{"id":22205,"date":"2026-05-24T10:07:53","date_gmt":"2026-05-24T08:07:53","guid":{"rendered":"https:\/\/agbw.org\/?p=22205"},"modified":"2026-05-24T10:07:54","modified_gmt":"2026-05-24T08:07:54","slug":"der-geist-der-alles-neu-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agbw.org\/am\/2026\/der-geist-der-alles-neu-macht\/","title":{"rendered":"Der Geist, der alles neu macht"},"content":{"rendered":"<p><div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1248px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:1.92%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:1.92%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-title title fusion-title-1 fusion-sep-none fusion-title-text fusion-title-size-one\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h1 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:35;line-height:1.2;\">Pfingsten in den armenischen Sharakans<\/h1><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><h2 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-&#091;1.125rem&#093; font-bold\">Ein theologischer Essay<\/h2>\n<p class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-&#091;1.125rem&#093; font-bold\"><em>von Pfr. Dr. Diradur Sardaryan<\/em><\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\"><em>Wer die armenischen Pfingst-Sharakans zum ersten Mal liest, begegnet einer Sprache, die sich der \u00fcblichen Kategorie frommer Festdichtung entzieht. Diese Hymnen sind keine erbauliche Umrahmung des Festes. Sie sind das Fest selbst, in musikalische Lyrik gegossene Theologie, die nicht erkl\u00e4rt, sondern vollzieht, was sie besingt. Acht T\u00f6ne, \u00fcber die Pfingstwoche verteilt, entfalten in Bild, Anruf und dogmatischer Pr\u00e4zision eine Pneumatologie, die an Tiefe den gro\u00dfen kappadokischen Lehrern des vierten Jahrhunderts nichts schuldig bleibt. Wer diese Texte betet, denkt, und wer sie durchdenkt, wird unweigerlich zum Beten eingeladen.<\/em><\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h3 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-&#091;1.125rem&#093; font-bold\">Wer kommt da eigentlich?<\/h3>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Die erste und grundlegendste Frage, die alle Sharakans gemeinsam stellen und beantworten, ist die nach der Identit\u00e4t des Heiligen Geistes. Die Antwort ist eindeutig und wird mit variierten Formulierungen in allen acht T\u00f6nen wiederholt: Der Heiliger Geist ist wahrer Gott. Nicht ein g\u00f6ttlicher Bote, nicht eine Kraft aus Gott, nicht ein Wirkungsfeld des Vaters, sondern Gott selbst, wesensgleich, ungeschaffen, ohne Anfang und ohne Ende.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Der erste Kanon beginnt mit der Nennung des Geistes als \u201eewig mit dem Vater rangierend und gez\u00e4hlt\u201c, der achte schlie\u00dft: <em>\u201eDer Heilige Geist war immer, ist und wird immer sein. Er hatte keinen Anfang und wird kein Ende haben.\u201c<\/em> Zwischen diesen Polen entfalten die Hymnen die vollst\u00e4ndige Trinit\u00e4t: Vater als Ursprung ohne Ursprung, Sohn als zeitlos Gezeugter, Geist als ewig vom Vater Hervorgehender. Die terminologische Distinktion \u2013 nicht gezeugt, sondern hervorgegangen \u2013 wird dabei gewahrt. Der Heilige Geist geht vom Gott Vater aus. Die armenische Kirche h\u00e4lt hier die \u00f6stliche Position, und die Hymnen tragen diese Entscheidung liturgisch weiter.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Was diese Wesensgleichheitspneumatologie im hymnischen Kontext bedeutet, ist mehr als dogmatische Korrektheit: Wenn der Geist, der in das Obergemach herabkommt, derselbe ist, der \u00fcber den Wassern der Sch\u00f6pfung schwebte, dann ist Pfingsten kein Anhang zur Christologie, sondern das Ereignis, in dem die Trinit\u00e4t sich der Welt endg\u00fcltig \u00f6ffnet. Deshalb ist gerade Pfingsten in der armenischen, aber auch in der ostkirchlichen, Tradition, das Fest der Heilgien Dreifaltigkeit.<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h3 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-&#091;1.125rem&#093; font-bold\">II. Die neue Sch\u00f6pfung<\/h3>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Der st\u00e4rkste theologische Zug dieser Sharakans ist ihre konsequente Verbindung von Pfingsten mit der Sch\u00f6pfungstheologie. Der zweite Ton formuliert es mit einer besonderen Klarheit:<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\"><em>\u201eDu, der du \u00fcber den Wassern schwebtest und die Gesch\u00f6pfe erschufst, so schwebst du auch \u00fcber den Wassern der Taufquelle, damit wir gesegnet werden durch den, der deines Wesens ist.\u201c<\/em><\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Der f\u00fcnfte Ton f\u00fchrt den Gedanken weiter:<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\"><em>\u201eDu, der du \u00fcber den Wassern schwebtest, hast die Gesch\u00f6pfe erschaffen. Indem du in die Wasser der Taufquelle herabsteigst, bringst du Kinder Gottes hervor.