aus der\u00a0<strong>Heiligen Schrift fortlaufend gelesen<\/strong>. So erstreckten sich etwa die ersten Kapitel des Exodusbuches und fast das gesamte Buch Joel als Lesungen \u00fcber die Mittwoche der Fastenzeit; an den Freitagen las man fortlaufend Kapitel aus\u00a0<strong>Deuteronomium<\/strong> und <strong>Ijob<\/strong>\u200b. Diese Abfolge \u2013 Auszug aus \u00c4gypten, Prophetie und Leidensgeschichte \u2013 betont Umkehr und Gottes Heilshandeln und wurde von der armenischen Kirche\u00a0<strong>eins-zu-eins \u00fcbernommen<\/strong>\u200b.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u2013\u00a0<strong>Montags, dienstags und donnerstags<\/strong> hingegen begegnet eine scheinbar \u201ebunte Mischung\u201c einzelner Bibeltexte aus Alten und Neuen Testamenten\u200b. Es handelt sich um <strong>19 ausgew\u00e4hlte Perikopen<\/strong> (eine Prokatechese plus 18 vortauflichen Katechesen), die in Jerusalem den Lehrplan f\u00fcr Taufanw\u00e4rter (Katechumenen) bildeten\u200b. Jede dieser Schriftlesungen diente als Grundlage einer Unterrichtseinheit \u00fcber den christlichen Glauben. Die ersten Texte betonen Bekehrung und Taufe, die sp\u00e4teren vermitteln die Grundlagen des Glaubens (Sch\u00f6pfung, Christus, Heiliger Geist etc.) entsprechend den Artikeln des\u00a0<strong>Nicaenum<\/strong>\u00a0(Glaubensbekenntnis von Nic\u00e4a)\u200b. Diese <a href=\"https:\/\/bkv.unifr.ch\/de\/works\/cpg-3585\/versions\/katechesen-an-die-tauflinge-bkv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eKatechumenen-Lesungen\u201c gehen auf den Jerusalemer Bischof\u00a0<strong>St. Kyrill von Jerusalem <\/strong><\/a>\u00a0(\u2020 18. M\u00e4rz 386) zur\u00fcck, der 18 ber\u00fchmte Taufkatechesen verfasste und dabei diese Bibelstellen behandelte\u200b. Interessanterweise wurden Kyrills Katechesen und die dazugeh\u00f6rigen Lesungen bereits im 5. Jh. von Mesrop Maschtoz ins Armenische \u00fcbersetzt\u200b. Bis heute bewahrt die armenische Kirche diese alte Lesereihe \u2013 sie wird an den genannten Wochentagen (au\u00dfer in der zweiten Woche) gelesen und verkn\u00fcpft die Fastenzeit mit Taufvorbereitung und Glaubensunterweisung der Alten Kirche.<\/p>\n<h3 style=\"font-weight: 400;\"><strong>Weiterentwicklungen<\/strong><\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die armenische Fastentradition blieb lebendig und erfuhr Anpassungen: Historisch begann die Fastenzeit mancherorts erst\u00a0<strong>sechs Wochen<\/strong>\u00a0vor Ostern. Darauf weist hin, dass in der heutigen armenischen Leseordnung die\u00a0<strong>Lesungen der zweiten Fastenwoche<\/strong>\u00a0einen eigenen Zyklus (mit Abschnitten aus\u00a0<em>1.\u00a0Samuel<\/em>,\u00a0<em>Spr\u00fcche<\/em>\u00a0und\u00a0<em>Jeremia<\/em>) bilden und die oben erw\u00e4hnte Katechumenen-Reihe f\u00fcr drei Tage unterbrechen\u200b. Forscher nehmen an, dass diese Texte urspr\u00fcnglich zur ersten Woche geh\u00f6rten, bevor die Fastenzeit um eine Woche nach vorne verlegt wurde\u200b. So spiegelt die jetzige Ordnung zwei Schichten: einen \u00e4lteren Kern (Lesungen einer einzigen Woche) und die sp\u00e4ter integrierte erweiterte Fastenzeit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch die\u00a0<strong>Sonntagslesungen<\/strong>\u00a0der armenischen Fastenzeit haben im Mittelalter Wandlungen erfahren. In fr\u00fchester Zeit standen Taufvorbereitung und Bu\u00dfe im Vordergrund;\u00a0<strong>Heiligenfeste<\/strong>\u00a0wurden w\u00e4hrend strenger Fastenzeit vermieden. Sp\u00e4ter, in der\u00a0<strong>Kilikenischen Epoche<\/strong>\u00a0(Hochmittelalter), kam die armenische Kirche intensiver in Kontakt mit der\u00a0<strong>byzantinischen<\/strong>\u00a0Liturgie, was die \u00dcbernahme mancher\u00a0<strong>Sonntagsevangelien<\/strong>\u00a0zur Folge hatte\u200b. So entsprechen die Evangelien der sechs Fastensonntage weitgehend dem byzantinischen Ritus, wurden jedoch in der\u00a0<strong>armenischen Spiritualit\u00e4t<\/strong>\u00a0neu gedeutet. Zudem f\u00fchrte die armenische Kirche eigenst\u00e4ndig an den\u00a0<strong>Fastensamstagen <\/strong>Heiligen-Gedenktage ein (in Jerusalem gab es urspr\u00fcnglich\u00a0<strong>keine<\/strong> Lesungen an Fastensamstagen)\u200b. Diese Integration der Heiligen in den Fastenkalender \u2013 z.B. des armenischen Kirchenvaters Heiligen Grigor \u2013 ist eine armenische Besonderheit der Leseordnung. Auch die 19 Perikopen (1+18) der Jerusalemer Tradition sind nicht w\u00f6rtlich identisch mit den heutigen armenischen Lesungen, sondern repr\u00e4sentieren eine Tradition, die Hl. Kyrill gepr\u00e4gt hat und die sp\u00e4ter durch die armenischen Kirchenv\u00e4ter angepasst wurde.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-2 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:15px;margin-bottom:15px;width:100%;\"><div class=\"fusion-separator-border sep-single\" style=\"--awb-height:20px;--awb-amount:20px;border-color:#ffac00;border-top-width:1px;\"><\/div><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-title-4 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h2 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:28;line-height:1.2;\">2. Vergleich mit orthodoxer und katholischer Tradition<\/h2><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-3\"><p style=\"font-weight: 400;\">Obwohl alle gro\u00dfen christlichen Traditionen die \u00f6sterliche\u00a0<em>Quadragesima<\/em>\u00a0(40-Tage-Fastenzeit) kennen, zeigen sich in\u00a0<strong>Struktur und theologischer Akzentsetzung<\/strong>\u00a0deutliche Unterschiede zwischen der armenischen Kirche und der\u00a0<strong>r\u00f6misch-katholischen<\/strong>\u00a0sowie\u00a0<strong>ostkirchlich-orthodoxen<\/strong>\u00a0Praxis.<\/p>\n<h3 style=\"font-weight: 400;\"><strong>Zeitrahmen und Z\u00e4hlung<\/strong><\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Armenische und die\u00a0<strong>Byzantinisch-Orthodoxe Kirche<\/strong>\u00a0beginnen die Fastenzeit am\u00a0<strong>\u201eReinen Montag\u201c<\/strong>\u00a0(nach dem Sonntag vor Fastenbeginn) und enden sie\u00a0<strong>vor<\/strong>\u00a0der Karwoche\u200b. In beiden Traditionen gilt der eigentliche 40-t\u00e4gige Fastenzeitraum am Freitag vor\u00a0<strong>Palmsonntag<\/strong>\u00a0als abgeschlossen; das Wochenende mit Lazarus-Samstag und Palmsonntag sowie die Karwoche bilden eigene Abschnitte. Die\u00a0<strong>Lateinische Kirche<\/strong> hingegen beginnt die Fastenzeit am <strong>Aschermittwoch<\/strong>, vier Tage vor dem ersten Fastensonntag\u200b. Diesem Beginn liegt eine andere Z\u00e4hlweise zugrunde: Da in westlicher Tradition die Sonntage nicht als Fasttage gez\u00e4hlt wurden, f\u00fcgte man vier zus\u00e4tzliche Tage hinzu, um dennoch auf 40 Fastentage zu kommen\u200b. Au\u00dferdem zieht die r\u00f6mische Kirche die Fastenzeit bis zum Gr\u00fcndonnerstag bzw. Karsamstag (je nach Z\u00e4hlweise) und <em>inklusive<\/em>\u00a0der Karwoche, was im armenischen und byzantinischen Verst\u00e4ndnis bereits ein eigener Zyklus ist.