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JUGEND-EVENT ZUM TAG DER REPUBLIK
28. Mai 2021 I 18 Uhr I Online-Event mit Voranmeldung

Am 28. Mai feiern die Armenier den Tag der Republik. Die Wiederherstellung der Staatlichkeit am 28. Mai 1918 spielte eine große Rolle im Leben des armenischen Volkes. Und es war die Schaffung dieser ersten Republik, die die armenische Nation dazu drängte, die heutige Republik Armenien auszurufen. Nach dem Krieg 2020 befindet sich die Republik Armenien in einer Umbruchszeit. Was wissen wir über die Entstehung der ersten Republik? Welche Bedeutung hat der Tag der Republik heute? Welche sind die Herausforderungen und die Zukunftsperspektiven der Republik Armenien? Und welche Rolle spielt dabei die armenische Jugend in der Diaspora? Diese Fragen möchten wir mit unserem Gast, Historiker Lernik Hovhannisyan, Mitglied des Parlaments der Republik Artsakh von der Armenischen Revolutionären Föderation.

Armenien nach dem Vertrag von Sevres von 1920

1918 wurde am 28. Mai die Demokratische Republik Armenien ausgerufen. Die erste armenische Republik von 1918 war quasi eine Totgeburt. Nach der Katastrophe des osmanischen Völkermordes an den Armeniern 1915/16 standen zwar die diplomatischen Zeichen zunächst günstig, und der in Sevres bei Paris geschlossene Vertrag von 1920 sah vor, dass sogar die Türkei den unabhängigen armenischen Staat anerkennt. Doch dazu kam es nicht.

Die sowjetische Rote Armee besetzte die Republik Armenien. 1923 revidierte der Vertrag von Lausanne die Beschlüsse von Sevres zugunsten der Türkei. Die neue Türkische Republik Atatürks verleibte sich große Teile des armenischen Stammlandes ein. Armenien, nun faktisch zwischen der Türkei und Sowjetrussland aufgeteilt, war einmal mehr Verlierer der Geschichte.

Am 21. September 1991 wurde die zweiten Republik Armenien ausgerufen. Es ist ein Zehntel jenes historischen Territoriums, den die Armenier geprägt und bewohnt haben. Ihr Kernland im Westen mit dem Vansee und dem heiligen Berg Ararat, der in Sichtweite der Hauptstadt Jerewan liegt, heißt heute „Ostanatolien“ und gehört dem einstigen Peiniger Türkei.

Nachitschewan und Artsakh (Berg Karabach), die stets ein untrennbarer Bestandteil von Armenien waren und noch 1921 laut Vertrag von Sèvres zum unabhängigen Armenien (Restarmenien) gehörten, wurden von Lenin und Stalin zwar als autonome Gebiete, aber dennoch an Aserbaidschan „verschenkt“. Heute ist Nachitschewan entarmenisiert. Ein Großteil der Republik Artsakhs, welches sich unabhängig erklärt hat, befindet sich nach dem Krieg 2020 unter aserbaidschanischer Besetzung und auch die Zukunft der heutigen international nichtanerkannten Republik Artsakh ist mehr als umstritten.

 

Veranstalter: Jugend der Armenischen Gemeinde Baden-Württemberg

Anmeldung unter: jugend@agbw.org

Web: https://agbw.org/jugend
Facebook: https://www.facebook.com/groups/jaagbw
Instagram: https://www.instagram.com/jaagbw/

Details

Datum:
Mai 28
Zeit:
18:00 - 19:30
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Armenische Hl. Kreuz Kirche
Lerchenbergerstraße 48
Göppingen, 73035 Deutschland
Telefon:
+49 7161 8084717
Veranstaltungsort-Website anzeigen

Veranstalter

Armenische Gemeinde Baden-Württemberg e.V.
Jugend der AGBW
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