Das Heilige Mysterium der Krönung

Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins
Mt 19, 6

Welche Bedeutung hat das Mysterium der Krönung?

Durch das Mysterium der Krönung werden Mann und Frau, die vor der Kirchengemeinschaft einander Treue und Liebe versprechen, durch die Gnade Gottes  vereint, so dass sie nun nicht mehr zwei sind, sondern eins werden. Dies ist das Mysterium der Liebe und Bereitwilligkeit des Ehepaares, Leben weiterzuschenken und fruchtbar zu werden mit der Zeugung neuen Lebens. Die Kirche segnet durch dieses Mysterium den Ehebund, die Vereinigung von Mann und Frau: „Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins“ (Mt 19, 5-6).

Die Armenische Kirche erwartet, dass ihre Mitglieder nach der standesamtlichen Eheschließung sich auch kirchlich trauen lassen, denn eine Ehe ist kirchlich gesehen nur dann gültig, wenn das Mysterium der Krönung bzw. Eheschließung in der Kirche vollzogen ist. Die standesamtliche Eheschließung und die kirchliche Krönung dürfen nicht gleichgesetzt werden.

Die Familie wird bei den Kirchenvätern die „kleine Kirche“ genannt. Sie ist ebenso wie die Kirche eine Gemeinschaft, die auf dem Fundament der gegenseitigen Liebe und des gemeinsamen einmündigen Glaubens an den dreieinigen Gott begründet ist. In diesem Sinne ist die Familie an sich ein christliches Mysterium, welches durch die Gnade des Herrn Bestand hat und aus dieser Gnade heraus seine Kraft schöpft. Gegenseitige Liebe und gemeinsamer Glaube machen Ehemann und Ehefrau zu Verbündeten im Geiste, sie beflügeln ihre Werke, ihre Sinne und Gedanken, führen sie zu einem gemeinsamen Ziel – der Vereinigung mit Gott im ewigen Leben. „Wunderbar ist das Joch zweier gläubiger Menschen“, schrieb der christliche Schriftsteller Tertullian, „die ein und dieselbe Hoffnung haben, die nach ein und denselben Regeln leben, die dem einen Herrn dienen. Sie beten gemeinsam, sie fasten gemeinsam, sie lehren und ermahnen einander. Sie sind gemeinsam in der Kirche, gemeinsam beim Abendmahl des Herrn, gemeinsam in Trauer und Verfolgung, in der Buße und Freude. Sie sind Christus gefällig, und Er schickt ihnen Seinen Frieden. Und wo zwei in Seinem Namen sind, ist kein Platz für das Böse“.

Grundsätzlich ist die Ehe in der Armenischen Kirche unauflösbar: „Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ (Mt 19, 5-6). Das Versprechen der unbedingten Liebe der Eheleute während ihres ganzen gemeinsamen Lebens (bis dass der Tod euch scheidet), einander zu helfen und treu zu bleiben, wurde auch in den Traugottesdienst der Armenischen Kirche übernommen. Dennoch gibt es aus pastoralen Gründen bestimmte strenge Ausnahmen, die eine Wiederheirat ermöglichen. Während auch die kirchliche Trauung bei Wiederheirat ein Mysterium ist, wird der Traugottesdienst für Wiederheiratende doch etwas anders gestaltet als die erste Trauung. Der überwiegende Gedanke dabei ist die Buße.

Welche Bedeutung hat das Mysterium der Krönung?

Durch das Mysterium der Krönung werden Mann und Frau, die vor der Kirchengemeinschaft einander Treue und Liebe versprechen, durch die Gnade Gottes  vereint, so dass sich nicht mehr zwei sind, sondern eins werden. Dies ist das Mysterium der Liebe und Bereitwilligkeit des Ehepaares, Leben weiterzuschenken und fruchtbar zu werden mit der Zeugung neuen Lebens. Die Kirche segnet durch dieses Mysterium den Ehebund, die Vereinigung von Mann und Frau: „Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins“ (Mt 19, 5-6).

Die Armenische Kirche erwartet, dass ihre Mitglieder nach der standesamtlichen Eheschließung sich auch kirchlich trauen lassen, denn eine Ehe ist kirchlich gesehen nur dann gültig, wenn das Mysterium der Krönung bzw. Eheschließung in der Kirche vollzogen ist. Die standesamtliche Eheschließung und die kirchliche Krönung dürfen nicht gleichgesetzt werden.