<\/p>\n<h3 style=\"font-weight: 400;\"><strong>Sonntage und liturgische Eigenarten<\/strong><\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">An den Fastensonntagen selbst setzen alle Kirchen je eigene Akzente.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die\u00a0<strong>armenische Kirche<\/strong>\u00a0begeht die Sonntage der Fastenzeit unter besonderen Namen (siehe Abschnitt\u00a05), welche Stationen der Heilsgeschichte und der menschlichen Reue markieren \u2013 z.B.\u00a0<strong>\u201eSonntag der Austreibung (Expulsion)\u201c<\/strong>\u00a0zur Erinnerung an Adams Vertreibung aus Eden,\u00a0<strong>\u201eSonntag des Verlorenen Sohnes\u201c<\/strong>,\u00a0<strong>\u201eSonntag des ungerechten Verwalters\u201c<\/strong>, usw.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die\u00a0<strong>Orthodoxe Kirche<\/strong>\u00a0hingegen widmet die Fastensonntage anderen Themen: Der 1.\u00a0Sonntag ist der\u00a0<strong>\u201eTriumph der Orthodoxie\u201c<\/strong>\u00a0(Ged\u00e4chtnis der Wiederzulassung der Ikonenverehrung), es folgen etwa der\u00a0<strong>Gregor-Palamas-Sonntag<\/strong>, der\u00a0<strong>Kreuzverehrungs-Sonntag (3.\u00a0Fastensonntag)<\/strong>, der\u00a0<strong>Johannes-Klimakus-Sonntag<\/strong>\u00a0und der\u00a0<strong>Maria-\u00c4gyptiaca-Sonntag<\/strong>\u00a0(5.\u00a0Fastensonntag). Diese Themen ehren Heilige und Glaubenswahrheiten, die den Gl\u00e4ubigen als Vorbilder der Askese und Bu\u00dfe dienen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In der\u00a0<strong>katholischen Kirche<\/strong>\u00a0tragen die Fastensonntage keine speziellen Namen (abgesehen vom\u00a0<em>Laetare<\/em>-Sonntag als Freudensonntag in der Mitte der Fastenzeit), doch die liturgischen Texte folgen einem eigenen Schema: Am 1.\u00a0Fastensonntag steht stets die\u00a0<strong>Versuchung Jesu<\/strong>\u00a0in der W\u00fcste im Evangelium, um den Auftakt der Bu\u00dfzeit zu markieren, und am 2.\u00a0Sonntag traditionell die\u00a0<strong>Verkl\u00e4rung Christi<\/strong>, um den Gl\u00e4ubigen Hoffnung zu geben. Solche Lesungsabfolgen unterscheiden sich deutlich vom armenischen Ritus, wo andere Schriftstellen im Mittelpunkt stehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dennoch gibt es Parallelen: Alle Traditionen beginnen die Fastenzeit mit einem\u00a0<strong>Aufruf zur Umkehr<\/strong> \u2013 sei es der armenische Brauch, am Bun Barekendan die Altarkanzel zu schlie\u00dfen (als Symbol daf\u00fcr, dass der Mensch wie Adam des Paradieses verwiesen ist und nun Bu\u00dfe tun muss)\u200b, oder das r\u00f6mische Aschekreuz am Aschermittwoch als Zeichen der Bu\u00dfe.<\/p>\n<h3 style=\"font-weight: 400;\"><strong>Wochentagslesungen<\/strong><\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In der\u00a0<strong>katholischen Kirche<\/strong>\u00a0werden an Wochentagen der Fastenzeit ebenfalls ausgew\u00e4hlte Bibelstellen gelesen, jedoch folgt das r\u00f6mische Lektionar einem anderen Prinzip (kontinuierliche Evangelienlesung nach Markusevangelium und thematische alttestamentliche Texte, teils bezugnehmend auf Taufkatechese an den Sonntagen). Eine zusammenh\u00e4ngende Lesung ganzer biblischer B\u00fccher wie in der armenischen oder byzantinischen Tradition ist in der r\u00f6mischen Fastenliturgie weniger stark ausgepr\u00e4gt. Die\u00a0<strong>orthodoxen Kirchen<\/strong>\u00a0haben wiederum eigene Schriftlesungen: An den Werktagen der Gro\u00dfen Fastenzeit werden gew\u00f6hnlich\u00a0<strong>Genesis, Jesaja und Spr\u00fcche <\/strong>fortlaufend gelesen (meist im Rahmen des Stundengebets oder der vorgeweihten Liturgie)\u200b. Dieser Unterschied ist bemerkenswert: W\u00e4hrend Armenier am Mittwoch Exodus lesen, lesen Byzantiner in derselben Zeit Genesis; Armenier lesen freitags Deuteronomium und Hiob, w\u00e4hrend Byzantiner Jesaja und Spr\u00fcche im Wechsel lesen. Beide ostkirchlichen Traditionen betonen aber damit das Alte Testament als Wegweisung zur Umkehr (etwa durch die Lesung von Gesetz und Propheten).<\/p>\n<h3 style=\"font-weight: 400;\"><strong>Theologische Schwerpunkte<\/strong><\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Grundtenor der Fastenzeit ist in allen Traditionen \u00e4hnlich \u2013\u00a0<strong>Umkehr, Gebet, Verzicht und Vorbereitung<\/strong>\u00a0auf das Osterfest. Doch setzt jede Kirche eigene Akzente: In der\u00a0<strong>armenischen Kirche <\/strong>steht \u2013 wie noch genauer gezeigt wird \u2013 die\u00a0<strong>pers\u00f6nliche Umkehr und Glaubenserneuerung<\/strong>\u00a0im Zentrum, stark verkn\u00fcpft mit dem Taufgedanken. Die Lesungen dienen der \u201egeistlichen Unterweisung\u201c und f\u00fchren durch die Heilsgeschichte, was der Fastenzeit einen quasi katechetischen Charakter gibt. In der\u00a0<strong>Orthodoxie<\/strong>\u00a0liegt ein Hauptakzent auf der\u00a0<strong>Askese<\/strong>\u00a0und der\u00a0<strong>Wiederherstellung der Gottesebenbildlichkeit<\/strong>\u00a0im Gl\u00e4ubigen: Die Verehrung des Kreuzes zur Fastenmitte und das Gedenken gro\u00dfer Bu\u00dfheiligen (wie Maria von \u00c4gypten) sollen zur\u00a0<strong>Nachahmung christlicher Tugenden<\/strong>\u00a0anspornen. In der\u00a0<strong>katholischen Tradition<\/strong>\u00a0steht die\u00a0<strong>Bu\u00dfgesinnung<\/strong>\u00a0und die\u00a0<strong>Solidarit\u00e4t mit den Leidenden <\/strong>im Vordergrund (Almosen, Fasten, Gebet). Durch liturgische Elemente wie\u00a0<em>Ascheauflegung<\/em>,\u00a0<em>Kreuzweg<\/em>\u00a0und\u00a0<em>Bu\u00dfgottesdienste<\/em> wird die radikale Umkehr des Herzens betont. Zudem r\u00fcckt heute die Vorbereitung von Taufbewerbern (Katechumenen) auf die Osternacht in den Fokus (mit eigenen Ritualen an den Fastensonntagen, den sogenannten \u201eSkrutinien\u201c). Diese Wiederentdeckung der Taufvorbereitung erinnert an einen Aspekt, der in der armenischen Kirche seit jeher im Leseplan der Fastenzeit bewahrt wurde. Dennoch wird er in der heutigen Praxis der armenischen Kirche \u2013 insbesondere im Hinblick auf die Vorbereitung der Katechumenen \u2013 weitgehend vernachl\u00e4ssigt. Dies liegt vermutlich daran, dass mit der Praxis der Kindertaufe das Katechumenat als eigenst\u00e4ndiger Prozess nicht mehr aktiv gelebt wird. Gerade in unserer Zeit w\u00e4re es jedoch von gro\u00dfer Bedeutung, diesen kostbaren Schatz der Unterweisung neu zu entdecken und zu revitalisieren, wie unsere katholischen Geschwister es tun.