{"id":21355,"date":"2025-05-08T15:25:20","date_gmt":"2025-05-08T13:25:20","guid":{"rendered":"https:\/\/agbw.org\/?p=21355"},"modified":"2025-05-08T15:25:20","modified_gmt":"2025-05-08T13:25:20","slug":"armenien-und-der-tag-der-befreiung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agbw.org\/am\/2025\/armenien-und-der-tag-der-befreiung\/","title":{"rendered":"Armenien und der Tag der Befreiung"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-title title fusion-title-1 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-one\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h1 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:35;line-height:1.2;\">Eine kleine Sowjetrepublik im gro\u00dfen Krieg<\/h1><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p class=\"\" data-start=\"314\" data-end=\"1794\">Als die deutsche Wehrmacht 1941 die Sowjetunion \u00fcberfiel, lag die Armenische SSR zwar fernab der Frontlinien, doch ihr Beitrag zum Sieg war unverkennbar. <strong data-start=\"468\" data-end=\"499\">Fast jeder f\u00fcnfte Einwohner<\/strong> der damaligen Sowjetrepublik \u2013 \u00fcber <strong data-start=\"536\" data-end=\"556\">300.000 Menschen<\/strong> \u2013 zog an die Front. Inklusive Armeniern aus anderen Teilen der UdSSR standen insgesamt rund <strong data-start=\"686\" data-end=\"712\">500.000 Sowjetarmenier<\/strong> in den Reihen der Roten Armee. Viele armenische Soldaten k\u00e4mpften mit beispiellosem Einsatz: Sechs <strong data-start=\"849\" data-end=\"874\">armenische Divisionen<\/strong> wurden aufgestellt \u2013 etwa die ber\u00fchmte <strong data-start=\"914\" data-end=\"949\">89. \u201eTamanyan\u201c Sch\u00fctzendivision<\/strong>, die in den K\u00e4mpfen um den Kaukasus und bei der Befreiung der Krim Herausragendes leistete und schlie\u00dflich an der Eroberung Berlins teilnahm.\u00a0Armenische Kommandeure erreichten die h\u00f6chsten R\u00e4nge: <strong data-start=\"1220\" data-end=\"1264\">f\u00fcnf Armenier trugen den Marschall-Titel<\/strong> der Sowjetunion (darunter der legend\u00e4re Marschall Hovhannes Baghramjan, Kommandeur der 1. Baltischen und sp\u00e4ter 3. Wei\u00dfrussischen Front). \u00dcber <strong data-start=\"1445\" data-end=\"1460\">60 Gener\u00e4le<\/strong> armenischer Herkunft kommandierten Verb\u00e4nde in allen Kriegsschaupl\u00e4tzen. Dieses kleine Land stellte der sowjetischen Kriegsmaschinerie also ein Vielfaches seiner demografischen M\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung \u2013 eine Mobilisierung, die nur mit enormem Patriotismus und Opferbereitschaft erkl\u00e4rbar ist.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"1796\" data-end=\"3079\">Auch jenseits des Schlachtfelds trug die Armenische SSR entscheidend zum Krieg bei. Bereits in den 1930er-Jahren als \u201e<strong data-start=\"1914\" data-end=\"1948\">Silicon Valley der Sowjetunion<\/strong>\u201c bekannt, stellte Armenien nun seine Industrie komplett auf R\u00fcstung um. <strong data-start=\"2058\" data-end=\"2217\">Fabriken in Jerewan und anderen St\u00e4dten produzierten Gummi, Kupfer, Aluminium, Karbid, Sprengstoff, Funkausr\u00fcstung und zahllose andere kriegswichtige G\u00fcter.<\/strong>\u00a0Insgesamt wurden w\u00e4hrend der Kriegsjahre in Armenien <strong data-start=\"2309\" data-end=\"2354\">\u00fcber 30 neue Fabriken und 110 Werkst\u00e4tten<\/strong> in Betrieb genommen, die mehr als <strong data-start=\"2389\" data-end=\"2418\">300 verschiedene Produkte<\/strong> f\u00fcr die Front herstellten.\u00a0Auch wissenschaftlich-kulturell leisteten Armenier Bemerkenswertes: So rettete der aus Armenien stammende Kunsthistoriker <strong data-start=\"2605\" data-end=\"2621\">Josef Orbel\u00ed<\/strong> als Direktor der Eremitage in Leningrad unersetzliche Kunstsch\u00e4tze vor den anr\u00fcckenden Truppen und dokumentierte sp\u00e4ter in N\u00fcrnberg die NS-Kunstraub-Verbrechen. Obwohl keine Schlacht auf armenischem Boden stattfand, war das gesamte Land in Kriegsstimmung: von den Fabrikhallen bis zu den Universit\u00e4ten herrschte Aufbruchsstimmung, \u00fcberall der Wille, das Vaterland zu verteidigen.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"3081\" data-end=\"3692\">Der Blutzoll dieser Anstrengung war immens. <strong data-start=\"3125\" data-end=\"3185\">\u00dcber 200.000 armenische Soldaten kehrten nicht mehr heim<\/strong>, gefallen auf den Feldern von Stalingrad bis Berlin \u2013 das entsprach <strong data-start=\"3254\" data-end=\"3280\">jedem siebten Bewohner<\/strong> der Armenischen SSR. Kaum eine Familie blieb unber\u00fchrt. Dieser hohe Preis spiegelt die Rolle Armeniens als wichtiger Mosaikstein im gro\u00dfen sowjetischen Kriegspuzzle wider: Ein kleines Volk, das nur eine Generation nach dem eigenen \u00dcberlebenskampf (dem Genozid von 1915) erneut gigantische Opfer im Kampf gegen den Faschismus brachte.