{"id":7021,"date":"2019-06-21T19:00:49","date_gmt":"2019-06-21T17:00:49","guid":{"rendered":"http:\/\/agbw.org\/?p=7021"},"modified":"2021-04-21T20:35:30","modified_gmt":"2021-04-21T18:35:30","slug":"predigt-zu-mat-934-101-5-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agbw.org\/am\/2019\/predigt-zu-mat-934-101-5-10\/","title":{"rendered":"Predigt zu Mat. 9,34-10,1.5-10"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen;<br \/>\ndenn sie waren m\u00fcde und ersch\u00f6pft wie Schafe,<br \/>\ndie keinen Hirten haben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Matth%C3%A4us9%2C36\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mt. 9, 36<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder,<\/p>\n<p>erst gestern kam in Medien die Nachricht, dass die Zahl der Kirchenaustritte 2018 wieder gestiegen ist. Die beiden gro\u00dfen Kirchen in Deutschland haben im Jahr 2018 weiter Mitglieder verloren. Die Zahl der Protestanten ging um etwa 395.000 zur\u00fcck, die Zahl der Katholiken sank um knapp 309.000. Diese Zahlen best\u00e4rken diejenigen, die nur einen passenden Moment suchen, um die Kirche zu kritisieren, um dar\u00fcber zu schreien, wie \u201eschlecht\u201c alles in der Kirche ist, wie falsch alles l\u00e4uft und was noch \u201emenschlicher\u201c in der Kirche gemacht werden muss und wie man noch s\u00e4kularer die Gesellschaft gestalten muss&#8230; Andererseits sehen wir solche Schritte der Kirchenleitung, wie Verkauf von Kirchen, Streichung von Pfarrstellen, die gewiss keinem, der Entscheidungstreffer leichtfallen. Diese seien aber notwendig, wenn man die oben genannten Zahlen analysiert und die daraus folgenden d\u00fcsteren Prognosen ber\u00fccksichtigt. Notwendig sind diese Schritte, um wirtschaftlich auf der sicheren Seite zu stehen, sagt man. Und viele bejahen diese Entscheidungen schweren Herzens. Ist es aber tats\u00e4chlich der Ausweg, den wir als gl\u00e4ubige Christen, ich betone als gl\u00e4ubige Christen, gehen sollten?<\/p>\n<p><em>\u201eAls er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren m\u00fcde und ersch\u00f6pft wie Schafe, die keinen Hirten haben.\u201c <\/em>&#8211; lesen wir im heutigen Evangelium (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Matth%C3%A4us9%2C36\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mt. 9, 36<\/a>). Diese Worte Christi, gesprochen vor mehr als 2000 Jahren, gelten heute genauso wie damals. Hoffnungslosigkeit hat sich breitgemacht. \u201eM\u00fcde\u201c sind wir alle geworden und \u201eersch\u00f6pft\u201c, weil wir keinen Halt mehr in unserem Alltag finden, weil wir uns selbst von unseren Wurzeln \u201ebefreien\u201c, da sie, so denken wir, zu alt, zu r\u00fcckst\u00e4ndig, zu schwer, zu uncool, sind.\u00a0 Wir sind \u201em\u00fcde\u201c, wir sind \u201eersch\u00f6pft\u201c, weil wir auf der Suche nach dem Gl\u00fcck sind, doch die materialistischen und hedonistischen Lebenskonzepte der Moderne den Menschen ein sch\u00f6nes, gl\u00fcckliches und sorgloses Leben zwar versprechen, ihn aber in ein \u201eWunderland\u201c entf\u00fchren, das nur scheinbar ein solches ist und wo die Befriedigung der eigenen W\u00fcnsche, das Gl\u00fcck, nur vom kurzen Dauer ist. Und es gibt leider so wenig von den Arbeitern, die der Herr meint, die den Ausweg verk\u00fcnden und zwar nicht nach dem Motto \u201eVox populi vox Dei\u201c (w\u00f6rtlich: \u201aVolkes Stimme [ist] Gottes Stimme&#8216;), sondern die bem\u00fcht sind die Gottes Stimme, die wir durch die g\u00f6ttliche Offenbarung in Schrift und Tradition erhalten haben, zu den Menschen zu bringen.