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass die\u00a0<strong>armenische Fasten-Leseordnung<\/strong>\u00a0eine einzigartige Verbindung von biblischer Heilsgeschichte, Glaubenslehre und Bu\u00dfspiritualit\u00e4t darstellt. W\u00e4hrend orthodoxe und katholische Christen vieles davon nachvollziehen k\u00f6nnen \u2013 etwa die Zahl der 40 Tage, den Ruf zur Umkehr und die Nachahmung von Christi Fasten \u2013, zeigt der Vergleich doch markante\u00a0<strong>Unterschiede in der Schwerpunktsetzung<\/strong>\u00a0(z.B. andere Sonntagsthemen, differierende Bibeltexte) und in gewissen Br\u00e4uchen (etwa kein Aschermittwoch in der armenischen Kirche, daf\u00fcr das symbolische Schlie\u00dfen des Vorhangs). Gemeinsam ist allen Traditionen jedoch das Ziel, die Gl\u00e4ubigen durch Fasten, Gebet und Gottes Wort innerlich zu erneuern, damit sie Ostern mit reinem Herzen begehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:15px;margin-bottom:15px;width:100%;\"><div class=\"fusion-separator-border sep-single\" style=\"--awb-height:20px;--awb-amount:20px;border-color:#ffac00;border-top-width:1px;\"><\/div><\/div><div class=\"fusion-image-element\" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\"fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"600\" title=\"Fastenzeit Tradition 3\" src=\"https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-3.png\" alt class=\"img-responsive wp-image-20821\" srcset=\"https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-3-200x133.png 200w, https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-3-400x267.png 400w, https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-3-600x400.png 600w, https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-3-800x533.png 800w, https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-3.png 900w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, (max-width: 640px) 100vw, 900px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-3 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-2 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:15px;margin-bottom:15px;width:100%;\"><div class=\"fusion-separator-border sep-single\" style=\"--awb-height:20px;--awb-amount:20px;border-color:#ffac00;border-top-width:1px;\"><\/div><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-title-5 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h2 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:28;line-height:1.2;\"><p>3. Liturgische und theologische Themen<br \/>\nder armenischen Fastenzeit<\/p><\/h2><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-4\"><p style=\"font-weight: 400;\">Die\u00a0<strong>Armenische Kirche<\/strong>\u00a0versteht die Gro\u00dfe Fastenzeit prim\u00e4r als eine \u201eSchule der\u00a0<strong>Reue<\/strong>\u00a0(Umkehr)\u201c\u200b. Dabei bedeutet Reue (armenisch\u00a0<em>abashkharhut\u2018iwn<\/em>) weit mehr als das Aufz\u00e4hlen von S\u00fcnden vor einem Priester: Es geht um eine\u00a0<strong>tiefgreifende innere Umkehr<\/strong>, eine\u00a0<em>\u201eradikale Neubewertung unseres gesamten Lebens\u201c<\/em>, wie es in einer armenischen Fastenbetrachtung hei\u00dft\u200b. Der Gl\u00e4ubige ist eingeladen, sein Denken, seine Wertma\u00dfst\u00e4be und Beziehungen im Licht des Evangeliums zu \u00fcberpr\u00fcfen\u200b. Die Kirche betont, dass echte Reue eine l\u00e4ngere Vorbereitung und L\u00e4uterung erfordert \u2013 ein Prozess, der sich idealerweise \u00fcber die 40 Tage der Fastenzeit erstreckt\u200b. Gebet, Fasten und t\u00e4tige Liebe sind dabei die klassischen Mittel, doch wird besonders die\u00a0<strong>Verk\u00fcndigung der Heiligen Schrift<\/strong>\u00a0als Wegweiser eingesetzt, um den \u201eGeist der Reue\u201c im Gl\u00e4ubigen zu wecken\u200b. Jede biblische Lesung der Fastenzeit soll zur\u00a0<strong>Selbsterkenntnis, Gotteserkenntung und Umkehr<\/strong>\u00a0anleiten.<\/p>\n<h3 style=\"font-weight: 400;\"><strong>Themen der Schriftlesungen<\/strong><\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Auswahl der Lesungen spiegelt zentrale Heilsthemen wider. Bereits die Sonntags-Evangelien f\u00fchren durch wichtige Stationen: Am Beginn der Fastenzeit steht der Verlust der\u00a0<strong>Gemeinschaft mit Gott <\/strong>durch die S\u00fcnde (Symbol der Austreibung aus dem Paradies, thematisiert am \u201eExpulsion\u201c-Sonntag) und am Ende die\u00a0<strong>Erwartung der Wiederkunft Christi<\/strong> (\u201eWiederkunft\u201c-Sonntag, auch wenn es im westlichen Kontext <em>\u00fcberraschend<\/em> klingt)\u200b. Dazwischen rufen Gleichnisse wie der <strong>Verlorene Sohn<\/strong>\u00a0Gottes Barmherzigkeit ins Ged\u00e4chtnis (Gott nimmt den reum\u00fctigen S\u00fcnder wieder auf)\u200b, oder das Gleichnis vom\u00a0<strong>ungerechten Verwalter<\/strong>\u00a0mahnt zur verantwortlichen Nutzung der uns anvertrauten Gaben\u200b. Der\u00a0<strong>beharrlichen Witwe und dem ungerechten Richter<\/strong>\u00a0(Gleichnis am 5.\u00a0Fastensonntag) wird gedacht, um zur\u00a0<strong>ausdauernden Bu\u00dfe und zum unabl\u00e4ssigen Gebet<\/strong>\u00a0zu ermutigen\u200b.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Insgesamt f\u00fchren uns die sechs Sonntage der Fastenzeit durch Schriftpassagen, die zeigen, wie die S\u00fcnde in unser Leben kam und uns von Gott trennte, uns aber zugleich an Gottes G\u00fcte, Barmherzigkeit und Liebe erinnern, die in Seinem Sohn erf\u00fcllt wurde\u201c<\/em>.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dieser rote Faden \u2013 von der Sch\u00f6pfung und dem S\u00fcndenfall (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/1.Mose1\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Genesis 1\u20133<\/a> am Expulsion-Sonntag) \u00fcber die menschliche Verirrung und Umkehr (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Lukas15\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Lk\u00a015<\/a> am Sonntag des Verlorenen Sohns) bis hin zur Erl\u00f6sung und\u00a0<strong>eschatologischen Hoffnung<\/strong>\u00a0(<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Matth%C3%A4us24\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Mt\u00a024<\/a> am \u201eWiederkunft\u201c-Sonntag) \u2013 pr\u00e4gt die theologische Atmosph\u00e4re der armenischen Fastenzeit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch die Wochentagslesungen haben spezifische\u00a0<strong>theologische Akzente<\/strong>: Die\u00a0<strong>Exodus-Lesungen<\/strong>\u00a0am Mittwoch erinnern an\u00a0<strong>Befreiung und Bund<\/strong>\u00a0\u2013 Gott f\u00fchrt sein Volk aus der Sklaverei, so wie die Seele aus der Knechtschaft der S\u00fcnde befreit werden soll. Der\u00a0<strong>Prophet Joel<\/strong>, der ebenfalls mittwochs gelesen wird, ruft unmissverst\u00e4ndlich zur Bu\u00dfe auf:\u00a0<em>\u201eKehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen\u201c<\/em>\u00a0(<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Joel2%2C12\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Joel\u00a02,12<\/a>) \u2013 Worte, die den Fastenden direkt ansprechen. An den\u00a0<strong>Freitagen<\/strong>\u00a0erz\u00e4hlen\u00a0<strong>Deuteronomium<\/strong> und <strong>Ijob<\/strong>\u00a0von\u00a0<strong>Treue und Bew\u00e4hrung<\/strong>: In Deuteronomium werden dem Volk die Gebote Gottes eingesch\u00e4rft \u2013 ein Aufruf an die Gl\u00e4ubigen, in der Fastenzeit zu Gehorsam und Erneuerung des Bundes zur\u00fcckzukehren. Ijobs Leidensgeschichte wiederum stellt das Thema der <strong>Geduld und Standhaftigkeit im Glauben<\/strong> in den Mittelpunkt, selbst in Pr\u00fcfung und Not. So lernen die Gl\u00e4ubigen durch Ijobs Beispiel, im Fasten auch Schwierigkeiten auszuhalten und auf Gottes Erl\u00f6sung zu