<\/p>\n<hr \/>\n<h3 data-start=\"3694\" data-end=\"3746\">Diaspora und Armenische Apostolische Kirche<br \/>\nals zweite Front<\/h3>\n<p class=\"\" data-start=\"3748\" data-end=\"5236\">Armeniens Beitrag zum Zweiten Weltkrieg beschr\u00e4nkte sich nicht auf die Sowjetunion. <strong data-start=\"3832\" data-end=\"3893\">Weltweit mobilisierte die armenische Diaspora ihre Kr\u00e4fte<\/strong>, um die Achsenm\u00e4chte zu besiegen. \u00dcber <strong data-start=\"3933\" data-end=\"3969\">100.000 Armenier in der Diaspora<\/strong> traten in die Streitkr\u00e4fte der Alliierten ein. Darunter k\u00e4mpften fast <strong data-start=\"4079\" data-end=\"4111\">20.000 armenischst\u00e4mmige GIs<\/strong> in der US-Armee und tausende Diaspora-Armenier in der franz\u00f6sischen R\u00e9sistance.\u00a0Ber\u00fchmt wurde in Frankreich die <strong data-start=\"4263\" data-end=\"4300\">Maquis-Gruppe um Misak Manuschian<\/strong>, einen armenischen Dichter und Genozid-\u00dcberlebenden, der als Anf\u00fchrer einer Partisaneneinheit Dutzende Sabotageakte gegen die deutschen Besatzer durchf\u00fchrte.\u00a0Manuschian wurde hingerichtet, doch sein Mut machte ihn posthum zum franz\u00f6sischen Nationalhelden \u2013 <strong data-start=\"4636\" data-end=\"4698\">ein Armenier als Symbol des antifaschistischen Widerstands<\/strong> in Europa. \u00c4hnliche Geschichten wiederholten sich von Griechenland bis Nordafrika, wo verstreute Gemeinden S\u00f6hne an die Front schickten oder heimlich die Alliierten unterst\u00fctzten. Armenier k\u00e4mpften in nahezu <strong data-start=\"4985\" data-end=\"5011\">jedem Kriegsschauplatz<\/strong> \u2013 ob in sowjetischen oder alliierten Uniformen, ob als Soldaten oder Partisanen \u2013, wodurch das ganze armenische Volk in Ost und West Teil des gemeinsamen Kampfes gegen den Nazismus war.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"5238\" data-end=\"7127\">Eine besondere Rolle bei der weltweiten Mobilisierung spielte die <strong data-start=\"5304\" data-end=\"5338\">Armenische Apostolische Kirche<\/strong>. W\u00e4hrend Stalins Regime daheim Religionsgemeinschaften kaum frei agieren lie\u00df, nutzten armenische Geistliche im In- und Ausland ihre Autorit\u00e4t, um das Volk zu einen. Schon im Juli 1941 rief der amtierende <strong>Katholikos Kevorg Tschorektschjan<\/strong>, alle Armenier \u2013 unabh\u00e4ngig vom Wohnort \u2013 zum Beitrag f\u00fcr den \u201eHeiligen Krieg\u201c gegen Hitler auf. Dieser Appell zeigte Wirkung: <strong data-start=\"5769\" data-end=\"5846\">Diaspora-Gemeinden von Beirut bis Boston sammelten Geld, Gold und Juwelen<\/strong>, um die Rote Armee zu unterst\u00fctzen. Unter Schirmherrschaft der Kirche wurden eigens Spendenkomitees gegr\u00fcndet, etwa 1943 in New York. Die Hilfsbereitschaft war so gro\u00df, dass von dem Geld komplette milit\u00e4rische Einheiten finanziert werden konnten. Ber\u00fchmt ist der Fall der <strong data-start=\"6158\" data-end=\"6192\">\u201eSasuntsi-Davit\u201c-Panzerkolonne<\/strong>: Diaspora-Armenier in den USA, im Nahen Osten und sogar in \u00c4thiopien spendeten so viel, dass Anfang 1944 <strong data-start=\"6298\" data-end=\"6326\">21 nagelneue T-34-Panzer<\/strong> angeschafft und von Etschmiadsin (dem Sitz des Katholikos in Armenien) aus an die Front geschickt wurden. Diese Panzer trugen stolz den armenischen Namen \u201eDavid von Sasun\u201c \u2013 nach dem Helden einer Volksepos \u2013 auf ihren T\u00fcrmen und rollten vom Dnjestr bis nach Ostpreu\u00dfen im Kampf gegen die Wehrmacht. Sogar die <strong data-start=\"6753\" data-end=\"6790\">armenische Kirche selbst spendete<\/strong> aus ihrem bescheidenen Schatz \u2013 rund 800.000 Rubel und andere Wertgegenst\u00e4nde \u2013 f\u00fcr die Kriegskasse. Pl\u00e4ne, noch eine zweite Diaspora-finanzierte Einheit aufzustellen (benannt nach Marschall Baghramjan), wurden lediglich vom schnellen Kriegsende durchkreuzt.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"7129\" data-end=\"8018\">Dieser Schulterschluss zwischen Heimat und Diaspora war beispiellos. <strong data-start=\"7198\" data-end=\"7290\">Die gesamte armenische Nation k\u00e4mpfte, direkt oder indirekt, an der Seite der Alliierten.