<\/p>\n<p>Wenn wir an den gleichen barmherzigen und menschenliebenden Gott glauben, der gestern und heute der Gleiche ist, der sich nicht \u00e4ndert in seiner absoluten Liebe, wieso zweifeln wir heute, dass dieser Gott auch heute der Ausweg ist und dass er daf\u00fcr sorgen wird, dass die Ernte gesammelt wird? Wir glauben an Wirtschaftsl\u00e4ute und an Statistiken, m\u00f6chten aber nicht an Gott glauben. Irgendetwas, irgendeine Kraft, macht uns hoffnungslos und leitet unsere Gedanken in die Richtung, dass wir Kirchen schlie\u00dfen m\u00fcssen, Pfarrstellen streichen m\u00fcssen, dass wir weniger werden etc. Wir wissen was f\u00fcr eine Kraft das ist. Ganz bestimmt nicht die G\u00f6ttliche! Denn Sie w\u00fcrde uns in unserem Glauben st\u00e4rken und uns zum Gebet f\u00fchren, welches uns st\u00e4rkt und Kraft zum richtigen Handeln schenkt.<\/p>\n<p>\u201eDie Ernte ist gro\u00df, aber es gibt nur wenig Arbeiter.\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Matth%C3%A4us9%2C37\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mt. 9, 37<\/a>) sagt Christus zu seinen Jungern. Was sollen die tun? Felder verkaufen, Arbeiter entlassen? Oder gibt es einen anderen Weg, den Jesus Christus uns vorschl\u00e4gt? Gleich nach diesem Satz sagt er: \u201eBittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter f\u00fcr seine Ernte auszusenden!\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Matth%C3%A4us9%2C38\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mt. 9, 38<\/a>). Er zeigt den Ausweg. Seine Worte und Sein Handeln sollte die Kirche ernst nehmen. Seine Beispiele sollte die Kirche folgen. Der Glaube der Kirche an Gott muss st\u00e4rker sein als an Vorhersagen der Wirtschaftsleute. Die Kirche soll keine Angst f\u00fcr ihre Zukunft haben, wenn ihre Hoffnung Jesus Christus ist. Sie soll Zeichen setzen und Beispiel sein f\u00fcr ihre Mitglieder. Die Kirche kann und muss dem hedonistischen Lebenskonzept auf dieser Welt auch trotzen k\u00f6nnen, sich davon befreien k\u00f6nnen und ihren Gl\u00fcck nicht hier auf die Erde zu suchen, sondern im Schau Gottes, in der vom Gott gewollten Vereinung zwischen Mensch und Gott, im Theosis. Der gl\u00e4ubige Christ soll frei sein von dem Druck der Moderne und soll lernen zu w\u00e4hlen, ob er den Weg des kurzen Gl\u00fccks in einer Scheinwelt gehen will oder doch lieber den manchmal steinigen, engen, schwierigen Weg, der aber zu Christus f\u00fchrt, w\u00e4hlt. Dabei und dazu muss die Kirche den Menschen begleiten. Das ist ihre wichtigste Aufgabe! Sie darf kein Beispiel der Hoffnungslosigkeit und Resignation sein, sondern soll Zeichen setzen und von den Fehlern der Vergangenheit lernen.<\/p>\n<p>Das Leben eines Christen, der entscheidet sich restlos dem Leben mit Gott zu widmen, kann ein ziemlich einsames und von anderen missverstandenes Leben sein. Ich kann von mir sagen, das mein Dienst als Pfarrer sehr sch\u00f6n hart sein kann, manchmal zutiefst frustrierend. So stark, dass ich mich auf dem Boden zertr\u00fcmmert f\u00fchle.