vertrauen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die\u00a0<strong>katechetischen Lesungen<\/strong>\u00a0(montags, dienstags, donnerstags) decken inhaltlich ein breites Spektrum ab, das die\u00a0<strong>Grundlagen des Glaubens<\/strong>\u00a0umfasst. Aus der Kirchengeschichte wissen wir, dass darunter Texte \u00fcber die\u00a0<strong>Taufe <\/strong>(symbolisiert etwa durch biblische Erz\u00e4hlungen wie die der Arche Noah oder des Durchzugs durchs Rote Meer) und Texte \u00fcber die\u00a0<strong>Glaubensartikel<\/strong>\u00a0(z.B. Prophetien auf Christus, Lehren \u00fcber den Heiligen Geist, die Kirche usw.) sind\u200b. Durch diese Auswahl wird die Fastenzeit zu einer Zeit der\u00a0<strong>Vertiefung des Glaubenswissens<\/strong>: Die Gemeinde h\u00f6rt nochmals die zentralen Schriftstellen, die einst neuen Christen vor ihrer Taufe gepredigt wurden. Damit verbindet sich die Aufforderung, das eigene\u00a0<strong>Taufversprechen<\/strong>\u00a0zu erneuern und zur ersten Liebe des Glaubens zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<h3 style=\"font-weight: 400;\"><strong>Liturgische Besonderheiten<\/strong><\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Armenische Kirche unterstreicht diese Themen zudem durch spezifische Gottesdienstformen. So bleiben w\u00e4hrend der ganzen Fastenzeit die\u00a0<strong>Altart\u00fcren (Vorh\u00e4nge) geschlossen<\/strong>, was die Verborgenheit des himmlischen Heiligtums andeutet und an die Trennung durch die S\u00fcnde erinnert\u200b. Gleichzeitig wird jeden Sonntagmorgen der feierliche\u00a0<strong>Arevakal (Morgend\u00e4mmerungs-) Gottesdienst<\/strong>\u00a0gehalten, der der aufgehenden Sonne gewidmet ist\u200b. Inmitten der Dunkelheit der Fastenzeit leuchtet hier symbolisch das\u00a0<strong>Licht Christi<\/strong>\u00a0auf: W\u00e4hrend der Arevakal-Liturgie werden Kerzen entz\u00fcndet und der Hymnus\u00a0<em>\u201eLuys (Licht)\u201c<\/em>\u00a0gesungen\u200b. Die Botschaft ist klar \u2013 Christus, das\u00a0<strong>\u201eLicht der Welt\u201c<\/strong>, erhellt unser Dunkel und weist dem reuigen S\u00fcnder den Weg aus der Finsternis. Die Fastenzeit hat trotz aller Strenge somit eine\u00a0<strong>freudige Dimension<\/strong>: Sie ist ein Erwachen des inneren Menschen, ein Aufgang der Sonne der Gerechtigkeit im Herzen des Gl\u00e4ubigen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zudem werden in der Fastenzeit die\u00a0<strong>Friedens-, Ruh- und Morgendienste<\/strong> (drei der sieben Tagzeitengebete) h\u00e4ufiger gefeiert als im Rest des Jahres\u200b. Diese Gebete \u2013 insbesondere das Gebet des Hl. Nerses Schnorhali (\u201eHerr, gie\u00dfe den Geist deines Heils in mich\u2026\u201c) im Nachtgebet \u2013 verst\u00e4rken den Ton der Bu\u00dfe und Demut. Die <strong>geistliche Atmosph\u00e4re<\/strong>\u00a0der armenischen Fastenliturgie ist somit gepr\u00e4gt von stiller Reflexion, tiefgehenden Bu\u00dfgebeten und umfangreicher Schriftlesung. All dies soll die Gl\u00e4ubigen in den Zustand der\u00a0<strong>metanoia<\/strong>\u00a0(Umkehr des Herzens) f\u00fchren. Die Theologie betont, dass ohne diese innere Erneuerung selbst die sakramentale Lossprechung leer bliebe\u200b \u2013 daher sei die Fastenzeit unverzichtbar f\u00fcr ein wirklich christliches Leben.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-4 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-3 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:15px;margin-bottom:15px;width:100%;\"><div class=\"fusion-separator-border sep-single\" style=\"--awb-height:20px;--awb-amount:20px;border-color:#ffac00;border-top-width:1px;\"><\/div><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-title-6 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h2 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:28;line-height:1.2;\"><p>4. Heiligenfeste w\u00e4hrend der Fastenzeit<br \/>\nund ihre Bedeutung f\u00fcr die Leseordnung<\/p><\/h2><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-5\"><p style=\"font-weight: 400;\">W\u00e4hrend der Fastenzeit begeht die armenische Kirche <strong>besondere Heiligen- und Festgedenken<\/strong>, die teils eigenst\u00e4ndig sind. Generell gilt: <strong>Mittwochs und freitags<\/strong> \u2013 den strengsten Fasttagen \u2013 werden <em>keine<\/em> Heiligen gefeiert, da nach armenischer Auffassung die glanzvolle Feier eines Heiligen nicht zum Geist der Bu\u00dfe passt\u200b. Stattdessen konzentrieren sich alle <strong>Heiligenfeste auf die Samstage<\/strong> der Fastenzeit\u200b, die traditionell ohnehin den M\u00e4rtyrern gewidmet sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jeder <strong>Fastensamstag<\/strong> hat einen eigenen Gedenkanlass, und die <strong>Lesungen dieses Tages<\/strong> werden an das jeweilige Fest angepasst\u200b. Diese Gedenktage bereichern die Fastenzeit theologisch, indem sie <strong>Vorbildgestalten des Glaubens<\/strong> in den Blick r\u00fccken \u2013 als Ermutigung f\u00fcr die Fastenden, den Weg der Heiligkeit nachzustreben. Eine Auswahl wichtiger Feste w\u00e4hrend Medz Bahk:<\/p>\n<ul style=\"font-weight: 400;\">\n<li><strong>Erster Samstag<\/strong> der Fastenzeit: Gedenken an <strong>St. Theodoros den Krieger<\/strong> (Theodor von Tyro). Theodor war ein fr\u00fchchristlicher M\u00e4rtyrer und Soldat; sein Gedenken in der ersten Fastenwoche \u2013 zusammen mit passenden Lesungen aus der Weisheitsliteratur oder M\u00e4rtyrerberichten \u2013 soll die Gl\u00e4ubigen zu <strong>Tapferkeit im geistlichen Kampf<\/strong> ermutigen. (In der byzantinischen Kirche wird an diesem Tag ebenfalls der \u201eHl. Theodor Tyro\u201c gedacht; die armenische Tradition \u00fcbernimmt hier einen \u00e4hnlichen Akzent.)\u200b<\/li>\n<\/ul>\n<ul style=\"font-weight: 400;\">\n<li><strong>Zweiter Fastensamstag:<\/strong> Gedenken an <strong>St. Kyrill von Jerusalem<\/strong> (und Gef\u00e4hrten wie Hl. Kyrill von Alexandrien und Hl. Athanasius in manchen Kalendern). Dass <strong>Kyrill von Jerusalem<\/strong> in der Fastenzeit geehrt wird, ist kein Zufall \u2013 er war derjenige, der die oben erw\u00e4hnten Fasten-Katechesen verfasste. Sein Gedenktag w\u00e4hrend der Fastenzeit erinnert an die <strong>lehrhafte Dimension<\/strong> der \u00f6sterlichen Vorbereitungszeit. Die Lesungen k\u00f6nnten hier z.B. aus seinen Schriften oder dem Hebr\u00e4erbrief (Thema Glaube) stammen\u200b. In gewisser Massen kann man hier Parallelen zu den Byzantinern ziehen und sagen, dass mit diesem Fest die Armenier die Unterstreichung des Sieges des orthodoxen (im Sinne des Rechtgl\u00e4ubigen) Glaubens feiern.