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Der große Samstag: Die Zerstörung der Hölle. Die Hl. Osternachtsmesse
Nach dem Sonnenuntergang am Freitag beginnt der Große Samstag. Am diesem Tag wird zuerst wieder der Grablegung Jesu Christi (siehe Mt 27, 57-61; Mk 15, 42-47; Lk 23, 50-56; Joh 19, 38-42) und der Versiegelung des Grabes gedacht (siehe Mt 27, 62-66).

Die Armenische Kirche lehrt uns, dass Jesus Christus durch die Hineinlegung ins Grab in die Hölle (die Unterwelt), ins Königreich des Todes herabstieg und sie zerstörte. Dadurch schenkte er den Seelen aller Gerechten Rettung. Dies ist eine wichtige Lehre der Armenischen Kirche, denn damit wird die Frage „Was geschah mit den Seelen der Gerechten, die vor Jesus auf die Welt kamen?“ beantwortet.

Am Samstagabend wird in den armenischen Kirchen die Osternachtsmesse zelebriert. Der Abend wird in unserer Kirche „Dschrakaluytz“ (arm. Ճրագալոյց) genannt. Das Wort ist eine Zusammensetzung zweier armenischer Wörter und bedeutet auf Deutsch „Öllampen anzünden“. Diese Lichterzeremonie findet in unserer Kirche zwei Mal im Jahr – zu Weihnachten und zu Ostern – statt. Die Anzündung der Öllampen und Kerzen an diesen Abenden symbolisiert die Erleuchtung der Menschen durch Jesus Christus: „Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. …Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt“ (Joh 1, 5 und 9).

Mit der frohen Botschaft „Christus ist auferstanden von den Toten“ während der Hl. Messe am Samstagabend endet die Große Fastenzeit und die Gemeinde antwortet mit großer Freude: „Gesegnet sei die Auferstehung Christi.“