\u00a0 Tag und Nach im Gebet und im Dienst f\u00fcr die Gemeinde, die, so denken ich manchmal, wenn ich die Besucherzahl der Gottesidenst anschaue, mich und mein Dienst gar nicht braucht. Die Menschen, zu denen ich gesandt bin, brauchen mich einfach nicht, denke ich&#8230; Denn ich fahre hunderte Kilometer, lasse meine Familie alleine, gehe, um den Menschen beistand zu geben, f\u00fcr sie und mit ihnen zu beten, ob beim Gottesdienst, ob bei Taufe, Trauung, Beerdigung&#8230; und werde oft so angesehen, als ob ich ein Aliens w\u00e4re, der von irgendwo her gekommen ist, um irgendwas zu machen, was keiner versteht, was aber unbedingt noch gemacht werden soll, weil Oma das so gesagt hat&#8230; Zum Schluss gibt es oft, im besten Fall, ein kleines H\u00e4ndesch\u00fctteln mit einem \u201eDanke\u201c. Meistens vergessen diese Menschen mich, sobald ich meine \u201emagischen\u201c Handlungen abgeschlossen habe&#8230;<\/p>\n<p>Klar, ich erz\u00e4hle hier von den Extremen. Selbstverst\u00e4ndlich gibt es auch viele Gl\u00e4ubige, die tats\u00e4chlich sehr dankbar sind. Gerade solche sind es, die mir Kraft geben und befl\u00fcgeln. Aber sehr oft stelle ich mich auch die Frage: \u201eWer braucht dich noch, Herr Pfarrer?\u201c<\/p>\n<p>Die Idee, dass man keinen Mittler zwischen Gott und Mensch braucht, wurde vom Westen verbreitet und zwar so gut, dass heute auch armenisch apostolische Christen, ohne lange zu \u00fcberlegen, entscheiden f\u00fcr sich, dass sie alles selber k\u00f6nnen und sie keinen Pfarrer brauchen, der st\u00e4ndig mit seinen konservativen Ideen kommt. Sie brauchen, so denken diese Menschen, auch keine Kirche, die das Leben des Menschen \u201eunn\u00f6tig\u201c erschwert, der Glaube wird etwas sehr pers\u00f6nliches, was man nicht mehr mit anderen teilen will&#8230;<\/p>\n<p>Un\u00fcberlegt, denn dieser Weg ist kein Ausweg. Denn genauso k\u00f6nnen wir fragen: Warum brauchen die Kinder ihre Eltern? Warum brauchen die Sch\u00fcler Lehrer? Warum brauchen die Kranken \u00c4rzte? Warum? Weil es ohne diese Mittler etwas schiefgehen kann. Meinen Sie nicht?<\/p>\n<p>Missverstanden zu sein wegen des Glaubens an einen Gott, der ziemlich oft merkw\u00fcrdiges Handeln verlangt, ist nicht etwas, was nur ich erleben muss. Solche Beispiele haben wir zahlreich in der Kirche, sowohl das Alte Testament als auch das Neue Testament, aber auch die Kirchengeschichte berichtet von Menschen, die nicht Menschen, sondern Gott vertrauen. Und \u201ewas f\u00fcr ein Vertrauen\u201c! (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/2.K%C3%B6nige18%2C19\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2. K\u00f6nige 18,19<\/a>) Restlos! Unverst\u00e4ndlich f\u00fcr andere! Vertrauen, welches nur m\u00f6glich ist, wenn man in einer engen Beziehung mit Gott lebt.<\/p>\n<p>Schauen wir auf den Heiligen Noah, als er die Anweisung bekommt die Arche zu bauen. Schauen wir auf den Hl. Patriarchen Abraham, der die Stimme Gottes h\u00f6rt es soll seinen Sohn, den er liebt, den Isaak, als Opfer darbringen. Schauen wir auf die Propheten oder auf den Johannes den T\u00e4ufer, auf die Hl. Gottesgeb\u00e4rerin Maria und auf das Leben vieler Heiligen der Kirche, die gestern und heute wegen Ihres Glaubens das Martyrium erleiden m\u00fcssten. Von diesen Beispielen sollten wir lernen. Haben all diese Menschen keine Fehler gemacht in ihrem Leben? Haben die nicht ges\u00fcndigt? Doch. Das haben Sie. Aber sie haben auch zum richtigen Zeitpunkt verstanden, dass sie sich von ihren S\u00fcnden befreien m\u00fcssen und ihr Leben mit Gott verbinden, auf Ihn vertrauen, denn Er ist der Ausweg, Er ist der Weg in die Ewigkeit.