\u201c<\/em><\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Pfingsten ist demnach keine singul\u00e4re historische Episode, sondern die Vollendung dessen, was mit dem ersten Sch\u00f6pfungsakt begann. Derselbe Geist, der am Anfang sch\u00f6pferisch wirkte, wirkt jetzt wiedergeb\u00e4rend: Aus biologischem Leben wird geistliches Leben, aus Adamss\u00f6hnen werden S\u00f6hne des Lichts. Die Sharakans des vierten Tons sprechen von der Erl\u00f6sung der Menschheit mit einer Wendung, die diesen Zusammenhang verdichtet: <em>\u201eDie traurigen und n\u00e4chtlichen Geburtsschmerzen der Stammmutter wurden heute gel\u00f6st, denn die im Fleisch zur Verg\u00e4nglichkeit Geborenen wurden vom Geist als S\u00f6hne des Lichts wiedergeboren.\u201c<\/em><\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Das Taufwasser als Ort dieser neuen Sch\u00f6pfung verbindet Pfingsten theologisch strukturell mit der Taufe. Pfingsten ist nicht nur das Fest der Kirche, es ist die Offenbarung des Grundes, warum Taufe wirkt: weil der Geist nicht aufgeh\u00f6rt hat, \u00fcber den Wassern zu schweben.<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h3 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-&#091;1.125rem&#093; font-bold\">III. Die Umkehrung von Babel<\/h3>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Einer der eindr\u00fccklichsten Gedanken der Sharakans ist die typologische Gegen\u00fcberstellung von Babel und Pfingsten. Der vierte Kanon spricht es aus:<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\"><em>\u201eDer durch die Spaltung der Sprachen diejenigen zerstreute, die vereint am Turm standen, hat heute im heiligen Obergemach die gespaltenen Zungen der V\u00f6lker wieder vereint.\u201c<\/em><\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Das ist keine rhetorische Antithese. Sie enth\u00e4lt eine theologische Aussage \u00fcber das Wesen der Einheit, die der Geist schafft. Babel scheiterte an Hybris, der Versuch, durch Gleichf\u00f6rmigkeit in die H\u00f6he zu gelangen. Die Strafe war Zerstreuung durch Sprachverwirrung. Pfingsten kehrt dies um, aber nicht durch R\u00fcckkehr zur Einsprachigkeit. Die Sprachen bleiben, sie werden nur durchl\u00e4ssig f\u00fcreinander. Der Geist schafft keine uniformierte Gemeinschaft, sondern eine Gemeinschaft des gegenseitigen Verstehens in Verschiedenheit.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">F\u00fcr die Ekklesiologie ist das folgenreich: Die Kirche, die in diesem Moment entsteht, ist von Anfang an vielsprachig, vielkulturell und das ist kein Mangel, der \u00fcberwunden werden muss, sondern das Zeichen, dass der Geist am Werk ist.<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h3 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-&#091;1.125rem&#093; font-bold\">IV. Die Kirche als Geistereignis<\/h3>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Die Sharakans beschreiben die Entstehung der Kirche nicht als organisatorischen Vorgang, sondern als pneumatisches Ereignis. Der zweite Ton formuliert es in einer Sprache, die trinitarische Theologie und mystische Liebesmetaphorik verbindet:<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\"><em>\u201eLiebe, geboren aus Liebe, sandte dich, der du Liebe bist, damit er durch dich seine eigenen Glieder mit sich vereine, seine Kirche, die er baute, errichtet auf deinen sieben S\u00e4ulen.\u201c<\/em><\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Die sieben S\u00e4ulen verweisen auf die sieben Gaben des Geistes nach <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Jesaja11\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Jesaja 11<\/a>. Die Kirche ist demnach nicht prim\u00e4r durch Hierarchie strukturiert, sondern durch pneumatische Begabung. Der erste Kanon sagt k\u00fcrzer: <em>\u201eDu kamst an diesem Tag, um deine Kirche zu gr\u00fcnden.\u201c<\/em> Das Obergemach ist der Geburtsort der Kirche, nicht als Institution, sondern als betende, wartende, empfangsbereite Gemeinschaft.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Diese ekklesiologische Perspektive hat auch ethische Konsequenzen. Wenn die Kirche ein Geistereignis ist, dann ist ihre Autorit\u00e4t pneumatisch begr\u00fcndet, nicht juristisch abgesichert. Und wenn der Geist Gaben <em>verteilt, wie er will,<\/em> so der achte Ton w\u00f6rtlich, dann kann keine kirchliche Struktur, die nicht in Verbindung mit dem Heiligen Geist steht, den Geist auf ihre Bed\u00fcrfnisse hin domestizieren.