<\/li>\n<\/ul>\n<ul style=\"font-weight: 400;\">\n<li><strong>Dritter Fastensamstag:<\/strong> Hier feiert die armenische Kirche meist mehrere Heilige zusammen, oftmals <strong>Nationalheilige<\/strong>. Ein Beispiel (Kalenderdatum abh\u00e4ngig) ist die <strong>Erinnerung an die heiligen Bisch\u00f6fe Johannes von Jerusalem, Johannes von Odsun und Johannes von Orient sowie an den hl. Gregor von Datev<\/strong>\u200b. Diese armenischen Kirchenv\u00e4ter und Bekenner werden w\u00e4hrend der Fastenzeit geehrt, um auf die <strong>Kontinuit\u00e4t des wahren Glaubens<\/strong> hinzuweisen. Die Lesungen dieses Tages k\u00f6nnen Briefe oder Evangelien sein, die die Treue zur apostolischen Lehre betonen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul style=\"font-weight: 400;\">\n<li><strong>Vierter Fastensamstag:<\/strong> Gedenken der <strong>40 M\u00e4rtyrer von Sebaste<\/strong>\u200b. Dieses Fest, das am 4. Samstag begangen wird, hat einen starken Bezug zur Fastenzeit: 40 junge christliche Soldaten erlitten im 4. Jh. das Martyrium, weil sie standhaft im Glauben blieben \u2013 eine offensichtliche Parallele zu den 40 Fastentagen. Ihre Zahl <em>40<\/em> wird als Symbol gesehen, dass auch die Gemeinde durch die \u201ePr\u00fcfung\u201c der 40-t\u00e4gigen Fastenzeit gehen soll, um gel\u00e4utert hervorzugehen. An diesem Gedenktag werden passend die biblischen Lesungen gew\u00e4hlt, z.B. aus der Weisheit (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Weisheit3%2C1-8\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Weish 3,1-8<\/a>: <em>\u201eDie Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand\u2026\u201c<\/em>) und ein Evangelium \u00fcber die Standhaftigkeit (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Matth%C3%A4us10\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Mt 10<\/a>, z.B. <em>\u201eWer standhaft bekennt, den bekenne ich vor dem Vater\u201c<\/em>). Die 40 M\u00e4rtyrer verbinden so <strong>Fasten und Martyrium<\/strong> als Zeugnis f\u00fcr Christus.<\/li>\n<\/ul>\n<ul style=\"font-weight: 400;\">\n<li><strong>F\u00fcnfter Fastensamstag:<\/strong> <strong>Hl. Gregor der Erleuchter (Gregor Lusavoritsch)<\/strong> \u2013 <em>\u201eEinsetzung in die Grube\u201c<\/em>. Hier gedenkt die armenische Kirche ihres Nationalheiligen Gregor des Erleuchters (Surb Grigor Lusavoritsch) in besonderer Weise: Sein Leiden, 13 Jahre eingesperrt in einer Grube, weil er den Glauben nicht verleugnete, wird erinnert\u200b. Dieses Ereignis \u2013 oft <em>\u201eGregor in der Grube\u201c<\/em> genannt \u2013 wird mitten in der Fastenzeit gefeiert, um die Gl\u00e4ubigen an <strong>Durchhalteverm\u00f6gen in der Bu\u00dfe<\/strong> und an die schlie\u00dflich triumphierende <strong>Erl\u00f6sung<\/strong> zu erinnern. Denn der Legende nach wurde Gregor aus der Grube befreit, um das armenische Volk zum Christentum zu f\u00fchren. Die Lesungen an diesem Tag beinhalten meist Ermutigungen zur Geduld (etwa <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Jakobus1%2C2-4\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Jakobusbrief 1,2-4<\/a>: <em>\u201eDie Pr\u00fcfung eures Glaubens wirkt Standhaftigkeit\u201c<\/em>) und die Verk\u00fcndigung des Evangeliums trotz Widerstands. Dieses Fest hat f\u00fcr Armenier hohe emotionale Bedeutung und verankert ihre nationale <strong>Identit\u00e4t im Glauben<\/strong> mitten in der Fastenzeit.<\/li>\n<\/ul>\n<ul style=\"font-weight: 400;\">\n<li><strong>40. Tag der Fastenzeit:<\/strong> Das Fasten schlie\u00dft am <strong>Freitag vor Palmsonntag, <\/strong><em>oft aber nicht immer,<\/em> mit einem marianischen Hochfest: dem <strong>Fest der Verk\u00fcndigung an die Heilige Jungfrau Maria<\/strong>\u200b. Die Verk\u00fcndigung wird immer am 7. April gefeiert (9 Monate vor Weihnachten), da die Armenische Kirche Weihnachten am 6. Januar begeht. So f\u00e4llt das Fest Annunciation nach dem armenischen Kalender oft in die Fastenzeit.\u00a0An diesem Tag tritt das Bu\u00dfelement etwas zur\u00fcck: Inmitten der Fastenzeit erklingt das freudige Evangelium von der <em>Verk\u00fcndigung des Herrn<\/em> (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Lukas1%2C26-38\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Lk 1,26-38<\/a>) mit dem Engelwort <em>\u201eFreue dich, du Gnadenvolle\u2026\u201c<\/em>. Dennoch bleibt es ein Fasttag (<em>es wird also liturgisch gefeiert, aber ohne den strengen Fastenverzicht zu mildern<\/em>). Theologisch bringt dies zum Ausdruck, dass gerade Mari\u00e4 Demut und Hingabe (\u201eMir geschehe nach deinem Wort\u201c) als Vorbild f\u00fcr die Fastenden dient.<\/li>\n<\/ul>\n<ul style=\"font-weight: 400;\">\n<li><strong>Lazarus-Samstag (Palm-Samstag):<\/strong> Unmittelbar nach dem 40-t\u00e4gigen Fastenzyklus begeht die Kirche den <strong>Samstag der Auferweckung des Lazarus<\/strong>\u200b. Dieser Tag geh\u00f6rt zwar formal nicht mehr zur 40-Tage-Fastenzeit, ist aber ohne festliches Fleischessen ebenfalls ein Fasttag. Die Lesungen \u2013 vor allem das ausf\u00fchrliche Evangelium <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Johannes11\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Joh 11<\/a> von der Erweckung des Lazarus \u2013 verk\u00fcnden <strong>Auferstehungshoffnung<\/strong> und dienen als <strong>Vorzeichen der Osterfreude<\/strong> mitten in der anbrechenden Karwoche. Lazarus-Samstag bildet somit die <strong>Br\u00fccke zwischen Fastenzeit und Palmsonntag\/Ostern<\/strong>: Er zeigt, dass das Ziel der Fastenreise die \u00dcberwindung des Todes ist. In der armenischen Tradition wird Lazarus-Samstag feierlich begangen (teils mit besonderen Hymnen), bleibt aber von der Abstinenz gepr\u00e4gt (im Gegensatz zum lateinischen Brauch, wo der Samstag vor Palmsonntag liturgisch zur Karwoche geh\u00f6rt).<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zusammenfassend erf\u00fcllen die Heiligenfeste w\u00e4hrend der Fastenzeit zwei Funktionen: <strong>Erinnerung und Ermutigung. <\/strong>Sie erinnern an heroische Glaubenszeugen und Ereignisse der Heilsgeschichte (etwa Mari\u00e4 Verk\u00fcndigung) und ermutigen die Gl\u00e4ubigen, selbst in der Bu\u00dfe auszuharren und im Glauben zu wachsen. Liturgisch bringen diese Feste Abwechslung in die strenge Fastenzeit, ohne deren Charakter zu unterbrechen \u2013 die Lesungen bleiben passend, und in den meisten F\u00e4llen bleiben sogar die liturgischen Farben und der Verzicht (z.B. kein Halleluja, kein Gloria etc.) wie an anderen Fastentagen bestehen. So f\u00fcgt sich beispielsweise das Fest der Verk\u00fcndigung harmonisch ein: Es erinnert daran, dass auch in Zeiten der Bu\u00dfe die <strong>Freude \u00fcber das Heil<\/strong> pr\u00e4sent ist.