<\/p>\n<p>Auf diesem Weg sind wir nicht allein! Die gesamte Kirche, die Gemeinschaft der gl\u00e4ubigen Christen, ist unterwegs. Sie wurde von unserem Herrn Jesus Christus in die Welt hineingeschickt damit das Evangelium verk\u00fcndet wird. Damit das Volk, welches m\u00fcde und ersch\u00f6pft ist das Wort Gottes h\u00f6rt, die Gute Nachricht, das Evangelium h\u00f6rt. Vor allem waren es die heiligen Apostel, die den Auftrag bekommen haben: \u201egeht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Auss\u00e4tzige rein, treibt D\u00e4monen aus\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Matth%C3%A4us10%2C7\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mt. 10, 7<\/a>). Sie bekommen einen Auftrag vom Herrn. Gleichzeitig werden Sie belehrt diesen Auftrag in Dankbarkeit aufzunehmen und es in voller Verantwortung umzusetzen. Im Johannesevangelium lesen wir: \u201eIch habe euch gesandt zu ernten, wof\u00fcr ihr euch nicht abgem\u00fcht habt; andere haben sich abgem\u00fcht und euch ist ihre M\u00fche zugutegekommen\u201c (Jh. 4, 38). Was hei\u00dft es f\u00fcr uns heute? Die Apostel haben Bisch\u00f6fe, Priester und Diakone geweiht und ihnen durch den Heiligen Geist die macht gegeben den gleichen Auftrag weiterzuf\u00fchren. Von damals bis heute, und bis in die Ewigkeit, hat die Kirche durch ihre Leitung, durch ihre Geistlichen aber auch durch ihre Gl\u00e4ubigen den Auftrag das Evangelium in der Welt zu predigen und dabei in gro\u00dfer Verantwortung zu handeln, mit einem Respekt vor der Arbeit all derer, die vor ihnen \u201esich abgem\u00fcht\u201c haben und deren M\u00fche ihnen zugutegekommen ist. Dabei soll sie, die Kirche, keine Angst haben, denn der gleiche Herr, der diesen Auftrag gibt, sagt: \u201eich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Matth%C3%A4us28%2C20\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mt. 28, 20<\/a>).<\/p>\n<p>Die Kirche soll also keine Angst haben das Wort Gottes zu erf\u00fcllen! Die Kirche darf nicht Hoffnungslos sein! Die Kirche soll heute wie gestern Zeichen setzen! Ja, sie soll auch von ihren Fehlern lernen und sich davon befreien. Sie soll nicht menschlicher werden, sondern den Menschen zu Gott f\u00fchren. Sie soll nicht Gott vom Himmel auf die Erde bringen, denn er ist selbst herabgestiegen und ist Mensch geworden, uns gleich in allem, au\u00dfer in der S\u00fcnde. Aber er ist herabgestiegen, damit alle, die an Ihn glauben, wieder Zugang zum Himmelreich erhalten. Die Kirche muss also den Menschen vom irdischen zum himmlischen begleiten.<\/p>\n<p>Klar, es wird bestimmt Menschen geben, die sagen w\u00fcrden: wir brauchen keine Kirchen und keine Pfarrer. Wir k\u00f6nnen alles auch alleine. Na dann, wenn die es k\u00f6nnen, dann nichts wie los, sie sollen es mal versuchen. Wir wissen aber, dass sie ganz schnell sehen werden, wie schwer es ist. Denkst solche Menschen wirklich, dass das geistliche Leben viel einfacher und leichter ist als Mathe oder Physik? Ich muss die entt\u00e4uschen. Im geistlichen Leben brauchen wir Lehrer und Begleiter. Menschen die von anderen dieses Wissen bekommen haben und es uns weitergeben. Wir brauchen geistliche Eltern, die f\u00fcr uns sorgen und uns begleiten, die den Glauben und das Wissen der Kirche von der apostolischen Zeit bis heute lebendig halten und uns zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<p>Das Leben eines Gl\u00e4ubigen, liebe Schwestern und Br\u00fcder, ist oft ein hartes Leben, voller Dorne und Schmerzen. Diesen Weg zu gehen kann er nicht, wenn er nicht voll mit lebendiger Glauben ist, Glauben an den dreieinen Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Er kann es nicht, wenn er nicht bereit ist mit Christus zu leiden und den Christus nachzuahmen in allem, auch im Gebet am Kreuz&#8230; Nicht B\u00f6se zu sein, sondern zu beten. Vor allem f\u00fcr diejenigen zu beten, die ihn beleidigen, die bewusst oder unbewusst Fehler machen, die s\u00fcndigen.