Das Heilige Mysterium der Taufe

Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe
Eph 4,5

Die Mitgliedschaft in der Kirche Jesu Christi beginnt nach der armenisch-apostolischen Auffassung mit der Heiligen Taufe. Die ordnungsgemäß mit Wasser und im Namen des dreifaltigen Gottes vollzogene Taufe ist ein einmaliges Geschehen, eine Wiedergeburt (Joh 3, 3). Die so vollzogene Taufe darf weder wiederholt noch rückgängig gemacht werden.

Welche Bedeutung hat die Taufe?

Im Katechismus der Armenischen Kirche heißt es: „Die Taufe ist jenes heilige Mysterium, welches uns von der menschlichen Ursünde reinigt, eine Wiedergeburt in das durch die Gaben des Hl. Geistes erneuerte Leben gibt und uns in die Kirche Christi aufnimmt“. Dieser Satz zeigt deutlich, dass die Taufe bei den Armeniern vor allem auf dem johannäischen Verständnis der „Wiedergeburt“ begründet ist. Der Mensch wird durch die Taufe bzw. „durch das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung im Heiligen Geist“ (Tit. 3, 5) von Christus errettet. Der durch den Elternleib geborene Leib wird bei der Taufe durch den Geist geboren und wird zu einem neuen Menschen, der in den Neuen Bund des Göttlichen Erlösungswerks aufgenommen wird. In diesem Sinne ist die Taufe, wenn sie ordnungsgemäß durchgeführt wurde, ein einmaliges und unwiederholbares Geschehen.

Doch auch das paulinische Verständnis der Taufe als Teilhabe am Tod und an der Auferstehung Jesu Christi (Röm. 6,3 f), wodurch sich zum einen das Bild eines Herrschaftswechsels (von der Knechtschaft der Sünde zum „Sein in Christus“ – Röm. 6), zum anderen aber auch die Vorstellung der Eingliederung in den einen Leib Christi (1. Kor. 12,13 und Gal. 3:27) nahelegt, hat im armenischen Taufverständnis, zumindest nach den Katechesen des Hl. Cyrills von Jerusalem, seinen unverzichtbaren Platz. Der Mensch ist vor der Taufe ein Abbild Adams, des alten Menschen, der erst durch die Taufe zum Abbild Christi, des neuen Menschen, wird, in dem er zunächst mit Christus stirbt um dann mit ihm aufzuerstehen. Erst nach dieser Wiedergeburt beginnt das wahrhaftig freie Leben des Menschen in Christus.

Die wichtigste Komponente bildet dabei das Gelangen aller Getauften, „zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes“, um „zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen“ zu können (Ep. 4, 13). Der Neue Mensch wird „nach dem Bild seines Schöpfers erneuert“, „um ihn zu erkennen“ und um mit ihm in einer Beziehung, in einer Kommunion, zu sein.8 Dabei ist das Katechumenat ein unverzichtbarer Teil auf dem Weg zur Taufe. Auch wenn das Katechumenat in der Armenischen Kirche nur drei bis vier Wochen dauert, so ist festzuhalten, dass ohne den Glauben an den Dreieinigen Gott, ohne den Glauben an Jesus Christus als den Erlöser der Welt, eine Taufe keine rettende Kraft haben kann. Dabei soll der Täufling sich ständig im Glauben festigen, damit er mehr und mehr die Charismen des Heiligen Geistes genießen kann. Für die Vorbereitungsphase ist es ausreichend, dass der Mensch sich zunächst von der Herrschaft des Bösen abwendet und zu Gott umkehrt, indem er seinen Glauben durch „Erkenntnis des Sohnes Gottes“ ständig bekräftigt. ©

Welche Bedeutung hat die Taufe?