<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h3 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-&#091;1.125rem&#093; font-bold\">V. Die prophetische Kontinuit\u00e4t<\/h3>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Die Sharakans entfalten eine konsequent typologische Schrifthermeneutik. Pentecoste ist nicht Bruch mit dem Alten Bund, sondern dessen tiefste Erf\u00fcllung. Joel hatte die Geistausgie\u00dfung verhei\u00dfen, Pfingsten ist ihre Einl\u00f6sung. Jesaja hatte gesagt: <em>\u201eDer Geist des Herrn ist auf mir\u201c,<\/em> Christus lebte es, der Geist setzte es fort. Bezalel wurde mit dem Geist erf\u00fcllt, um den Tempel zu bauen, jetzt baut der Geist aus Menschen den lebendigen Tempel der Dreifaltigkeit.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Der vierte Ton entfaltet diesen Gedanken besonders sch\u00f6n:<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\"><em>\u201eDer Geist des Herrn, der Bezalel erf\u00fcllte, den Baumeister des Tempels, baut heute Menschen zu Tempeln der Dreifaltigkeit.\u201c<\/em><\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Das ist mehr als eine Bild\u00fcbertragung. Es ist die theologische Aussage, dass der Tempel nicht das Ziel der Sch\u00f6pfungsgeschichte war, sondern deren Vorwegnahme. Das eigentliche Ziel ist der Mensch als Wohnort Gottes. Pfingsten vollendet also das, was Sinai begann.<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h3 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-&#091;1.125rem&#093; font-bold\">VI. Trunkenheit als theologische Kategorie<\/h3>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Es gibt in diesen Hymnen ein Motiv, das auf den ersten Blick befremdet, bei n\u00e4herem Hinsehen aber zu den theologisch gewichtigsten geh\u00f6rt: die heilige Trunkenheit. Der f\u00fcnfte Ton spricht vom Felsen des Glaubens, der <em>\u201etrunken vom unsterblichen Kelch, ihn heute den Durstigen reichte\u201c<\/em>. Der dritte Ton singt: <em>\u201eDu hast die Seelen deiner heiligen Apostel mit dem himmlischen Wein der Weisheit berauscht.\u201c<\/em><\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Die <em>theia meth\u00e9<\/em> \u2013 die g\u00f6ttliche Trunkenheit \u2013 ist kein armenisches Kuriosum. Sie begegnet bereits bei Philo von Alexandria und wird von den Kirchenv\u00e4tern, besonders Ambrosius und Gregor von Nyssa, als Metapher f\u00fcr den mystischen Zustand verwendet, in dem der menschliche Geist von Gott \u00fcberw\u00e4ltigt wird, ohne aufzuh\u00f6ren, Geist zu sein. Es ist das Gegenteil von Kontrollverlust: Es ist die Erfahrung, dass die eigene Erkenntnis von einer gr\u00f6\u00dferen Erkenntnis durchdrungen wird.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">In den Sharakans beschreibt dieses Motiv das Pfingstereignis als nicht prim\u00e4r institutionellen, sondern mystischen Akt. Die Apostel empfangen nicht zuerst eine Aufgabe, sondern eine Erfahrung, und aus dieser Erfahrung erw\u00e4chst die Kraft zur Aufgabe.<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h3 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-&#091;1.125rem&#093; font-bold\">VII. Der Geist Gottes als absolutes Gut<\/h3>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Der letzte Kanon der Reihe, der achte Ton, enth\u00e4lt den dogmatisch dichtesten Abschnitt. Er klingt wie eine hymnische Zusammenfassung kappadokischer Theologie \u00fcber den Heiligen Geist:<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\"><em>\u201eLeben und Lebensspender, Licht und Lichtspender, absolutes Gut, Quelle der G\u00fcte; der rechtleitende Geist, in Ewigkeit gesegnet.\u201c<\/em><\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Der Geist ist hier nicht funktional beschrieben (was er tut), sondern ontologisch (was er ist). Er ist nicht Mittel zum Zweck, nicht Kraft, die Gutes bewirkt, nicht g\u00f6ttliche Energie. Er ist das Leben selbst, das Licht selbst, das Gute selbst. Die mystische Tradition w\u00fcrde sagen: Er ist nicht <em>bonum<\/em>, er ist <em>ipsum esse bonum<\/em>. Das ist keine \u00dcbertreibung hymnischer Sprache, sondern eine pr\u00e4zise Theologie in dichterischer Form.<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h3 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-&#091;1.125rem&#093; font-bold\">Zum Schluss<\/h3>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Die armenischen Pfingst-Sharakans sind ein theologisches Dokument ersten Ranges. Sie verbinden niz\u00e4no-konstantinopolitanische Wesensgleichheitspneumatologie mit kappadokischer Mystik, sch\u00f6pfungstheologischer Tiefe und ekklesiologischer Klarheit, und das in einer poetischen Sprache, die nicht vereinfacht, sondern verdichtet. Pfingsten ist in diesen Hymnen kein Jahresfest unter anderen. Es ist das Fest, in dem die Trinit\u00e4t sich der Welt als Einheit in Verschiedenheit erschlie\u00dft, die Sch\u00f6pfung zu ihrer eigentlichen Bestimmung findet, Babel \u00fcberwunden und die Kirche als Geistereignis sichtbar wird.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-&#091;1.7&#093;\">Wer diese Hymnen singt, vollzieht Theologie in der Tradition der armenischen und der ostkirchlichen Kirchenv\u00e4ter.