WIR BEKENNEN

DAS KIRCHENJAHR
der Armenischen Kirche

Berauscht euch nicht mit Wein – das macht zügellos -, sondern lasst euch vom Geist erfüllen! Lasst in eurer Mitte Psalmen, Hymnen und Lieder erklingen, wie der Geist sie eingibt. Singt und jubelt aus vollem Herzen zum Lob des Herrn! Sagt Gott, dem Vater, jederzeit Dank für alles im Namen Jesu Christi, unseres Herrn“ (Eph 5, 18-20)

Im christlichen Sinn ist ein Fest nicht nur ein Anlass, eine große Feierlichkeit zu veranstalten, sondern vielmehr eine Gelegenheit, die Gläubigen zu ermutigen und sie in ihrem Glauben zu bestärken. Die kirchlichen Feste sind Anlässe, sich im Gotteshaus zu versammeln, um Gott zu loben. Im Fest kommen wir zu Gott und preisen ihn, laden ihn in uns ein und vereinen uns geistig mit ihm. Jedes christliche Fest soll so gefeiert werden, dass es dem Herrn gefällt und der Rettung unserer Seelen dient.

Die kirchlichen Feste gedenken derjeniger wichtiger Ereignisse, die mit dem Leben Christi verbunden sind. Sie sind segenbringend im Leben des einzelnen Christen und sind Anlass, unseren Glauben an Gott und unser Vertrauen in ihn zu stärken und den Herrn um seine himmlischen Gnaden und Gaben zu bitten.

Der Ort der christlichen Feste ist selbstverständlich in erster Linie die Kirche, deren geheimnisvolle und nach Weihrauch duftende Gewölbe jene wohltuende Atmosphäre und den Rahmen schaffen, in dem sich der Gläubige über die alltäglichen Sorgen und Gedanken erhebt und Gott begegnet. Die Begegnung des Gläubigen mit Gott wird dort durch den Ritus unterstützt, der von geistlichen Liedern, wunderbaren Hymnen, biblischen Lesungen, Psalmgesängen und Gebeten begleitet wird. Unsere Gebete an Festtagen sind feierlicher und festlicher, wodurch wir Gott und unserem Herrn Jesus Christus unseren Dank aussprechen für die uns entgegengebrachte Güte, seine glorreichen Taten und für das uns geschenkte Heil. Zugleich ist der einzelne Gläubige mit der Hoffnung erfüllt, dass der Herr seine freigiebige Liebe und Barmherzigkeit an die versammelten Gläubigen austeilen und ihnen die Leben spendende Gnade des Heiligen Geistes schenken wird. Erfüllt mit dieser Gnade können wir uns mancherlei Versuchungen im Leben widersetzen, Schwierigkeiten und Sorgen bewältigen. Und mit der Gewissheit von Gottes Gegenwart können wir innere Ruhe und inneren Frieden finden.

Um uns auf die großen christlichen Feste vorzubereiten, hat die Kirche besondere Fastentage vor den jeweiligen Festtagen festgelegt, damit der Gläubige die Möglichkeit hat, durch Buße, Gebet und Fasten seinen Leib und seine Seele von Sünde zu reinigen und so gesegnet sich dem Tisch des Herrn zu nähern. Der Hl. Johannes Chrysostomos, einer der Kirchenväter, weist darauf hin, dass „das größte Fest […] das reine Gewissen ist”.

Die Armenische Kirche ruft ihre gläubigen Kinder dazu auf und ermahnt sie, sich durch Selbstprüfung, Fasten und Gebet auf die großen christlichen Feste vorzubereiten, aber zumindest bei den fünf Tabernakelfesten (Hauptfesten), in dieser Weise vorbereitet, sich dem Tisch des Herrn in Ehrfurcht zu nähern und am Leben spendenden Leib und Blut des Herrn teilzuhaben.

Berauscht euch nicht mit Wein – das macht zügellos -, sondern lasst euch vom Geist erfüllen! Lasst in eurer Mitte Psalmen, Hymnen und Lieder erklingen, wie der Geist sie eingibt. Singt und jubelt aus vollem Herzen zum Lob des Herrn! Sagt Gott, dem Vater, jederzeit Dank für alles im Namen Jesu Christi, unseres Herrn (Eph 5, 18-20)․

Im christlichen Sinn ist ein Fest nicht nur ein Anlass, eine große Feierlichkeit zu veranstalten, sondern vielmehr eine Gelegenheit, die Gläubigen zu ermutigen und sie in ihrem Glauben zu bestärken. Die kirchlichen Feste sind Anlässe, sich im Gotteshaus zu versammeln, um Gott zu loben. Im Fest kommen wir zu Gott und preisen ihn, laden ihn in uns ein und vereinen uns geistig mit ihm. Jedes christliche Fest soll so gefeiert werden, dass es dem Herrn gefällt und der Rettung unserer Seelen dient.

Die kirchlichen Feste gedenken derjeniger wichtiger Ereignisse, die mit dem Leben Christi verbunden sind. Sie sind segenbringend im Leben des einzelnen Christen und sind Anlass, unseren Glauben an Gott und unser Vertrauen in ihn zu stärken und den Herrn um seine himmlischen Gnaden und Gaben zu bitten.

