{"id":21608,"date":"2025-10-20T07:20:36","date_gmt":"2025-10-20T05:20:36","guid":{"rendered":"https:\/\/agbw.org\/?p=21608"},"modified":"2025-10-20T07:20:36","modified_gmt":"2025-10-20T05:20:36","slug":"predigt-zu-lukas-4-18-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agbw.org\/am\/2025\/predigt-zu-lukas-4-18-19\/","title":{"rendered":"Predigt zu Lukas 4, 18\u201319"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-title title fusion-title-1 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-one\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h1 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:35;line-height:1.2;\"><p class=\"text-2xl font-bold mt-1 text-text-100\">Predigt zu <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Lukas4%2C18-19\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Lukas 4,18\u201319<\/a><\/p><\/h1><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-title-2 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-two\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h2 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:28;line-height:1.2;\"><p class=\"text-2xl font-bold mt-1 text-text-100\">\u201eDer Geist des Herrn ruht auf mir&#8220;<\/p><\/h2><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-title-3 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-three\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h3 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:23;--minFontSize:23;line-height:1.2;\"><p class=\"text-2xl font-bold mt-1 text-text-100\"><em>Predigt von Pfr. Dr. Diradur Sardaryan, <\/em><br \/>\n<em>gesprochen am 19. Oktober 2025 in der Rosenbergkirche.<\/em><\/p><\/h3><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p class=\"text-2xl font-bold mt-1 text-text-100\"><em>\u201eDer Geist des Herrn ruht auf mir; \/ denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, \/ damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verk\u00fcnde \/ und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.\u2002Dann schloss er die Buchrolle, gab sie dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.\u200221 Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben geh\u00f6rt habt, erf\u00fcllt.\u201c<\/em> (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Lukas4%2C18-19\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Lukas 4,18\u201319<\/a>)<\/p>\n<h2 class=\"text-xl font-bold text-text-100 mt-1 -mb-0.5\"><\/h2>\n<hr class=\"border-border-300 my-2\" \/>\n<p class=\"text-lg font-bold text-text-100 mt-1 -mb-1.5\">Liebe Schwestern und Br\u00fcder,<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">heute h\u00f6ren wir von einem besonderen Moment im Leben unseres Herrn Jesus Christus. Er kehrt zur\u00fcck nach Nazareth, in seine Heimatstadt. Dort, wo man ihn von Kindesbeinen an kannte, wo die Menschen ihn aufwachsen sahen \u2013 als Sohn des Zimmermanns, als einen von ihnen.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">An einem Sabbat geht er in die Synagoge. Man reicht ihm die Schriftrolle des Propheten Jesaja. Jesus liest die uralten Worte der Verhei\u00dfung \u2013 Worte voller Hoffnung, die sein Volk seit Jahrhunderten bewahrt und weitergegeben hat. Dann rollt er die Schrift zusammen, gibt sie zur\u00fcck und sagt einen Satz, der alles ver\u00e4ndert:<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\"><strong>\u201eHeute hat sich dieses Wort der Schrift erf\u00fcllt.\u201c<\/strong><\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Mit diesem \u201eHeute\u201c beginnt etwas Neues. Das, worauf Generationen gewartet haben, ist nicht mehr ferne Zukunft \u2013 es ist Gegenwart. Gott ist da. Sein Geist wirkt \u2013 heute, hier, mitten unter uns.<\/p>\n<hr class=\"border-border-300 my-2\" \/>\n<h2 class=\"text-xl font-bold text-text-100 mt-1 -mb-0.5\">1. Der Geist, der heilt und erneuert<\/h2>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\"><strong>\u201eDer Geist des Herrn ruht auf mir\u201c<\/strong> \u2013 das ist kein abstraktes Konzept. Es ist die lebensspendende Kraft Gottes selbst, die schon am Anfang der Sch\u00f6pfung \u00fcber dem Wasser schwebte. Dieser Geist bringt Leben, wo Tod war. Er bringt Trost, wo Verzweiflung herrscht. Er bringt Frieden, wo Unruhe ist.