<\/strong> Der damalige Katholikos wurde gar als \u201eVolksf\u00fchrer\u201c verehrt, weil er es verstand, <strong data-start=\"7425\" data-end=\"7495\">alle Armenier \u00fcber Grenzen hinweg im gemeinsamen Kampf zu vereinen. <\/strong>Die Armenische Apostolische Kirche fungierte so als <strong data-start=\"7588\" data-end=\"7607\">geistige Br\u00fccke<\/strong>, die den Patriotismus n\u00e4hrte und die Identit\u00e4t st\u00e4rkte \u2013 ein Faktor, der gerade in Kriegszeiten von unsch\u00e4tzbarem Wert war. Diaspora-Armenier, motiviert durch Appelle aus Etschmiadsin und getrieben von der Erfahrung fr\u00fcherer Verfolgung, sahen den Kampf gegen Hitler auch als Pr\u00e4vention neuer Genozide. So wurde <strong data-start=\"7919\" data-end=\"7949\">Glaube mit Vaterlandsliebe<\/strong> verbunden, was half, die verstreuten Kr\u00e4fte eines Volkes zu b\u00fcndeln.<\/p>\n<hr \/>\n<\/div><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:15px;margin-bottom:15px;width:100%;\"><div class=\"fusion-separator-border sep-single sep-solid\" style=\"--awb-height:20px;--awb-amount:20px;border-color:#ffac00;border-top-width:1px;\"><\/div><\/div><div class=\"fusion-image-element\" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\"fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"771\" title=\"Hamashkharain 2\" src=\"https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Elya-2.jpg\" alt class=\"img-responsive wp-image-21356\" srcset=\"https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Elya-2-200x129.jpg 200w, https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Elya-2-400x257.jpg 400w, https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Elya-2-600x386.jpg 600w, https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Elya-2-800x514.jpg 800w, https:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Elya-2.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, (max-width: 640px) 100vw, 1200px\" \/><\/span><\/div><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:15px;margin-bottom:15px;width:100%;\"><div class=\"fusion-separator-border sep-single sep-solid\" style=\"--awb-height:20px;--awb-amount:20px;border-color:#ffac00;border-top-width:1px;\"><\/div><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-2\"><hr \/>\n<h3 data-start=\"8020\" data-end=\"8061\">Heldenehrung und nationales Ged\u00e4chtnis<\/h3>\n<p class=\"\" data-start=\"8063\" data-end=\"9521\">Nach 1945 kehrte zwar Frieden ein, doch in Armenien lebte die Erinnerung an den Krieg in jeder Stra\u00dfe fort. <strong data-start=\"8171\" data-end=\"8217\">\u00dcberall im Land wurden Ehrenmale errichtet<\/strong>, um der Gefallenen zu gedenken \u2013 von einfachen Dorfdenkm\u00e4lern bis zum monumentalen <strong data-start=\"8301\" data-end=\"8322\">\u201eMutter Armenien\u201c<\/strong> in Jerewan, einer 22 Meter hohen Statue, die sch\u00fctzend ein Schwert h\u00e4lt. Schon in den letzten Kriegstagen, am 9. Mai 1945, erstrahlte \u00fcber dem Lenin-Platz in Jerewan ein Festfeuerwerk, und die Republik feierte inbr\u00fcnstig den Sieg \u00fcber den Faschismus.\u00a0In den folgenden Jahrzehnten der Sowjetzeit wurde der <strong data-start=\"8745\" data-end=\"8763\">Tag des Sieges<\/strong> jedes Jahr begangen: Veteranen mit Ordensspangen versammelten sich in Parks, Schulkinder lernten von ihren Gro\u00dfv\u00e4tern die Geschichten von der Front. Das <strong data-start=\"8917\" data-end=\"8953\">Andenken an die \u201eHeldenbefreier\u201c<\/strong> wurde offizieller Teil der Geschichtspolitik \u2013 rund <strong data-start=\"9006\" data-end=\"9029\">600 Kriegsdenkm\u00e4ler<\/strong> stehen bis heute unter staatlichem Schutz in Armenien. Sie sind gepflegte Orte der Ehrung, an denen am 9. Mai rote Nelken niedergelegt werden. Die gr\u00f6\u00dfte dieser Gedenkst\u00e4tten, der <strong data-start=\"9249\" data-end=\"9304\">Siegespark mit dem Grabmal des unbekannten Soldaten<\/strong> unter der Mutter-Armenien-Statue, ist bis heute nach der Genozid-Gedenkst\u00e4tte Tsitsernakaberd der meistbesuchte Erinnerungsort des Landes.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"9523\" data-end=\"11365\">Gleichwohl nimmt der Zweite Weltkrieg im armenischen Geschichtsbewusstsein eine <strong data-start=\"9603\" data-end=\"9622\">andere Stellung<\/strong> ein als in Russland. Historiker weisen darauf hin, dass der \u201eGro\u00dfe Vaterl\u00e4ndische Krieg\u201c zwar <strong data-start=\"9717\" data-end=\"9761\">wichtig, aber nicht die Gr\u00fcndungslegende<\/strong> der modernen armenischen Nation ist. Diese Rolle spielt vielmehr der <strong data-start=\"9870\" data-end=\"9893\">V\u00f6lkermord von 1915<\/strong>, dessen Trauma und Mahnung bis heute die armenische Identit\u00e4t pr\u00e4gen. