Wie in allen armenischen Kirchen, feierte auch unsere Gemeinde am Sonntag, den 11. Juli 2021 das Fest der Verklärung Christi, oder Vardavar. Surb Patarag wurde vom Gemeindepfarrer Dr. Diradur Sardaryan zelebriert. Auf dem Altar dienten Diakon Arman Philibosyan, Diakon Vardan Aslanyan und die zwei Ministranten Andreas und Narek. Musikalisch wurde Surb Patarag von Frau Anna Ghazaryan begleitet.

Nach dem Gottesdienst wurden die anwesenden vom Gemeindepfarrer mit Rosenwasser bespritzt. Es ist ein Segenszeichen und eine Erinnerung an die Hl. Taufe, wodurch nach der Tradition der Kirche die Feindseligkeit des unreinen Geistes gebannt wird, der Schutz der Sünde gewaschen und der hilfreiche Beistand des Hl. Geistes herabgerufen wird. Bis zum heutigen Tage ist es bei unseren Landsleuten Tradition, am Fest der Verklärung Christi (Vardavar) unterschiedliche Volksfeste und Wettkämpfe zu veranstalten, einander mit Wasser zu bespritzen, Tauben auffliegen zu lassen und einander Rosensträuße zu schenken u.s.w.

Die traditionelle armenische Erzählung bringt die gegenseitige Bespritzung mit Wasser und das Auffliegen lassen von Tauben mit der alttestamentlichen Sintflut und mit Noah zusammen. Es wird erzählt, dass Noah, als er nach der Sintflut vom Berg Ararat hinabsteigt, anordnet, dass sich seine Söhne mit Wasser bespritzen und diesen Brauch von Generation zu Generation weiter geben, als Zeichen der Erinnerung an die Sintflut. Auch das Auffliegen lassen von Tauben verbindet man mit Noah. Die Bibel berichtet, dass Noah eine Taube fliegen ließ, um das Ende der Sintflut fest zu stellen. Mit dem Auffliegen lassen von Tauben am Vardavar-Fest erinnern die Armenier an die Sintflut und Noah.
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