Der Ort der christlichen Feste ist selbstverständlich in erster Linie die Kirche, deren geheimnisvolle und nach Weihrauch duftende Gewölbe jene wohltuende Atmosphäre und den Rahmen schaffen, in dem sich der Gläubige über die alltäglichen Sorgen und Gedanken erhebt und Gott begegnet. Die Begegnung des Gläubigen mit Gott wird dort durch den Ritus unterstützt, der von geistlichen Liedern, wunderbaren Hymnen, biblischen Lesungen, Psalmgesängen und Gebeten begleitet wird. Unsere Gebete an Festtagen sind feierlicher und festlicher, wodurch wir Gott und unserem Herrn Jesus Christus unseren Dank aussprechen für die uns entgegengebrachte Güte, seine glorreichen Taten und für das uns geschenkte Heil. Zugleich ist der einzelne Gläubige mit der Hoffnung erfüllt, dass der Herr seine freigiebige Liebe und Barmherzigkeit an die versammelten Gläubigen austeilen und ihnen die Leben spendende Gnade des Heiligen Geistes schenken wird. Erfüllt mit dieser Gnade können wir uns mancherlei Versuchungen im Leben widersetzen, Schwierigkeiten und Sorgen bewältigen. Und mit der Gewissheit von Gottes Gegenwart können wir innere Ruhe und inneren Frieden finden.

Um uns auf die großen christlichen Feste vorzubereiten, hat die Kirche besondere Fastentage vor den jeweiligen Festtagen festgelegt, damit der Gläubige die Möglichkeit hat, durch Buße, Gebet und Fasten seinen Leib und seine Seele von Sünde zu reinigen und so gesegnet sich dem Tisch des Herrn zu nähern. Der Hl. Johannes Chrysostomos, einer der Kirchenväter, weist darauf hin, dass „das größte Fest […] das reine Gewissen ist”.

Die Armenische Kirche ruft ihre gläubigen Kinder dazu auf und ermahnt sie, sich durch Selbstprüfung, Fasten und Gebet auf die großen christlichen Feste vorzubereiten, aber zumindest bei den fünf Tabernakelfesten (Hauptfesten), in dieser Weise vorbereitet, sich dem Tisch des Herrn in Ehrfurcht zu nähern und am Leben spendenden Leib und Blut des Herrn teilzuhaben.

Der jährliche Zyklus

  • Geburt Christi und Theophanie
  • Fastenzeit
  • Ostern
  • Pfingsten
  • Verklärung des Herrn
  • Aufnahme Mariens in den Himmel
  • Kreuzerhöhungsfest
  • Hisnak bzw. Adventszeit

DIE FÜNF HOCHFESTE

Die Armenische Apostolische Kirche hat fünf Hauptfeste, die „Taghawar toner“ (arm. Տաղաւար Տօներ) genannt werden. Diese Benennung stammt sehr wahrscheinlich aus dem alttestamentlichen Laubhüttenfest (arm. Taghawaraharats ton / Տաղաւարհարաց Տօն). Das armenische Wort „taghawaraharats“ ist zusammengesetzt aus den Wurzeln „taghawar“ (Hütte, Zelt) und „harel“ (schlagen, vorbereiten). Da das alttestamentliche Laubhüttenfest an mehreren Tagen gefeiert wurde, mussten die Gläubigen und Pilger ein Zelt aufschlagen oder eine Hütte aufbauen. Das armenische Wort „Taghawaraharats“ wurde in aller Wahrscheinlichkeit verändert bzw. verkürzt in „Taghawar“.

Auch die fünf Hauptfeste der Armenischen Kirche wurden mehr als drei Tage gefeiert und viele Gläubige sind nicht nur zu den Hauptfesten, sondern auch zu anderen Festen zu Wallfahrtsorten gepilgert und haben dort in Zelten (arm. Taghawar / Տաղաւար) gewohnt. Diese Tradition ist in manchen Orten heute noch erhalten geblieben. Als Beispiel sei hier die Wallfahrt der iranischen Armenier zur Hl. Taddäus Kirche genannt.

Am Vorabend der fünf Hauptfeste wird eine besondere Zeremonie abgehalten, die „Vorfest“ (arm. Նախատօնակ) genannt wird. Diese gilt bereits als der Anfang des jeweiligen Hauptfestes.

Die Armenische Apostolische Kirche hat fünf Hauptfeste, die „Taghawar toner“ (arm. Տաղաւար Տօներ) genannt werden. Diese Benennung stammt sehr wahrscheinlich aus dem alttestamentlichen Laubhüttenfest (arm. Taghawaraharats ton / Տաղաւարհարաց Տօն). Das armenische Wort „taghawaraharats“ ist zusammengesetzt aus den Wurzeln „taghawar“ (Hütte, Zelt) und „harel“ (schlagen, vorbereiten). Da das alttestamentliche Laubhüttenfest an mehreren Tagen gefeiert wurde, mussten die Gläubigen und Pilger ein Zelt aufschlagen oder eine Hütte aufbauen. Das armenische Wort „Taghawaraharats“ wurde in aller Wahrscheinlichkeit verändert bzw. verkürzt in „Taghawar“.

Auch die fünf Hauptfeste der Armenischen Kirche wurden mehr als drei Tage gefeiert und viele Gläubige sind nicht nur zu den Hauptfesten, sondern auch zu anderen Festen zu Wallfahrtsorten gepilgert und haben dort in