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Kriegsgedenken verblasst w\u00e4re \u2013 im Gegenteil: Die Erinnerung an 1941\u20131945 wurde in Armenien mit nationalen Narrativen verflochten. <strong data-start=\"10170\" data-end=\"10251\">Sowjetische und armenische Erinnerungskultur gingen eine Art \u201eKompromiss\u201c ein<\/strong>. Man ehrte die gemeinsamen sowjetischen Siege, betonte aber zugleich die <strong data-start=\"10364\" data-end=\"10394\">eigenen armenischen Helden<\/strong> und Opfer. Nach der Unabh\u00e4ngigkeit 1991 blieben die meisten sowjetischen Kriegerdenkm\u00e4ler unangetastet, nur offensichtlich kommunistische Symbole verschwanden.\u00a0An vielen <strong data-start=\"10604\" data-end=\"10648\">Sowjet-Mahnmalen kamen neue Tafeln hinzu<\/strong>, die zus\u00e4tzlich die Gefallenen der j\u00fcngeren Konflikte \u2013 insbesondere der <strong data-start=\"10722\" data-end=\"10741\">Karabach-Kriege<\/strong> \u2013 w\u00fcrdigen. In Jerewan etwa erinnert heute im Siegespark nicht nur die Mutter-Armenien an 1945, sondern auch benachbarte Denkmale an die Helden von <strong data-start=\"10929\" data-end=\"10946\">Schuschi 1992<\/strong> (der Befreiung der Stadt im ersten Berg Karabach Krieg). Diese bewusste <strong data-start=\"11017\" data-end=\"11053\">Verschr\u00e4nkung der Gedenkkulturen<\/strong> sorgt daf\u00fcr, dass am 9. Mai sowohl an den Sieg \u00fcber Hitler wie an die Siege in Karabach erinnert wird. So legt mancher Veteran der j\u00fcngsten Kriege eine Blume auch am Mahnmal nieder \u2013 Vergangenheit und Gegenwart treten in Dialog.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"11367\" data-end=\"12315\">Im heutigen Nationalbewusstsein steht der Zweite Weltkrieg somit einerseits f\u00fcr <strong data-start=\"11447\" data-end=\"11472\">Stolz und Dankbarkeit<\/strong> \u2013 stolz auf den Beitrag der Vorfahren zur Befreiung von Nazismus, dankbar f\u00fcr den erzielten Frieden \u2013, andererseits auch als <strong data-start=\"11602\" data-end=\"11613\">Mahnung<\/strong>. Die Geschichten von Gro\u00dfv\u00e4tern, die in den Sch\u00fctzengr\u00e4ben von Kursk oder den W\u00e4ldern des Balkans k\u00e4mpften, werden in armenischen Familien weitergegeben als Lektionen \u00fcber Patriotismus, Zusammenhalt und die Wachsamkeit gegen\u00fcber Existenzbedrohungen. In jedem Mai sieht man in Jerewan \u00e4ltere Menschen mit schwarz-orangenen Georgsb\u00e4ndern (einem Sowjetorden-Symbol) und zugleich junge Pfadfinder, die Portr\u00e4ts gefallener Verwandter hochhalten. Das Land gedenkt seiner \u201egro\u00dfen Generation\u201c, aber immer mit dem Unterton: <em data-start=\"12129\" data-end=\"12142\">Nie wieder.<\/em> Nie wieder Faschismus, nie wieder weltweiter Krieg \u2013 und f\u00fcr Armenien insbesondere: nie wieder das Gef\u00fchl, allein auf weiter Flur um das eigene \u00dcberleben k\u00e4mpfen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<hr \/>\n<h3 data-start=\"12317\" data-end=\"12350\">Alte Allianzen, neue Konflikte<\/h3>\n<p class=\"\" data-start=\"12352\" data-end=\"14345\">Mit diesem Geschichtsverst\u00e4ndnis im Gep\u00e4ck blickt Armenien auf eine Gegenwart, die erneut von gef\u00e4hrlichen Spannungen gepr\u00e4gt ist. <strong data-start=\"12483\" data-end=\"12518\">Heute, 80 Jahre nach Kriegsende<\/strong>, ist das kleine Land im S\u00fcdkaukasus wieder mit existenziellen Fragen konfrontiert \u2013 allerdings in einer Welt, in der die klaren Fronten von 1945 fehlen. Armenien steht eingekeilt zwischen historischen Widersachern und unsicheren B\u00fcndnispartnern. <strong data-start=\"12765\" data-end=\"12779\">Die T\u00fcrkei<\/strong>, die zur Zeit des Zweiten Weltkriegs zwar neutral blieb, war f\u00fcr Armenier schon damals ein latenter Bedrohungsfaktor (Stalin stationierte sicherheitshalber armenische Divisionen an der Grenze zur T\u00fcrkei. Bis heute <strong data-start=\"13034\" data-end=\"13092\">weigert sich Ankara, den Genozid von 1915 anzuerkennen<\/strong>, und pflegt ein enges B\u00fcndnis mit Armeniens erbittertem Nachbarn <strong data-start=\"13158\" data-end=\"13175\">Aserbaidschan<\/strong>. Letzteres hat in den letzten Jahren mit t\u00fcrkischer und israelischer Unterst\u00fctzung zwei Kriege um die Region Bergkarabach gef\u00fchrt \u2013 1992-94 und 2020 \u2013 und dabei erhebliche Gebietsgewinne erzielt. <strong data-start=\"13355\" data-end=\"13377\">Der Krieg von 2020<\/strong>, ein 44-t\u00e4giger Konflikt um die \u00fcberwiegend armenisch besiedelte Region Arzakh (Berg Karabach), endete f\u00fcr Armenien verlustreich; \u00fcber <strong data-start=\"13512\" data-end=\"13540\">4.000 gefallene Soldaten<\/strong> und die Preisgabe Artsakhs waren die Folge. Russland intervenierte als Vermittler mit einem Waffenstillstand \u2013 und stationierte Friedenstruppen \u2013, doch ein echter Frieden blieb aus. <strong data-start=\"13737\" data-end=\"13768\">Grenzgefechte und Blockaden<\/strong> halten die Bedrohungslage aufrecht. Im armenischen Alltagsbewusstsein haben sich die Bilder eingebrannt: Drohnenangriffe auf armenische D\u00f6rfer, Fl\u00fcchtlingskolonnen aus Artsakh, die Furcht vor einer geschlossenen t\u00fcrkisch-aserbaidschanischen Front. Viele Armenier sehen in diesen Entwicklungen ein unheilvolles Echo ihrer Geschichte: den Versuch, ein kleines Volk in die Knie zu zwingen. Entsprechend emotional ist die \u00f6ffentliche Rhetorik \u2013 Aserbaidschans Vorgehen wird mitunter offen als Fortsetzung jener Aggression verstanden, der man einst 1945 \u201eNie wieder\u201c entgegenrief.