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Der große Donnerstag: Fußwaschung
In den frühen Stunden dieses Tages wird die Hl. Messe zur Erinnerung der Gründung des Sakraments der Hl. Kommunion während des letzten Mahles gefeiert. Beim diesen Mahl im Obergemach nahm Jesus das ungesäuerte Brot, segnete und brach es und gab es seinen zwölf Jüngern und sagte: „Nehmt und esst; das ist mein Leib.“ Dann nahm er den reinen (Rot)Wein, sprach ein Dankgebet, gab ihnen den und sagte: „Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden“ (Mt 26, 17-30; Mk 14, 12-26; Lk 22, 7-14; Joh 13, 21-30).

Fußwaschung
Am Abend des Großen Donnerstags findet die Zeremonie der Fußwaschung (arm. Ոտնլուայ) statt. Nach dem letzten Mahl goss Jesus Wasser in eine Schüssel, kniete nieder vor seinen Jüngern und begann, wie ein Diener, die Füße der Jünger zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen (vgl. Joh 13, 5). Die Fußwaschung ist nicht nur ein Beispiel der Bescheidenheit und der Demut, sondern auch ein Zeichen einer praktischen, unendlichen und grenzlosen Liebe Jesu Christi. Eine Liebe, die auch und in erster Line für den Sünder gilt. Jesus wusste, dass Judas ihn am nächsten Tag verraten wird, trotzdem wusch er auch seine Füße.

Am Spätabend des Großen Donnerstags findet eine Passionsandacht statt, die auf Armenisch „Chawarum“ (arm. Խաւարում / Verdunkelung) heißt. Mit dieser Andacht beginnt der Große Freitag (Karfreitag), denn kirchlich gesehen beginnt der nächste Tag mit dem Sonnenuntergang.