Im Katechismus der Armenischen Kirche heißt es: „Die Taufe ist jenes heilige Mysterium, welches uns von der menschlichen Ursünde reinigt, eine Wiedergeburt in das durch die Gaben des Hl. Geistes erneuerten Leben gibt und in die Kirche Christi aufnimmt“. Dieser Satz zeigt deutlich, dass die Taufe bei den Armeniern vor allem auf dem johannäischen Verständnis der „Wiedergeburt“ begründet ist. Der Mensch wird durch die Taufe bzw. „durch das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung im Heiligen Geist“ (Tit. 3, 5) von Christus errettet. Der durch den Elternleib geborene Leib wird bei der Taufe durch den Geist geboren und wird zu einem neuen Menschen, der in den Neuen Bund des Göttlichen Erlösungswerks aufgenommen wird. In diesem Sinne ist die Taufe, wenn sie ordnungsgemäß durchgeführt wurde, ein einmaliges und unwiederholbares Geschehen.

Doch auch das paulinische Verständnis der Taufe als Teilhabe am Tod und an der Auferstehung Jesu Christi (Röm. 6,3 f), wodurch sich zum einen das Bild eines Herrschaftswechsels (von der Knechtschaft der Sünde zum „Sein in Christus“ – Röm. 6), zum anderen aber auch die Vorstellung der Eingliederung in den einen Leib Christi (1. Kor. 12,13 und Gal. 3:27) nahelegt, hat im armenischen Taufverständnis, zumindest nach den Katechesen des Hl. Cyrills von Jerusalem, seinen unverzichtbaren Platz. Der Mensch ist vor der Taufe ein Abbild Adams, des alten Menschen, der erst durch die Taufe zum Abbild Christi, des neuen Menschen, wird, in dem er zunächst mit Christus stirbt um dann mit ihm aufzuerstehen. Erst nach dieser Wiedergeburt beginnt das wahrhaftig freie Leben des Menschen im Christus.

Die wichtigste Komponente bildet dabei das Gelangen aller Getauften, „zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes“, um „zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen“ zu können (Ep. 4, 13). Der Neue Mensch wird „nach dem Bild seines Schöpfers erneuert“, „um ihn zu erkennen“ und um mit ihm in einer Beziehung, in einer Kommunion, zu sein.  Dabei ist das Katechumenat ein unverzichtbarer Teil auf dem Weg zur Taufe. Auch wenn das Katechumenat in der Armenischen Kirche nur drei bis vier Wochen dauerte, ist es festzuhalten, dass ohne den Glauben an den Dreieinigen Gott, ohne den Glauben an Jesus Christus als den Erlöser der Welt, eine Taufe keine rettende Kraft haben kann. Dabei soll der Täufling sich ständig im Glauben festigen, damit er mehr und mehr die Charismen des Heiligen Geistes genießen kann. Für die Vorbereitungsphase ist es ausreichend, dass der Mensch sich zunächst von der Herrschaft des Bösen abwendet und zu Gott umkehrt, indem er seinen Glauben durch „Erkenntnis des Sohnes Gottes“ ständig bekräftigt.©

TAUFRITUS

Die Taufe darf in der Armenischen Kirche nur ein ordinierter Priester oder Bischof vollziehen. In dem er den Täufling drei Mal ins Wasser eintaucht spricht er folgenden Satz aus: „Der Diener Gottes (Name) ist als Katechumene zur Taufe gekommen und wird getauft im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Erkauft durch das Blut Christi von der Knechtschaft der Sünde empfängt die Adoption des Himmlischen Vaters und wird ein Miterbe Christi und ein Tempel des Heiligen Geistes“.

Wichtige Taufregeln

Aus der kirchenrechtlichen Sicht geschieht die Initiation in die Kirche Christi durch das Mysterium der Taufe und wird vollendet durch das Mysterium der Salbung und der anschließenden Teilnahme am Mysterium der Eucharistie. Jeder, der die Lehre der Kirche öffentlich annimmt und der kirchlichen Ordo entsprechend getauft wird, wird zum vollberechtigten Mitglied der Kirche mit Rechten und Pflichten. Eine den Kanones der Kirche entsprechend durchgeführte Taufe kann nicht wiederholt werden.
  • Das Hl. Mysterium der Taufe setzte unser Erlöser Jesus Christus selber, indem er am Jordan-Fluss durch Johannes den Täufer getauft wurde.

  • Durch die Taufe wird der Mensch Neugeboren im Schoße der Kirche.