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"14347\" data-end=\"16618\">Doch anders als 1941\u201345 fehlt heute die Gewissheit eines verl\u00e4sslichen starken Verb\u00fcndeten. <strong data-start=\"14439\" data-end=\"14451\">Russland<\/strong>, einst im Gro\u00dfen Vaterl\u00e4ndischen Krieg der \u201egro\u00dfe Bruder\u201c und seit Jahrzehnten Armeniens Schutzmacht, hat aus armenischer Sicht an Zuverl\u00e4ssigkeit verloren. Obwohl formell durch einen Verteidigungsvertrag und eine russische Basis in Armenien verbunden, blieb Moskau w\u00e4hrend kritischer Momente \u2013 etwa Aserbaidschans Vorsto\u00df 2020 oder der Blockade des Lachin-Korridors 2022\/23 \u2013 auffallend passiv. In Jerewan f\u00fchlt man sich von Putin <em data-start=\"14884\" data-end=\"14903\">im Stich gelassen<\/em>: \u201eRussland hat Armenien verraten, indem es seinen B\u00fcndnispflichten zum Schutz der armenischen Souver\u00e4nit\u00e4t nicht nachkam\u201c, lautet inzwischen der breite Konsens. Diese Entt\u00e4uschung sitzt tief, zumal die gemeinsame Siegeserz\u00e4hlung von 1945 lange ein Fundament der Freundschaft war. Nun aber sieht sich Armenien gezwungen, <strong data-start=\"15263\" data-end=\"15276\">neue Wege<\/strong> zu gehen \u2013 etwa mit zaghaften <strong data-start=\"15307\" data-end=\"15345\">Ann\u00e4herungen an die EU und die USA<\/strong>, so schmerzhaft das die einstige Moskauer Allianz auch belastet. Gleichzeitig wei\u00df man: Russland bleibt (schon geografisch) ein Faktor, den man nicht ignorieren kann. So entstand j\u00fcngst eine eigenartige <strong data-start=\"15588\" data-end=\"15633\">Balance zwischen Abwendung und Ann\u00e4herung<\/strong>: 2024 distanzierte sich Armeniens Regierung demonstrativ von Moskau, schloss etwa Milit\u00e4r\u00fcbungen mit den USA ab; doch schon im Fr\u00fchjahr 2025, als ein m\u00f6gliches Friedensabkommen mit Aserbaidschan greifbar schien, bem\u00fchte sich Jerewan wieder um Kreml-Kontakte. In einem symboltr\u00e4chtigen Schritt k\u00fcndigte Premier Nikol Paschinjan an, am <strong data-start=\"16046\" data-end=\"16061\">9. Mai 2025<\/strong> \u2013 dem russischen \u201eSiegestag\u201c \u2013 zur Milit\u00e4rparade nach Moskau zu reisen. Fast spiegelbildlich tat dies auch Aserbaidschans Pr\u00e4sident Alijew. Die einst gemeinsame Siegesfeier von 1945 wird so zur <strong data-start=\"16334\" data-end=\"16368\">diplomatischen B\u00fchne von heute<\/strong>, auf der beide Kontrahenten um Russlands Gunst buhlen. Geschichte wiederholt sich hier nicht, aber sie wird bewusst zitiert: Man wei\u00df um die Bedeutung, die der Kreml der Weltkriegserinnerung beimisst, und versucht diese f\u00fcr aktuelle Ziele zu nutzen.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"16620\" data-end=\"17725\">W\u00e4hrenddessen bleiben die <strong data-start=\"16646\" data-end=\"16671\">regionalen Spannungen<\/strong> hoch. Die Waffenruhe mit Aserbaidschan ist fragil, die Verhandlungen z\u00e4h. Der <strong data-start=\"16750\" data-end=\"16771\">Blick nach Westen<\/strong>, zu Europa und der gro\u00dfen armenischen Diaspora dort, gewinnt daher f\u00fcr Armenien strategisch und moralisch an Gewicht. In schweren Stunden \u2013 sei es Krieg oder politische Isolation \u2013 konnte sich Armenien stets auf seine weltweite Gemeinschaft st\u00fctzen. Schon 1945 half die Diaspora tatkr\u00e4ftig; heute macht sie in Washington, Paris oder Berlin die \u00d6ffentlichkeit auf Armeniens Lage aufmerksam. Westliche Staaten vermitteln zunehmend zwischen Jerewan und Baku, doch echte Sicherheit ist f\u00fcr Armenier nur in Reichweite, wenn es gelingt, <strong data-start=\"17303\" data-end=\"17332\">Lehren aus der Geschichte<\/strong> umzusetzen. Diese Lehren lauten: <em data-start=\"17366\" data-end=\"17520\">Allianzen m\u00fcssen verl\u00e4sslich sein. Internationale Solidarit\u00e4t ist \u00fcberlebenswichtig. Und ein Volk, das um sein Dasein k\u00e4mpft, darf nie vergessen werden.<\/em> Mit mahnendem Blick auf 1945 appelliert Armenien an die Weltgemeinschaft, aktuellen Aggressoren entschlossen entgegenzutreten \u2013 damit die Opfer von gestern nicht durch Unt\u00e4tigkeit heute entwertet werden.