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Jesus Christus macht uns deutlich: Die Kraft des Geistes ist nicht reserviert f\u00fcr besondere Menschen oder besondere Orte. Sie will auch auf uns ruhen.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Wir neigen manchmal dazu zu denken, wir m\u00fcssten erst bestimmte Voraussetzungen erf\u00fcllen, bevor Gott in uns wirken kann. Wir m\u00fcssten fr\u00f6mmer sein, st\u00e4rker im Glauben, moralisch untadeliger. Aber Jesus zeigt uns das Gegenteil: Der Geist Gottes kommt gerade zu denen, die wissen, dass sie ihn brauchen.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Er kommt zu den \u201eArmen\u201c \u2013 und damit meint Jesus nicht nur materielle Armut. Er meint die Armut des Herzens: jene innere Leere, die uns sagen l\u00e4sst: \u201eIch schaffe es nicht allein. Ich brauche die Hilfe Gottes.\u201c Das ist keine Schw\u00e4che \u2013 das ist die T\u00fcr, durch die Gottes Kraft in unser Leben eintritt.<\/p>\n<hr class=\"border-border-300 my-2\" \/>\n<h2 class=\"text-xl font-bold text-text-100 mt-1 -mb-0.5\">2. Gesalbt \u2013 ber\u00fchrt von Gottes Liebe<\/h2>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\"><strong>\u201eEr hat mich gesalbt\u201c<\/strong> \u2013 was bedeutet das? In biblischer Zeit war die Salbung ein heiliger Akt. K\u00f6nige wurden gesalbt, Priester, Propheten. Die Salbung war das sichtbare Zeichen: Gott hat diesen Menschen erw\u00e4hlt, ber\u00fchrt, f\u00fcr einen besonderen Dienst bestimmt.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Bei Jesus Christus war es keine \u00e4u\u00dferliche Zeremonie \u2013 es war die Liebe Gottes selbst, die auf ihm ruhte, die ihn erf\u00fcllte und durch ihn wirkte.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Und hier kommt die gro\u00dfe, oft \u00fcbersehene Wahrheit: <strong>Diese Salbung gilt nicht nur f\u00fcr den Herrn.<\/strong> Durch unsere Taufe sind auch wir gesalbt worden. Gott hat jeden von uns ber\u00fchrt und gesagt: \u201eDu bist mein geliebtes Kind. Ich habe dich erw\u00e4hlt. Ich will dich gebrauchen, um mein Licht in diese Welt zu tragen.\u201c<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Das ver\u00e4ndert alles. Wir sind nicht nur Zuschauer im Reich Gottes \u2013 wir sind Mitarbeiter. Nicht weil wir so gro\u00dfartig sind, sondern weil Gott uns in seiner Gnade beruft.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Diese Berufung bedeutet nicht, dass wir Wunder wirken m\u00fcssen oder gro\u00dfe Reden halten sollen. Sie bedeutet, dass wir in unserem Alltag \u2013 dort, wo wir leben und arbeiten \u2013 Zeichen der Liebe Gottes sein d\u00fcrfen. Ein gutes Wort zur rechten Zeit. Ein Gebet f\u00fcr jemanden in Not. Eine Hand, die hilft. Ein Ohr, das zuh\u00f6rt.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Wir sind gesandt \u2013 nicht als Richter, die andere verurteilen, sondern als Tr\u00f6ster, die aufbauen. Nicht um zu klagen \u00fcber den Zustand der Welt, sondern um Hoffnung zu s\u00e4en, wo Resignation herrscht.<\/p>\n<hr class=\"border-border-300 my-2\" \/>\n<h2 class=\"text-xl font-bold text-text-100 mt-1 -mb-0.5\">3. Befreiung \u2013 die unsichtbaren Ketten sprengen<\/h2>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Jesus sagt: <strong>\u201eIch bin gesandt, den Gefangenen Freiheit zu verk\u00fcnden.\u201c<\/strong><\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Zun\u00e4chst denken wir dabei vielleicht an Menschen hinter Gittern, an politische Gefangene, an physische Unfreiheit. Und gewiss, k\u00fcmmert sich Jesus Christus auch um diese Form der Gefangenschaft.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Aber er meint mehr. Er meint all das, was uns innerlich bindet und gefangen h\u00e4lt: die Angst, die uns l\u00e4hmt; die Schuld, die uns niederdr\u00fcckt; die Bitterkeit, die unser Herz verh\u00e4rtet; der Stolz, der uns von anderen trennt; die Sorgen, die uns den Schlaf rauben.