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:15px;margin-bottom:15px;width:100%;\"><div class=\"fusion-separator-border sep-single\" style=\"--awb-height:20px;--awb-amount:20px;border-color:#ffac00;border-top-width:1px;\"><\/div><\/div><div class=\"fusion-image-element\" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\"fusion-imageframe imageframe-none imageframe-2 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"600\" title=\"Fastenzeit Tradition 2\" src=\"https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-2.png\" alt class=\"img-responsive wp-image-20822\" srcset=\"https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-2-200x133.png 200w, https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-2-400x267.png 400w, https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-2-600x400.png 600w, https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-2-800x533.png 800w, https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-2.png 900w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, (max-width: 640px) 100vw, 900px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-5 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-4 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:15px;margin-bottom:15px;width:100%;\"><div class=\"fusion-separator-border sep-single sep-solid\" style=\"--awb-height:20px;--awb-amount:20px;border-color:#ffac00;border-top-width:1px;\"><\/div><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-title-7 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-one\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h1 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:35;line-height:1.2;\"><p>5. Leseordnung der Armenischen Kirche<br \/>\nin der Gro\u00dfen Fastenzeit (Tabellarische \u00dcbersicht)<\/p><\/h1><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-6\"><p>Abschlie\u00dfend fasst die folgende Tabelle die <strong data-start=\"28290\" data-end=\"28328\">Leseordnung w\u00e4hrend der Fastenzeit<\/strong> in der Armenischen Kirche zusammen. Sie gibt einen \u00dcberblick \u00fcber die Lesungen an den verschiedenen Wochentagen, besonderen Gedenktagen und Sonntagen sowie deren thematische Schwerpunkte:<\/p>\n<\/div><table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; text-align: left;\">\n  <tr>\n    <th style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; vertical-align: top;\">Zeitraum \/ Tag<\/th>\n    <th style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; vertical-align: top;\">Lesungen (Beispiele)<\/th>\n    <th style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; vertical-align: top;\">Themen \/ Anmerkungen<\/th>\n  <\/tr>\n  <tr>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Vorfastensonntag \/ Bun Barekendan <\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Evangelium: Matth\u00e4us 6:1-21 (Aufruf zu wahrer Fr\u00f6mmigkeit) Epistel: (R\u00f6mer 13:11-14)<\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">\u201cBarekendan\u201d \u2013 Tag der Freude vor Fastenbeginn; Gottes Segen in der Sch\u00f6pfung feiern, bevor das Fasten startet. Am Ende der Liturgie wird der Vorhang geschlossen (Symbol der Vertreibung aus dem Paradies)<\/td>\n  <\/tr>\n  <tr>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Montag, Dienstag, Donnerstag (1., 3., 4., 5., 6. Fastenwoche)<\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">19 ausgew\u00e4hlte Bibellesungen aus AT und NT, verteilt \u00fcber diese Tage (je 1\u20132 Lesungen pro Tag). Beispiele: Sch\u00f6pfungsbericht (Gen 1), Opferung Isaaks (Gen 22), Prophetische Verhei\u00dfungen (Jes 55), neutestamentliche Texte \u00fcber Taufe (z.B. Joh 3) usw. \u2013 insgesamt 19 Perikopen.<\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Katechetischer Zyklus f\u00fcr Taufbewerber: Vermittlung von Grundthemen des christlichen Glaubens. Fokus auf Taufe und Glaubensbekenntnis \u2013 die Lesungen dienten einst als \u201eLehrplan\u201c f\u00fcr die Vorbereitung auf die Taufe in Jerusalem. Dieser alte Zyklus (von Hl. Kyrill von Jerusalem) ist einzigartig f\u00fcr den armenischen Ritus.<\/td>\n  <\/tr>\n  <tr>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Mittwochs (alle Fastenwochen)<\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Fortlaufende Lesung AT: Beginn des Buches Exodus (Kap. 1\u20135 im Verlauf der Fastenwochen) und Buch Joel (gr\u00f6\u00dftenteils).<\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Umkehr und Befreiung: Der Auszug Israels aus der Knechtschaft (Exodus) und der Aufruf des Propheten Joel zur Bu\u00dfe stehen paradigmatisch f\u00fcr die Fastenzeit. Diese fortlaufenden Lesungen wurden aus der Jerusalemer Liturgie \u00fcbernommen und betonen Gottes Rettungtat und den Ruf zur Umkehr.<\/td>\n  <\/tr>\n  <tr>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Freitage (alle Fastenwochen)<\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Fortlaufende Lesung AT: Ausschnitte aus Deuteronomium (z.B. Moses\u2019 Mahnreden) und aus dem Buch Ijob (Leidensgeschichte, in Ausz\u00fcgen fortlaufend gelesen).<\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Gehorsam und Glaubenspr\u00fcfung: Die Lesungen aus dem Gesetz (Dtn) mahnen zu Treue gegen\u00fcber Gottes Geboten; Ijobs Geschichte lehrt Standhaftigkeit im Leiden. Beide Texte st\u00e4rken die Fastenden in der Haltung, den Willen Gottes anzunehmen und in Pr\u00fcfungen auszuharren.<\/td>\n  <\/tr>\n  <tr>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">2. Woche (Mo, Di, Do) Besonderheit<\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Sonderzyklus von Lesungen: Abschnitte aus 1. Samuel (z.B. Hanna\u2019s Gebet, Gott ruft Samuel), Spr\u00fcche (Weisheitslehren) und Jeremia (Prophetengericht) ersetzen hier ausnahmsweise die Katechumenen-Lesungen.<\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Historische Reminiszenz: Dieser Zyklus repr\u00e4sentiert eine \u00e4ltere Fastenordnung, als die Fastenzeit erst sp\u00e4ter begann. Vermutlich waren dies urspr\u00fcnglich die Lesungen der ersten Fastenwoche, bevor die 40 Tage auf die heutige L\u00e4nge ausgedehnt wurden. In der aktuellen Praxis \u201eunterbrechen\u201c sie einmalig den gew\u00f6hnlichen Ablauf und verleihen der 2. Woche einen etwas anderen Akzent (Gericht und Weisheit).<\/td>\n  <\/tr>\n  <tr>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Samstags (aller Fastenwochen) Heiligen-Gedenktage<\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Proprium je nach Fest: Lesungen passend zum jeweiligen Heiligenfest. In der Regel eine AT-Lesung (Prophet oder Weisheit), eine Epistel und ein Evangelium, die Bezug zum Heiligen nehmen. Beispiele:<ul><li>1. Samstag: Weisheit 3,1-8 (Die Gerechten im Herrn) f\u00fcr Hl. Theodoros; Evangelium Mt 10,16-22 (Aussendung \u2013 Standhaftigkeit).<\/li><li>4. Samstag: Hebr 12,1-7 (Wolke von Zeugen) & Mt 5,10-12 (Seligpreisung der Verfolgten) f\u00fcr die 40 M\u00e4rtyrer von Sebaste.<\/li><li>5. Samstag: 1 Petr 5,6-11 (Ausharren im Leiden) & Mt 16,24-28 (Nachfolge mit dem Kreuz) f\u00fcr Gregor den Erleuchter.<\/li><\/ul><\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Heiligenvorbilder in der Fastenzeit: An jedem Samstag wird ein besonderer M\u00e4rtyrer\/Heiliger geehrt. Die Auswahl umfasst sowohl universale Heilige (z.B. 40 M\u00e4rtyrer) als auch nationale armenische Heilige (z.B. hl. Gregor). Dies erinnert die Gl\u00e4ubigen daran, dass Fasten und Heiligkeit zusammengeh\u00f6ren. Die Lesungen an diesen Tagen heben Tugenden wie Glaubenstreue, Mut und Geduld hervor, die in den Lebensgeschichten der Heiligen sichtbar wurden. Die armenische Kirche hat diese Samstagsgedenken selbst eingef\u00fchrt, da in der alten Jerusalemer Tradition Samstage ohne spezielle Lesungen waren. Somit bringen sie eine nationale Note in die \u00f6sterliche Vorbereitungszeit ein.