<\/p>\n<hr \/>\n<h3 data-start=\"17727\" data-end=\"17788\">Glaube und Identit\u00e4t: Die Kirche als Br\u00fccke in Deutschland<\/h3>\n<p class=\"\" data-start=\"17790\" data-end=\"19698\">Doch trotz aller geopolitischen Unsicherheit sch\u00f6pft Armenien Hoffnung aus der Best\u00e4ndigkeit seiner Kultur und Diaspora \u2013 exemplifiziert durch die Rolle der <strong data-start=\"17947\" data-end=\"17979\">armenischen Kirche in Europa<\/strong>. In <strong data-start=\"17984\" data-end=\"17999\">Deutschland<\/strong> etwa, wo inzwischen zehntausende Armenier leben, dient die Armenische Apostolische Kirche als <strong data-start=\"18094\" data-end=\"18131\">kulturelle und spirituelle Br\u00fccke<\/strong> zwischen der alten Heimat und der neuen Umgebung. Die 1991 gegr\u00fcndete <strong data-start=\"18202\" data-end=\"18251\">Di\u00f6zese der Armenischen Kirche in Deutschland<\/strong> mit Sitz in K\u00f6ln betreut Gemeinden im ganzen Bundesgebiet.\u00a0Ihr Zentrum ist die Kirche <strong data-start=\"18416\" data-end=\"18437\">Surp Sahak Mesrop<\/strong> in K\u00f6ln, eine ehemals katholische Kirche, die heute als Kathedrale der armenischen Gemeinde dient.\u00a0Sogar in kleineren St\u00e4dten \u2013 etwa im schw\u00e4bischen <strong data-start=\"18626\" data-end=\"18639\">G\u00f6ppingen<\/strong>, wo den Armeniern eine einstige evangelische Kirche zur Verf\u00fcgung steht \u2013 hat die Gemeinde ein Zuhause. Diese Gottesh\u00e4user sind weit mehr als nur Orte des Gebets. <strong data-start=\"18842\" data-end=\"18875\">Sie sind Gemeinschaftszentren<\/strong>, in denen Armenier der zweiten und dritten Generation ihre Sprache lernen, traditionelle Lieder singen und an Gedenkfeiern teilnehmen. Die Kirche bewahrt und vermittelt armenisches Kulturerbe \u2013 von der uralten Liturgie bis zur Erinnerung an historische Ereignisse \u2013 und hilft so, die nationale Identit\u00e4t lebendig zu halten. Nicht umsonst gilt die Apostolische Kirche vielen als <strong data-start=\"19293\" data-end=\"19330\">H\u00fcterin der armenischen Identit\u00e4t<\/strong> schlechthin. In der deutschen Fremde schafft sie ein Gef\u00fchl von Heimat: Hier finden sich die Nachfahren der Genozid\u00fcberlebenden, der Weltkriegsveteranen und der Sowjetemigranten unter einem Dach zusammen, um gemeinsam Weihnachten nach dem alten Kalender zu feiern oder jedes Jahr am 24. April den Genozid von 1915 zu gedenken.<\/p>\n<p class=\"\" data-start=\"19700\" data-end=\"20526\">Zugleich wirkt die armenische Kirche als <strong data-start=\"19741\" data-end=\"19783\">Br\u00fcckenbauer zur Mehrheitsgesellschaft<\/strong>. Durch \u00f6kumenische Kontakte \u2013 etwa in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen \u2013 und kulturelle Veranstaltungen machen armenische Gemeinden in Deutschland ihre reiche Geschichte sicht- und h\u00f6rbar. So mancher Deutsche, der ein Konzert mit geistlichen Liedern des Komitas oder eine Ausstellung \u00fcber armenische Kunst besucht, lernt beil\u00e4ufig auch etwas \u00fcber Armeniens Rolle im Zweiten Weltkrieg oder den Einsatz der Diaspora. Die Kirche repr\u00e4sentiert damit das armenische Volk in W\u00fcrde nach au\u00dfen, w\u00e4hrend sie nach innen f\u00fcr Zusammenhalt sorgt. Gerade in Zeiten, da Armenien politisch um seinen Platz ringt, wird die Diaspora \u2013 gest\u00fctzt auf Institutionen wie die Kirche \u2013 zu einer <strong data-start=\"20466\" data-end=\"20494\">lebendigen Botschafterin<\/strong> armenischer Belange in Europa.<\/p>\n<hr \/>\n<h3 class=\"\" data-start=\"20528\" data-end=\"20561\">Mit Geschichte in die Zukunft<\/h3>\n<p class=\"\" data-start=\"20563\" data-end=\"21797\">Am Ende f\u00fchrt der Weg Armeniens immer wieder zur\u00fcck zur Geschichte. <strong data-start=\"20631\" data-end=\"20666\">Das Erbe des Zweiten Weltkriegs<\/strong> \u2013 die Geschichten von Heldenmut und Opfer, von globaler Solidarit\u00e4t und geteiltem Sieg \u2013 begleitet die armenische Nation bis heute als Inspiration und Warnung zugleich. In den Mahnwachen vor den Kriegsdenkm\u00e4lern fl\u00fcstert die Vergangenheit den J\u00fcngeren zu: <em data-start=\"20923\" data-end=\"20966\">Bleibt wachsam, seid einig, erinnert euch<\/em>. Das kleine Armenien hat in den dunkelsten Stunden des 20. Jahrhunderts Gro\u00dfes geleistet und Schreckliches erduldet. Dieses Verm\u00e4chtnis verpflichtet. Es mahnt die Armenier, in der Gegenwart klug und geschlossen zu handeln \u2013 und es mahnt die Welt, Armeniens Stimme nicht zu \u00fcberh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Gr\u00f6\u00dfe einer Nation bemisst sich nicht an ihrer Einwohnerzahl, sondern an der Gr\u00f6\u00dfe ihrer Tr\u00e4ume und der Tiefe ihres Ged\u00e4chtnisses. Armenien tr\u00e4umt vom Frieden \u2013 und sein Ged\u00e4chtnis ruft uns allen ins Bewusstsein, welch hohen Preis die Freiheit hat. <strong data-start=\"21602\" data-end=\"21796\">Die Geschichte Armeniens im Zweiten Weltkrieg ist daher mehr als ein R\u00fcckblick \u2013 sie ist ein Appell an die Gegenwart, verantwortungsvoll mit Frieden, B\u00fcndnissen und Menschlichkeit umzugehen.