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:15px;margin-bottom:15px;width:100%;\"><div class=\"fusion-separator-border sep-single\" style=\"--awb-height:20px;--awb-amount:20px;border-color:#ffac00;border-top-width:1px;\"><\/div><\/div><iframe width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/r9sLQUBOjxQ?si=MaOlbrvuTwVWXh5d\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"align-self: center;margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:15px;margin-bottom:15px;width:100%;\"><div class=\"fusion-separator-border sep-single\" style=\"--awb-height:20px;--awb-amount:20px;border-color:#ffac00;border-top-width:1px;\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-2 fusion-flex-container hundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-background-position:left top;--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-padding-top:20px;--awb-padding-bottom:20px;--awb-background-color:#ffac00;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-stretch fusion-flex-content-wrap\" style=\"width:104% !important;max-width:104% !important;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-flex-column fusion-column-inner-bg-wrapper\" style=\"--awb-padding-top:10%;--awb-padding-right:10%;--awb-padding-bottom:10%;--awb-padding-left:10%;--awb-inner-bg-image:url(&#039;http:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/1582-auf-1164-signature.jpg&#039;);--awb-inner-bg-size:cover;--awb-width-large:50%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:3.84%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:3.84%;--awb-width-medium:100%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><span class=\"fusion-column-inner-bg hover-type-none\"><a class=\"fusion-column-anchor\" href=\"https:\/\/dakd.de\/mitgliedschaft\/%20\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\"><span class=\"fusion-column-inner-bg-image\"><\/span><\/a><\/span><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-center fusion-content-layout-column fusion-empty-column-bg-image fusion-column-has-bg-image\" data-bg-url=\"http:\/\/agbw.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/1582-auf-1164-signature.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"fusion-empty-dims-img-placeholder fusion-no-large-visibility\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\"><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-2 fusion_builder_column_1_2 1_2 fusion-flex-column\" style=\"--awb-padding-top:10%;--awb-padding-right:10%;--awb-padding-bottom:10%;--awb-padding-left:10%;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:50%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:3.84%;--awb-margin-bottom-large:0px;--awb-spacing-left-large:3.84%;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:1.92%;--awb-spacing-left-medium:1.92%;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-center fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-title title fusion-title-2 fusion-sep-none fusion-title-center fusion-title-text fusion-title-size-two\" style=\"--awb-margin-top-small:10px;--awb-margin-right-small:0px;--awb-margin-bottom-small:10px;--awb-margin-left-small:0px;\"><h2 class=\"fusion-title-heading title-heading-center fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:28;line-height:1.2;\"><p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffffff;\">Werden Sie Mitglied!<\/span><\/p><\/h2><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-2\"><div class=\"fusion-text fusion-text-6\">\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffffff;\">Unterst\u00fctzen Sie die Armenische Kirche in Deutschland und Ihre Armenische Gemeinde Baden-W\u00fcrttemberg mit Ihrem Mitgliedsbeitrag.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">Werden Sie jetzt aktiv!<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div><div style=\"text-align:center;\"><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/dakd.de\/mitgliedschaft\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">JETZT MITGLIEDSCHAFT BEANTRAGEN<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":22206,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[58],"tags":[279,921,922],"class_list":["post-22205","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-pfingsten","tag-pfingsthymnen","tag-sharakan"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22205","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22205"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22205\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22207,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22205\/revisions\/22207"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22206"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22205"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22205"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22205"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}