<\/td>\n  <\/tr>\n  <tr>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Sonntags (Fastensonntage) mit Namen und Themen<\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Jeweils 2 Lesungen: ein Apostelbrief (Epistel) und ein Evangelium. Beispiele 2025:<ul><li>\u201c2. Sonntag: Expulsion\u201d \u2013 Ep: R\u00f6mer 12:1\u201313:10; Ev: Matth\u00e4us 5:17\u201348<\/li><li>\u201c3. Sonntag: Prodigal Son\u201d \u2013 Ep: 2 Korinther 6:1\u20137:1; Ev: Lukas 15:11\u201332 (Gleichnis vom verlorenen Sohn: Umkehr und Vergebung).<\/li><li>\u201c4. Sonntag: Steward\u201d \u2013 Ep: Epheser 4:25\u201332 (christliches Leben); Ev: Lukas 16:1\u201313 (ungerechter Verwalter: kluge Verwendung der G\u00fcter).<\/li><li>\u201c5. Sonntag: Judge\u201d \u2013 Ep: 1 Thess 5:14\u201318 (Beharrlichkeit); Ev: Lukas 18:1\u20138 (beharrliches Gebet: Witwe und Richter).<\/li><li>\u201c6. Sonntag: Advent\u201d \u2013 Ep: Kolosser 2:8\u20133:17; Ev: Matth\u00e4us 22:34\u201323:39 (od. Mt 24 je nach Tradition) \u2013 Thema: Christus kommt, sei wachsam.<\/li><\/ul><\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Themenreihe: Jede Fastensonntag hat ein einzigartiges Thema und armenisches Benennungsdatum. Diese sechs Sonntage f\u00fchren chronologisch und spirituell vom Zustand des gefallenen Menschen hin zur Erl\u00f6sung: \u2022 Poon Barekendan (Vorfasten-Sonntag): Freude der Sch\u00f6pfung, Sermon on the Mount (Mt 5\u20137) als Wegweisung f\u00fcr die Fastenzeit. \u2022 Expulsion (Vertreibung): Erinnerung an Adams und Evas S\u00fcndenfall \u2013 Notwendigkeit der Bu\u00dfe (Genesis-Lesung). \u2022 Prodigal Son (Verlorener Sohn): Thema Reue und Gottes Barmherzigkeit \u2013 Gott empf\u00e4ngt den reum\u00fctigen S\u00fcnder. \u2022 Steward (Verwalter): Verantwortlichkeit \u2013 der Christ soll sein Leben gem\u00e4\u00df Gottes Willen \u201everwalten\u201c (moralische Erneuerung). \u2022 Judge (Richter): Beharrliches Gebet und Gerechtigkeit \u2013 Aufruf, im Glauben nicht nachzulassen. \u2022 Advent (Ankunft): Blick auf die Wiederkunft Christi und Vorbereitung darauf im Lichte seines ersten Kommens. Diese Themen verbinden pers\u00f6nliche Askese mit Heilsgeschichte. Interessanterweise stimmen die Evangelien der armenischen Sonntage oft mit der orthodoxen Tradition \u00fcberein (in der Kilikenischen Zeit \u00fcbernommen), doch die Deutungsschwerpunkte und Benennungen sind eigenst\u00e4ndig armenisch gepr\u00e4gt.<\/td>\n  <\/tr>\n  <tr>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">40. Tag \u2013 Freitag vor Palmsonntag Abschluss der 40 Tage<\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Gelegentlich Fest der Verk\u00fcndigung an Maria: Lesungen z.B.: Jesaja 7:10-16 (Prophezeiung der Jungfrauengeburt); Hebr\u00e4er 2:11-18 (Christus teilt unser Fleisch); Evangelium: Lukas 1:24-38 (Verk\u00fcndigungsbericht).<\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Verk\u00fcndigung des Herrn \u2013 ein Fest innerhalb der Fastenzeit. Die Botschaft der Menschwerdung Christi bringt Freude in die Bu\u00dfzeit: Gott wird Mensch, um uns zu erl\u00f6sen. Trotz Festcharakter bleibt es ein Fastentag (nach armenischer Tradition). Theologisch leitet dieses Fest zum Geheimnis der Erl\u00f6sung \u00fcber: Mari\u00e4 \u201eJa-Wort\u201c steht am Anfang des Heilsplans, der in Kreuz und Auferstehung m\u00fcndet.<\/td>\n  <\/tr>\n  <tr>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Lazarus-Samstag (41. Tag, Vortag Palmsonntag)<\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Evangelium: Johannes 11:1-45 (Auferweckung des Lazarus); dazu passende Prophetenlesung (Ez 37,12-14: \u00d6ffnung der Gr\u00e4ber) und Epistel (Philipper 3:10-14\u00a0Wort: Anteil an Christi Auferstehung).<\/td>\n    <td style=\"border: 1px solid black; padding: 10px; text-align: left; line-height: 1.5; vertical-align: top;\">Ged\u00e4chtnis der Auferweckung des Lazarus. Dieses Ereignis \u2013 einzigartig am \u00dcbergang zur Karwoche \u2013 best\u00e4tigt die Macht Christi \u00fcber den Tod und gibt einen Vorausblick auf Ostern. Die Fastenzeit geht damit nahtlos in die Feier des Lebens \u00fcber. Liturgisch ist Lazarus-Samstag schon von \u00f6sterlichem Glanz erf\u00fcllt (Hymnen von Auferstehung), bleibt aber noch Teil der Vorbereitung auf den Einzug Christi am Palmsonntag.<\/td>\n  <\/tr>\n<\/table><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:15px;margin-bottom:15px;width:100%;\"><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-7\"><p data-start=\"37685\" data-end=\"38710\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Die Gro\u00dfe Fastenzeit in der Armenischen Kirche vereint in ihrer Leseordnung <strong data-start=\"37772\" data-end=\"37793\">historische Tiefe<\/strong> und <strong data-start=\"37798\" data-end=\"37822\">geistliche P\u00e4dagogik<\/strong>. Von den fr\u00fchchristlichen Wurzeln in Jerusalem (mit ihren fortlaufenden biblischen Lesungen und Taufkatechesen) bis zu den eigenen armenischen Zus\u00e4tzen (Heiligenfeste samstags, spezielle Sonntagsthemen) spannt sich ein Bogen, der die Gl\u00e4ubigen durch eine innere Pilgerreise f\u00fchrt. Im Vergleich zu anderen Traditionen zeigt sich die Eigenart der armenischen Fastenzeit besonders in der <strong data-start=\"38208\" data-end=\"38245\">Verbindung von Lehre und Liturgie<\/strong>: Bu\u00dfe wird nicht nur praktiziert, sondern durch biblische Geschichten und Glaubenslehren <strong data-start=\"38335\" data-end=\"38365\">reflektiert und verstanden<\/strong>. Die theologische Botschaft ist klar: Die Fastenzeit ist ein \u201egeistlicher Fr\u00fchling\u201c, in dem der Mensch durch Umkehr und Gottes Wort zu neuer Bl\u00fcte gelangt, um dann in Freude das Osterfest \u2013 die Begegnung mit dem auferstandenen Herrn \u2013 feiern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:15px;margin-bottom:15px;width:100%;\"><div class=\"fusion-separator-border sep-single sep-solid\" style=\"--awb-height:20px;--awb-amount:20px;border-color:#ffac00;border-top-width:1px;\"><\/div><\/div><div class=\"fusion-image-element\" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\"fusion-imageframe imageframe-none imageframe-3 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"600\" title=\"Fastenzeit Tradition 4\" src=\"https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-4.png\" alt class=\"img-responsive wp-image-20820\" srcset=\"https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-4-200x133.png 200w, https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-4-400x267.png 400w, https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-4-600x400.png 600w, https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-4-800x533.png 800w, https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Fastenzeit-Tradition-4.png 900w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, (max-width: 640px) 100vw, 900px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-6 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-5 