Ökumenischer Gottesdienst zum Fest Kreuzerhöhung

Ökumenisch verbunden begehen Christen in diesem Jahr das Fest Kreuzerhöhung. Im Heilig-Kreuz-Münster von Schwäbisch Gmünd feierten sie am Donnerstagabend (14. September) auf Einladung der Diözese Rottenburg-Stuttgart unter dem Leitwort „Kreuz und quer verbunden“. An der Feier um 18 Uhr zum Gedenken der Reformation vor 500 Jahren beteiligten sich Bischöfe, Priester, Pfarrerinnen und Pfarrer der katholischen und der evangelischen Kirche, der Syrisch- und der Griechisch-Orthodoxen sowie der Armenisch-Apostolischen Kirche.

In der Einladung hieß es, nach Jahrhunderten gegenseitiger Verurteilungen würden sich evangelische und katholische Christen 2017 erstmals gemeinsam an den Beginn der Reformation erinnern. Das ökumenische Gedenken solle „die Gemeinschaft zwischen Katholiken und Christen aus den Kirchen der Reformation vertiefen und im Zeitalter der Globalisierung Perspektiven der Christen weltweit einbeziehen“. Zudem soll an die Christen erinnert werden, die wegen ihres Bekenntnisses zum Kreuz leiden müssen.

Das Fest Kreuzerhöhung geht zurück auf eine Mitte des vierten Jahrhunderts entstandene Legende, nach der Kaiserinmutter Helena beim Bau der Grabeskirche in Jerusalem das Kreuz Christi fand. Die Kreuzverehrung verbreitete sich, darunter der Brauch, Kreuzreliquien und -darstellungen zu zeigen, zu „erhöhen“. Kreuzerhöhung wird  in den meisten Kirchen am 14. September gefeiert, die Armenische Apostolische Kirche feiert diesen Fest am Sonntag der am nähesten dem 14. September steht.

Die Vertreter der verschiedenen christlichen Konfessionen waren Bischof Dr. Gebhard Fürst (Diözese Rottenburg-Stuttgart), Landesbischof Frank Otfried July Evangelische Landeskirche in Württemberg), Chor-Episkopos Habip Önder (Syrisch-orthodoxe Kirche von Antiochien), Erzpriester Dr. Georgios Basioudis (Griechisch-orthodoxe Kirche), Pfarrer Dr. Diradur Sardaryan (Armenisch-Apostolische Kirche), Dekan Robert Kloker (Katholische Kirche Schwäbisch Gmünd), Dekanin Ursula Richter (Evangelische Kirche Schwäbisch Gmünd) und Diakon Dr. Dr. Josef Önder (Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien). Ein Syrisch-orthodoxer, ein griechischer und ein armenischer Chor gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit. Ein Höhepunkt für die feiernde Gemeinde waren der Kreuzverehrungsritus nach der syrisch-orthodoxen Liturgie und das in der Sprache Jesu gesungene Vaterunser auf Aramäisch. Den Gottesdienst vorbereitet hatten Margret Schäfer-Krebs (Diözese Rottenburg-Stuttgart) und Dr. Frank Zeeb (Evangelische Landeskirche in Stuttgart).

Quelle: http://www.drs.de/

2017-09-24T07:55:14+00:00 September 24th, 2017|