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Manchmal sind wir \u00e4u\u00dferlich v\u00f6llig frei \u2013 wir k\u00f6nnen gehen, wohin wir wollen, tun, was wir m\u00f6chten \u2013 und sind doch innerlich gefangen. Gefangen in Gedankenmustern, die uns klein machen. Gefangen in Beziehungen, die uns verletzen, aber die wir nicht loslassen k\u00f6nnen. Gefangen in S\u00fcchten \u2013 nicht nur nach Substanzen, sondern nach Anerkennung, nach Erfolg, nach Perfektion.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Jesus m\u00f6chte diese unsichtbaren Ketten sprengen. Er m\u00f6chte, dass wir wieder atmen k\u00f6nnen, lachen k\u00f6nnen, lieben k\u00f6nnen \u2013 frei als Kinder Gottes.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Wenn du also heute mit einer Last hierher gekommen bist \u2013 mit Schuld, die du nicht ablegen kannst, mit Angst, die dich bedr\u00e4ngt, mit Traurigkeit, die dich l\u00e4hmt \u2013 dann h\u00f6re: <strong>Gott will dich nicht verurteilen. Er will dich frei machen.<\/strong><\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Die Frage ist nicht: \u201eBin ich gut genug?\u201c Die Frage ist: \u201eBin ich bereit, mich von ihm befreien zu lassen?\u201c<\/p>\n<hr class=\"border-border-300 my-2\" \/>\n<h2 class=\"text-xl font-bold text-text-100 mt-1 -mb-0.5\">4. Das \u201eHeute\u201c Gottes<\/h2>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Dann kommt dieser gewaltige, alles entscheidende Satz: <strong>\u201eHeute hat sich dieses Wort erf\u00fcllt.\u201c<\/strong><\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Heute. Nicht gestern. Nicht irgendwann in ferner Zukunft. Heute.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Gott redet nicht nur \u00fcber die Vergangenheit, \u00fcber die gro\u00dfen Taten, die er vollbracht hat. Er redet nicht nur \u00fcber die Zukunft, \u00fcber den Himmel, der uns erwartet. Er redet \u00fcber das Jetzt.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Jedes Mal, wenn wir das Evangelium h\u00f6ren, jedes Mal, wenn wir im Gottesdienst zusammenkommen, jedes Mal, wenn wir die Bibel aufschlagen \u2013 spricht Gott in unser Leben hinein: \u201eIch bin hier. Ich habe dich nicht vergessen. Ich will dich erneuern \u2013 heute.\u201c<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Wir neigen dazu zu warten. Wir warten darauf, dass Gott irgendwann eingreift, dass sich die Umst\u00e4nde \u00e4ndern, dass wir endlich bereit sind. Aber vielleicht wartet Gott darauf, dass wir jetzt glauben, dass wir jetzt vertrauen, dass wir jetzt den ersten Schritt tun.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Denn wenn wir ihm vertrauen, wenn wir uns ihm \u00f6ffnen, dann beginnt das \u201eHeute\u201c seines Heils genau dort, wo wir stehen \u2013 in unserem Alltag, in unseren Beziehungen, in unserem Herzen.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Das \u201eHeute\u201c Gottes durchbricht unsere Vorstellungen von \u201enoch nicht\u201c und \u201ezu sp\u00e4t\u201c. Es sagt: Jetzt ist die Zeit der Gnade. Jetzt ist der Moment, in dem Ver\u00e4nderung m\u00f6glich ist.<\/p>\n<hr class=\"border-border-300 my-2\" \/>\n<h2 class=\"text-xl font-bold text-text-100 mt-1 -mb-0.5\">5. Die Frohe Botschaft f\u00fcr uns<\/h2>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\"><strong>\u201eDen Armen die Frohe Botschaft bringen\u201c<\/strong> \u2013 was ist diese \u201efrohe Botschaft\u201c?<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Sie ist einfach \u2013 und doch unendlich tief: <strong>Gott ist mit uns, Er ist unter uns. Er hat uns das Leben geschenkt.<\/strong><\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Er sieht dich, auch wenn du dich klein und unbedeutend f\u00fchlst. Er liebt dich, auch wenn du dich schuldig f\u00fchlst und denkst, du h\u00e4ttest seine Liebe nicht verdient. Er gebraucht dich, auch wenn du meinst, du seist nicht stark genug, nicht klug genug, nicht fromm genug.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Die Frohe Botschaft ist keine Moralpredigt. Sie ist keine Liste von Regeln, die wir befolgen m\u00fcssen. Sie ist die Zusage: <strong>Du bist geliebt \u2013 bedingungslos, f\u00fcr immer, ohne Wenn und Aber.