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:15px;margin-bottom:15px;width:100%;\"><div class=\"fusion-separator-border sep-single\" style=\"--awb-height:20px;--awb-amount:20px;border-color:#ffac00;border-top-width:1px;\"><\/div><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-title-8 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h2 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:28;line-height:1.2;\">Zum Schluss<\/h2><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-8\"><p data-start=\"134\" data-end=\"806\">Die Gro\u00dfe Fastenzeit der Armenischen Apostolischen Kirche ist weit mehr als eine Zeit des Verzichts \u2013 sie ist ein geistlicher Weg, der den Gl\u00e4ubigen zur inneren Erneuerung und zur tieferen Verbundenheit mit Gott f\u00fchren soll. Die Leseordnung der Fastenzeit ist bewusst so gestaltet, dass sie den Menschen schrittweise durch die Themen der Bu\u00dfe, der Demut, der Vorbereitung auf das g\u00f6ttliche Gericht und der Hoffnung auf Erl\u00f6sung leitet. Dabei spielen nicht nur die biblischen Texte eine Rolle, sondern auch die Heiligenfeste, die w\u00e4hrend der Fastenzeit gefeiert werden und die Verbindung zwischen biblischer Geschichte und der armenischen Glaubenserfahrung verdeutlichen.<\/p>\n<p data-start=\"808\" data-end=\"1301\">Im Vergleich zur orthodoxen und katholischen Tradition zeigt sich, dass die Armenische Kirche ihre eigene Struktur der Fastenzeit entwickelt hat \u2013 mit einer klar definierten 40-t\u00e4gigen Fastenzeit, gefolgt von der Fastenwoche der Passion. W\u00e4hrend die orthodoxe Kirche eine intensivere Vorbereitungsphase kennt und die katholische Kirche den Aschermittwoch als markanten Auftakt setzt, bleibt die armenische Tradition ihrer alten Struktur treu, die an die 40 Tage des Fastens Christi erinnert.<\/p>\n<p data-start=\"1303\" data-end=\"1803\">Trotz der liturgischen Unterschiede verbindet alle christlichen Traditionen das gemeinsame Ziel der Fastenzeit: die Vorbereitung auf die Feier der Auferstehung Christi. In dieser Zeit werden Gl\u00e4ubige dazu aufgerufen, nicht nur auf weltliche Gen\u00fcsse zu verzichten, sondern sich bewusst der Heiligen Schrift, dem Gebet und den Werken der N\u00e4chstenliebe zuzuwenden. Fasten ist somit nicht nur ein \u00e4u\u00dferlicher Ritus, sondern eine innere Haltung, die den Menschen verwandelt und ihn Christus n\u00e4herbringt.<\/p>\n<p data-start=\"1805\" data-end=\"2136\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Die Gro\u00dfe Fastenzeit bleibt eine Einladung zur Stille, zur Reflexion und zur Erneuerung des eigenen Glaubens. Sie erinnert daran, dass der Weg der Umkehr immer auch ein Weg der Gnade ist \u2013 und dass das Licht der Auferstehung am Ende dieser 40-t\u00e4gigen Pilgerreise wartet.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-7 fusion-flex-container hundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-background-position:left top;--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-padding-top:20px;--awb-padding-bottom:20px;--awb-background-color:#ffac00;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-stretch fusion-flex-content-wrap\" style=\"width:104% !important;max-width:104% !important;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-6 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-flex-column fusion-column-inner-bg-wrapper\" style=\"--awb-padding-top:10%;--awb-padding-right:10%;--awb-padding-bottom:10%;--awb-padding-left:10%;--awb-inner-bg-image:url(&#039;http:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/1582-auf-1164-signature.jpg&#039;);--awb-inner-bg-size:cover;--awb-width-large:50%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:3.84%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:3.84%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><span class=\"fusion-column-inner-bg hover-type-none\"><a class=\"fusion-column-anchor\" href=\"https:\/\/dakd.de\/mitgliedschaft\/%20\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\"><span class=\"fusion-column-inner-bg-image\"><\/span><\/a><\/span><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-center fusion-content-layout-column fusion-empty-column-bg-image fusion-column-has-bg-image\" data-bg-url=\"http:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/1582-auf-1164-signature.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"fusion-empty-dims-img-placeholder fusion-no-large-visibility\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\"><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-7 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-flex-column\" style=\"--awb-padding-top:10%;--awb-padding-right:10%;--awb-padding-bottom:10%;--awb-padding-left:10%;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:50%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:3.84%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:3.84%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-center fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-title title fusion-title-9 fusion-sep-none fusion-title-center fusion-title-text fusion-title-size-two\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h2 class=\"fusion-title-heading title-heading-center fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:28;line-height:1.2;\"><p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffffff;\">Werden Sie Mitglied!<\/span><\/p><\/h2><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-9\"><div class=\"fusion-text fusion-text-6\">\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffffff;\">Unterst\u00fctzen Sie die Armenische Kirche in Deutschland und Ihre Armenische Gemeinde Baden-W\u00fcrttemberg mit Ihrem Mitgliedsbeitrag.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">Werden Sie jetzt aktiv!<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div><div style=\"text-align:center;\"><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/dakd.de\/mitgliedschaft\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">JETZT MITGLIEDSCHAFT BEANTRAGEN<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":20823,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[65,102],"tags":[708,275,709,710,707],"class_list":["post-20791","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-glaubensfragen","category-sardaryan","tag-erloesung","tag-grosse-fastenzeit","tag-lesungen-in-der-grossen-fastenzeit","tag-sonntage-der-grossen-fastenzeit","tag-umkehr"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20791","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20791"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20791\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20840,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20791\/revisions\/20840"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20823"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20791"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20791"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20791"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}