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"\" data-start=\"21799\" data-end=\"22384\"><strong data-start=\"21799\" data-end=\"21811\">Quellen:<\/strong> Diaspora &amp; Kirche im Krieg, <a href=\"https:\/\/hy.wikipedia.org\/wiki\/%D4%B5%D6%80%D5%AF%D6%80%D5%B8%D6%80%D5%A4_%D5%B0%D5%A1%D5%B4%D5%A1%D5%B7%D5%AD%D5%A1%D6%80%D5%B0%D5%A1%D5%B5%D5%AB%D5%B6_%D5%BA%D5%A1%D5%BF%D5%A5%D6%80%D5%A1%D5%A6%D5%B4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hy.wikipedia.org<\/a>;\u00a0 <span class=\"\" data-state=\"closed\"><span class=\"ms-1 inline-flex max-w-full items-center relative top-&#091;-0.094rem&#093; animate-&#091;show_150ms_ease-in&#093;\"><a class=\"flex h-4.5 overflow-hidden rounded-xl px-2 text-&#091;0.5625em&#093; font-medium text-token-text-secondary! bg-&#091;#F4F4F4&#093;! dark:bg-&#091;#303030&#093;! transition-colors duration-150 ease-in-out\" href=\"https:\/\/military-history.fandom.com\/wiki\/Sassuntsi-Davit_Tank_Regiment#:~:text=The%20regiment%20was%20formed%20in,were%20established%2C%20including%20the%20first\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span class=\"relative start-0 bottom-0 flex h-full w-full items-center\"><span class=\"flex h-4 w-full items-center justify-between overflow-hidden\"><span class=\"max-w-full grow truncate overflow-hidden text-center\">military-history.fandom.com<\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/span><span class=\"\" data-state=\"closed\"><span class=\"ms-1 inline-flex max-w-full items-center relative top-&#091;-0.094rem&#093; animate-&#091;show_150ms_ease-in&#093;\"><a class=\"flex h-4.5 overflow-hidden rounded-xl px-2 text-&#091;0.5625em&#093; font-medium text-token-text-secondary! bg-&#091;#F4F4F4&#093;! dark:bg-&#091;#303030&#093;! transition-colors duration-150 ease-in-out\" href=\"https:\/\/military-history.fandom.com\/wiki\/Sassuntsi-Davit_Tank_Regiment#:~:text=US%24115%2C000%20were%20raised%20in%20the,newer%20generation%20%2062%20tanks\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span class=\"relative start-0 bottom-0 flex h-full w-full items-center\"><span class=\"flex h-4 w-full items-center justify-between overflow-hidden\"><span class=\"max-w-full grow truncate overflow-hidden text-center\">military-history.fandom.com<\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/span>; Erinnerungskultur <span class=\"\" data-state=\"closed\"><span class=\"ms-1 inline-flex max-w-full items-center relative top-&#091;-0.094rem&#093; animate-&#091;show_150ms_ease-in&#093;\"><a class=\"flex h-4.5 overflow-hidden rounded-xl px-2 text-&#091;0.5625em&#093; font-medium text-token-text-secondary! bg-&#091;#F4F4F4&#093;! dark:bg-&#091;#303030&#093;! transition-colors duration-150 ease-in-out\" href=\"https:\/\/en.odkb-csto.org\/75-letie-pobedy\/pobeda-na-vsekh-odna\/kazhdyy-pyatyy-zhitel-armenii-ushel-na-front-vsego-za-gody-voyny-v-sovetskuyu-armiyu-bylo-mobilizova\/#:~:text=joy%20of%20the%20Great%20Victory,over%20fascism\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span class=\"relative start-0 bottom-0 flex h-full w-full items-center\"><span class=\"flex h-4 w-full items-center justify-between overflow-hidden\"><span class=\"max-w-full grow truncate overflow-hidden text-center\">en.odkb-csto.org<\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/span><span class=\"\" data-state=\"closed\"><span class=\"ms-1 inline-flex max-w-full items-center relative top-&#091;-0.094rem&#093; animate-&#091;show_150ms_ease-in&#093;\"><a class=\"flex h-4.5 overflow-hidden rounded-xl px-2 text-&#091;0.5625em&#093; font-medium text-token-text-secondary! bg-&#091;#F4F4F4&#093;! dark:bg-&#091;#303030&#093;! transition-colors duration-150 ease-in-out\" href=\"https:\/\/cultures-of-remembrance.com\/en\/essays\/nationalization-of-memory-about-world-war-ii-in-armenia-1991-2021\/#:~:text=match%20at%20L170%20Armenia%E2%80%9D%20and,times%20increase%20the%20number%20of\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span class=\"relative start-0 bottom-0 flex h-full w-full items-center\"><span class=\"flex h-4 w-full items-center justify-between overflow-hidden\"><span class=\"max-w-full grow truncate overflow-hidden text-center\">cultures-of-remembrance.com<\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/span>; Aktuelle