Stellungnahme des Primas

Der Primas nimmt Stellung zu den Anschuldigungen gegen den armenischen Botschafter
07.11.2018 / Köln

Vor einigen Tagen unterstellten „Der Spiegel“ und „MDR“ in ihrem Bericht über die armenischen Mafiagruppen in Deutschland dem Armenischen Botschafter in Deutschland Verbindungen zu diesen Gruppierungen. Es waren schwere Anschuldigungen, die dazu führen können, dem guten Ruf eines Diplomaten, der sich mit vollem Einsatz und erfolgreich für die Entwicklung der armenisch-deutschen Beziehungen einsetzt, zu schaden.

Mit seinem heutigen Schreiben an den Bundestagspräsidenten Dr. Wolfgang Schäuble und an den Bundesaußenminister Heiko Maas bekundete unser Primas, Archimandrit Serovpé Isakhanyan, sein Erstaunen über diese Beschuldigungen gegenüber dem armenischen Botschafter in Deutschland. Hayr Serovpé betonte in seinem Schreiben die Erfolge in der Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern und die wichtige Rolle von Smbatyan in dieser positiven Entwicklung in den vergangenen 3 Jahren. Er schrieb u.a. „Es ist für uns sehr wichtig, dass sich die deutsch-armenischen Beziehungen in allen Bereichen weiterhin positiv entwickeln. Und in diesem Prozess erachten wir die Rolle und das Wirken eines Botschafters ganz wesentlich. … Die absolute Mehrheit der in Deutschland lebenden Armenier und unsere Kirchenmitglieder waren und sind sehr zuversichtlich, in der Person des Herrn Smbatyan einen guten, engagierten Botschafter zu haben, der im Rahmen seines diplomatischen Dienstes vieles getan hat, damit Armenien in Deutschland würdig vertreten wird“.

Inzwischen erwirkte der Botschafter beim Landgericht in Berlin eine einstweilige Verfügung gegen den Spiegel-Verlag und den Mitteldeutschen Rundfunk. Diesen wurde durch das Landgericht untersagt, alle den Botschafter Armeniens Ashot Smbatyan betreffenden Behauptungen wörtlich oder sinngemäß zu behaupten und/oder zu verbreiten und/oder behaupten und/oder verbreiten zu lassen.

Kanzlei der Diözese

2018-11-08T07:37:06+00:008 November 2018|