<\/p>\n<p>Wir sollten vielleicht \u00f6fters bewusstmachen, dass der barmherzige Gott, genauso wie vor 2000 Jahren die Menschen von heute sieht und Mitleid mit denen hat, denn sie sind \u201em\u00fcde und ersch\u00f6pft\u201c weil sie nicht mehr weiterwissen. Gerade zu solchen Menschen soll die Kirche hingehen, und ihren Auftrag erf\u00fcllen: das Evangelium vom Reich Gottes zu verk\u00fcnden und alle Krankheiten und Leiden im Namen Christi heilen. Heute vor allem die Krankheit der Hoffnungslosigkeit und des Egoismus. Sie soll mehr \u00fcber Gemeinschaft mit Gott sprechen, die erst durch das menschliche Miteinander m\u00f6glich ist. Sie soll mehr \u00fcber lebendige Verantwortung predigen, die der Mensch zun\u00e4chst in der Familie lernt. Zun\u00e4chst als Kind, sp\u00e4ter als Eltern, die je mehr Kinder von Gott erbitten und bekommen, desto besser in dieser Verantwortung hineinwachsen. Sie soll vor allem aber ihre Sch\u00e4flein nicht ohne Hirten lassen. Die Kirche ist aber nicht nur die Leitung. Nicht nur das Herz der Mensch, sondern die gesamtheit des Organismus. Deshalb ist es auch Aufgabe aller Gl\u00e4ubigen den Auftrag Gottes zu h\u00f6ren, der uns heute sagt: \u201eBittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter f\u00fcr seine Ernte auszusenden!\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Matth%C3%A4us9%2C38\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mt. 9, 38<\/a>). Beten Sie, liebe Schwestern und Br\u00fcder f\u00fcr die Kirche Jesu Christi und f\u00fcr die Geistlichen seiner Kirche. Auch wenn wir manchmal weniger sind, als wir es uns w\u00fcnschen w\u00fcrden, wergessen wir nicht, dass wo zwei oder drei sind, die im Namen Christi zusammenkommen sind und ihre enge Verbindung zu Kirche, Tradition und Glauben zum Ausdruck bringen, dort ist Jesus Christus mitten unter ihnen.<\/p>\n<p>Beten Sie, liebe Schwestern und Br\u00fcder f\u00fcr eure Geistlichen. Er, der barmherzige und lebendigmachende Gott, m\u00f6ge uns Kraft und Weisheit schenken, damit wir seine Sch\u00e4flein, die uns anvertraut sind ans Ziel begleiten k\u00f6nnen&#8230; Haben Sie Mut als Christen zu leben, in vollem restlosem Vertrauen auf den dreieinen Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist und m\u00f6ge sein Segen uns alle st\u00e4rken in unserem Glauben, auf das dieser Glaube Fr\u00fcchte tr\u00e4gt, so wie der Wille Gottes ist. Amen.<\/p>\n<p>Pfr. Dr. Diradur Sardaryan<br \/>\nGesprochen beim \u00d6kumenischen Gottesdienst<br \/>\nin der Lutherkirche Bad Cannstatt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit  [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6909,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-7021","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7021","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7021"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7021\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6909"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7021"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7021"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agbw.org\/am\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7021"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}