<\/strong><\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Und aus dieser Liebe heraus k\u00f6nnen wir leben. Nicht aus Angst vor Strafe, nicht aus dem Druck, es allen recht machen zu m\u00fcssen, sondern aus der Liebe heraus, in Dankbarkeit und Freude.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Der Geist des Herrn ruht auf dir, wenn du einem Menschen vergibst, der dich verletzt hat. Er ruht auf dir, wenn du jemanden aufrichtest, der am Boden liegt. Er ruht auf dir, wenn du betest \u2013 auch wenn du keine gro\u00dfen Worte findest, sondern nur ein Seufzen, ein \u201eHerr, hilf mir.\u201c<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Jede kleine Geste der Liebe ist ein Zeichen des Reiches Gottes. Jedes Wort der Ermutigung tr\u00e4gt den Geist Christi in sich. Jede Tat der Barmherzigkeit erf\u00fcllt die Mission, zu der Jesus uns ruft.<\/p>\n<hr class=\"border-border-300 my-2\" \/>\n<h2 class=\"text-xl font-bold text-text-100 mt-1 -mb-0.5\">6. Der Blick auf Jesus<\/h2>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Lukas erz\u00e4hlt uns: Nachdem Jesus diese Worte gesprochen hatte, <strong>\u201ewaren alle Augen auf ihn gerichtet.\u201c<\/strong><\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Auch heute richten wir unsere Augen auf ihn \u2013 auf den, der gekommen ist, um zu heilen, nicht zu verurteilen; um zu tr\u00f6sten, nicht zu drohen; um aufzurichten, nicht niederzudr\u00fccken.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">In Jesus sehen wir, wie Gott wirklich ist. Nicht fern und unnahbar, sondern nah und menschlich. Nicht streng und unbarmherzig, sondern voller Gnade und Wahrheit.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Wenn wir auf Jesus schauen, dann sehen wir, dass Gott auf unserer Seite ist. Dass er unser Leben ernst nimmt mit all seinen Freuden und Schmerzen. Dass er uns nicht allein l\u00e4sst, sondern mitgeht \u2013 durch dunkle T\u00e4ler und auf hohen Bergen, in guten Zeiten und in schweren Stunden.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">vielleicht d\u00fcrfen wir heute mit neuen Augen sehen: dass Gott nicht irgendwo weit weg im Himmel thront, w\u00e4hrend wir uns hier unten abm\u00fchen. Sondern dass sein Geist mitten in unserem Alltag wirkt \u2013 in unseren H\u00e4nden, wenn wir anpacken; in unseren Worten, wenn wir tr\u00f6sten; in unserem Herzen, wenn wir lieben.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\"><strong>\u201eDer Geist des Herrn ruht auf mir\u2026\u201c<\/strong><\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">M\u00f6ge dieses Wort heute auch \u00fcber dir wahr werden. M\u00f6gest du sp\u00fcren, dass Gott dich ber\u00fchrt, dass er dich erneuert, dass er dich sendet \u2013 nicht irgendwohin, sondern genau dorthin, wo du bist, um dort sein Licht zu sein.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\">Und m\u00f6gest du erfahren, dass sein \u201eHeute\u201c kein ferner Traum ist, sondern Wirklichkeit \u2013 hier, jetzt, in diesem Augenblick.<\/p>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\"><strong>Amen.<\/strong><\/p>\n<hr class=\"border-border-300 my-2\" \/>\n<p class=\"whitespace-normal break-words\"><em>Der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":21609,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134,102,133],"tags":[843,842,167],"class_list":["post-21608","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-predigten","category-sardaryan","category-wort-zum-sonntag","tag-18-21","tag-lukas-4","tag-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21608","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21608"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21608\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21610,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21608\/revisions\/21610"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21609"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21608"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21608"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21608"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}