Die Familie wird bei den Kirchenvätern die „kleine Kirche“ genannt. Sie ist ebenso wie die Kirche eine Gemeinschaft, die auf dem Fundament der gegenseitigen Liebe und des gemeinsamen einmündigen Glaubens an den dreieinigen Gott begründet ist. In diesem Sinne ist die Familie an sich ein christliches Mysterium, welches durch die Gnade des Herrn Bestand hat und aus dieser Gnade heraus seine Kraft schöpft. Gegenseitige Liebe und gemeinsamer Glaube, machen Ehemann und Ehefrau zu Verbündeten im Geiste, sie beflügeln ihre Werke, ihre Sinne und Gedanken, und führen sie zu einem gemeinsamen Ziel – der Vereinigung mit Gott im ewigen Leben. „Wunderbar ist das Joch zweier gläubiger Menschen“, schrieb der christliche Schriftsteller Tertullian, „die ein und dieselbe Hoffnung haben, die nach ein und denselben Regeln leben, die dem einen Herrn dienen. Sie beten gemeinsam, sie fasten gemeinsam, sie lehren und ermahnen einander. Sie sind gemeinsam in der Kirche, gemeinsam beim Abendmahl des Herrn, gemeinsam in Trauer und Verfolgung, in der Buße und Freude. Sie sind Christus gefällig, und Er schickt ihnen Seinen Frieden. Und wo zwei in Seinem Namen sind, ist kein Platz für das Böse“.

Grundsätzlich ist die Ehe in der Armenischen Kirche unauflösbar: „Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ (Mt 19, 5-6). Das Versprechen der unbedingten Liebe der Eheleute während ihres ganzen gemeinsamen Lebens (bis dass der Tod euch scheidet), einander zu helfen und treu zu bleiben, wurde auch in den Traugottesdienst der Armenischen Kirche übernommen. Dennoch gibt es aus pastoralen Gründen bestimmte strenge Ausnahmen, die eine Wiederheirat ermöglichen. Während auch die kirchliche Trauung bei Wiederheirat ein Mysterium ist, wird doch der Traugottesdienst für Wiederheiratende etwas anders gestaltet als die erste Trauung. Der überwiegende Gedanke dabei ist die Buße.

DIE EHESCHLIESSUNG

Die Eheschließung besteht aus zwei Teilen: Verlobung und Krönung. Das Mysterium der Krönung findet in einer Kirche statt, vor der versammelten Gemeinde und im Beisein von Trauzeugen. Die Trauung darf nur an dafür erlaubten Tagen stattfinden. Zelebriert wird das Mysterium von einem ordinierten Geistlichen der Armenischen Kirche. Eine sog. „ökumenische Trauung“ gibt es in unserer Praxis nicht. Auch die Vermischung der Traugottesdienste der jeweiligen Kirchen oder eine Doppelheirat ist nicht zulässig. Bei einer konfessionsverschiedenen Ehe (Mischehe) ist eine Mitwirkung eines nichtarmenischen (römisch-katholischen, evangelischen bzw. byzantinisch-orthodoxen) Geistlichen nach Absprache mit dem Bischof möglich.

Wichtige Regeln für die Trauung

Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie männlich und weiblich erschaffen. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen. Mk 10, 6-9

Eine grundsätzliche Voraussetzung für die Ehe ist, dass die Partner sich vor der Trauung sehen und dass gegenseitige Zuneigung, Liebe und Einigkeit untereinander herrschen. Die Trauung soll ohne Zwang und mit der Einwilligung der Betroffenen durchgeführt werden. Der Patriarch Hl. Sahak lehrt uns: „Ratet ihnen (der Bevölkerung), denn sie sollen keinem Jungen ein Mädchen zur Heirat versprechen und diese Heirat durchführen, ohne dass die Beteiligten sich gesehen haben und ohne ihre gegenseitige Einwilligung. Und ihr Priester, segnet keinen Jungen, bis er volljährig geworden ist. Und führet keine Trauung durch, ohne zu prüfen und sie selbst (die Beteiligten) zu fragen, vielleicht wurden sie durch Zwang der Eltern und gegen ihren Willen zur Heirat geführt; seid nicht bereit, eine solche Trauung durchzuführen, denn bis heute ist durch solchen Missstand viel Schaden, seelisch wie körperlich, zugefügt worden“ (27. Kanon. Diese Anweisung ist auch im 24. Kanon der Synode von Dwin zu finden).

Eine unter Zwang durchgeführte Trauung ist ungültig, denn die Kirche lehrt, dass nur eine Beziehung, die auf gegenseitiger aufrichtiger Liebe aufgebaut ist, eine dauerhafte feste Beziehun