geopolitische Lage <span class=\"\" data-state=\"closed\"><span class=\"ms-1 inline-flex max-w-full items-center relative top-&#091;-0.094rem&#093; animate-&#091;show_150ms_ease-in&#093;\"><a class=\"flex h-4.5 overflow-hidden rounded-xl px-2 text-&#091;0.5625em&#093; font-medium text-token-text-secondary! bg-&#091;#F4F4F4&#093;! dark:bg-&#091;#303030&#093;! transition-colors duration-150 ease-in-out\" href=\"https:\/\/eurasianet.org\/armenia-rushes-to-reengage-russia-aiming-to-outflank-azerbaijan#:~:text=Yerevan%20as%20Armenia%E2%80%99s%20geopolitical%20protector%2C,obligations%20to%20defend%20Armenian%20sovereignty\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span class=\"relative start-0 bottom-0 flex h-full w-full items-center\"><span class=\"flex h-4 w-full items-center justify-between overflow-hidden\"><span class=\"max-w-full grow truncate overflow-hidden text-center\">eurasianet.org<\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/span><span class=\"ms-1 inline-flex max-w-full items-center relative top-&#091;-0.094rem&#093; animate-&#091;show_150ms_ease-in&#093;\"><a class=\"flex h-4.5 overflow-hidden rounded-xl px-2 text-&#091;0.5625em&#093; font-medium text-token-text-secondary! bg-&#091;#F4F4F4&#093;! dark:bg-&#091;#303030&#093;! transition-colors duration-150 ease-in-out\" href=\"https:\/\/eurasianet.org\/armenia-rushes-to-reengage-russia-aiming-to-outflank-azerbaijan#:~:text=Baku%E2%80%99s%20belligerence%2C%20combined%20with%20concerns,on%20May%209%20in%20Moscow\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span class=\"relative start-0 bottom-0 flex h-full w-full items-center\"><span class=\"flex h-4 w-full items-center justify-between overflow-hidden\"><span class=\"max-w-full grow truncate overflow-hidden text-center\">eurasianet.org<\/span><\/span><\/span><\/a><\/span>; Armenische Kirche in Deutschland <span class=\"\" data-state=\"closed\"><span class=\"ms-1 inline-flex max-w-full items-center relative top-&#091;-0.094rem&#093; animate-&#091;show_150ms_ease-in&#093;\"><a class=\"flex h-4.5 overflow-hidden rounded-xl px-2 text-&#091;0.5625em&#093; font-medium text-token-text-secondary! bg-&#091;#F4F4F4&#093;! dark:bg-&#091;#303030&#093;! transition-colors duration-150 ease-in-out\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Di%C3%B6zese_der_Armenischen_Kirche_in_Deutschland#:~:text=match%20at%20L306%20,ehemalige%20evangelische%20Kirche%20zur%20Verf%C3%BCgung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span class=\"relative start-0 bottom-0 flex h-full w-full items-center\"><span class=\"flex h-4 w-full items-center justify-between overflow-hidden\"><span class=\"max-w-full grow truncate overflow-hidden text-center\">de.wikipedia.org<\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/span><span class=\"\" data-state=\"closed\"><span class=\"ms-1 inline-flex max-w-full items-center relative top-&#091;-0.094rem&#093; animate-&#091;show_150ms_ease-in&#093;\"><a class=\"flex h-4.5 overflow-hidden rounded-xl px-2 text-&#091;0.5625em&#093; font-medium text-token-text-secondary! bg-&#091;#F4F4F4&#093;! dark:bg-&#091;#303030&#093;! transition-colors duration-150 ease-in-out\" href=\"https:\/\/www.britannica.com\/topic\/Armenian-Apostolic-Church#:~:text=The%20Armenian%20Apostolic%20Church%20is,these%20issues%20have%20been%20resolved\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span class=\"relative start-0 bottom-0 flex h-full w-full items-center\"><span class=\"flex h-4 w-full items-center justify-between overflow-hidden\"><span class=\"max-w-full grow truncate overflow-hidden text-center\">britannica.com<\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/span>.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":21357,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[58,141,73],"tags":[810,172,812,811,809],"class_list":["post-21355","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-armenien","category-ref5","tag-8-mai-1945-1945-gegen-rassismus","tag-armenien","tag-erinnerung","tag-gegen-nazis","tag-zweiter-weltkrieg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21355","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21355"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21355\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21358,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21355\/revisions\/21358"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21357"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21355"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21355"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21355"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}