Հայ Մշակույթի Օրեր Շտուտգարտում
„Siehe, ich mache alles neu“ Offenbarung 21,5
Liebe Freundinnen und Freunde der Armenischen Kulturtage,
am 15. Oktober haben wir die Armenischen Kulturtage in der BW-Bank eröffnet. Jetzt beginnt ihre zweite Hälfte, und sie hat es in sich: ein Monodrama aus einem armenischen Dorf, Lieder zwischen Armenien, dem Balkan und Paris, eine Buchpremiere, Kammermusik, eine Band, die in Jerewan ein Stadion gefüllt hat, und zum Schluss Bach, Silcher und Vahram Sargsyan in der Lutherkirche.
Zwei Dinge lege ich Ihnen besonders ans Herz. Heute Abend, am 21. Oktober um 18:30 Uhr, diskutieren wir im StadtPalais darüber, wer bestimmt, welche Geschichte eine Gesellschaft über sich erzählt, und was neu werden muss. Ich sitze selbst auf dem Podium und freue mich, wenn Sie dabei sind. Und am Samstagnachmittag dürfen Sie selbst kreativ werden: Im Welthaus zeigt Tereza Sargsyan, wie armenische Rosetten entstehen, und danach zeichnet jede und jeder eine eigene. Der Eintritt ist frei, es sind noch Plätze frei.
Eine Bitte habe ich: Kommen Sie nicht allein. Die Kulturtage leben davon, dass jemand einen anderen mitbringt, der sonst nie von ihnen erfahren hätte. Teilen Sie diesen Beitrag, nehmen Sie Ihre Nachbarin mit ins Theater, Ihre Kinder zu Nemra, Ihre Kollegen in die Liederhalle.
Herzlich
Ihr Pfarrer Dr. Diradur Sardaryan
Leiter der Armenischen Kulturtage Stuttgart
18:30 bis 20:00 Uhr Podiumsdiskussion
Siehe, ich mache alles neu
Jede Gesellschaft erzählt Geschichten über sich selbst. Wer entscheidet, welche Fassung gilt? Über Herkunft, Identität und Teilhabe sprechen Alina Papagiannaki-Sönmez (Forum der Kulturen), Karnik Gregorian und Pfr. Dr. Diradur Sardaryan. Moderation: Anna Koktsidou.
Nach drei Gesprächsrunden und Ihren Fragen sagt zum Schluss jeder Gast in einem Satz, was neu werden muss.
StadtPalais, Museum für Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße 2
Eintritt frei, Anmeldung über das StadtPalais
In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, dem Forum der Kulturen und dem StadtPalais

19:30 Uhr Theater, Monodrama
Gomesch · Die Büffelkuh
Hrant Matevossian erzählt von einer Büffelkuh, einer Mutter, die sich auf den Weg macht, um ganz zu werden. Durch ihre Augen sehen wir das Dorf, seine Menschen, den Wolf und am Ende uns selbst. Narine Grigoryan, Verdiente Künstlerin der Republik Armenien, hat das Stück inszeniert und spielt es allein.
Für alle, die Theater lieben, auch ohne ein Wort Armenisch.
Kleiner Kursaal Bad Cannstatt, Königsplatz 1
60 Minuten, Armenisch mit deutschen Übertiteln
Vorverkauf 15 €, ermäßigt 7 €, Abendkasse 18 €
Karten bei ReservixKarten bei EasyTicket

20:00 Uhr Konzert
Dan Gharibian Trio
Manche Stimmen erkennt man nach zwei Takten. Dan Gharibian, vierzig Jahre lang Stimme der Band Bratsch, singt mit Benoît Convert (Gitarre) und Antoine Girard (Akkordeon) Lieder zwischen Armenien, dem Balkan und Paris, auf Französisch, Armenisch, Romanes und Griechisch. Darunter das anatolische Lied „Gulo“ und eigene Deutungen von Aznavour und Nougaro. Nach dem Konzert signiert er Alben.
Kleiner Kursaal Bad Cannstatt, Königsplatz 1
Vorverkauf 35 €, ermäßigt 25 €, Abendkasse 38 €
Karten bei ReservixKarten bei EasyTicket
Vier Veranstaltungen, ein ganzer Tag in der Stuttgarter Innenstadt
11:00 Uhr Buchpräsentation und Gespräch
Mkrtitsch Armen: Jerewan
Ein Architekt kehrt aus Leningrad zurück, um am neuen Jerewan der 1920er Jahre mitzubauen, und die Straßen der Stadt beginnen sich zu bewegen. Der Roman erschien 1931, wurde ein Jahr später verboten und geriet lange in Vergessenheit. Jetzt liegt er erstmals auf Deutsch vor (Guggolz Verlag, 2026). Im Gespräch: die Übersetzerin Susanna Yeghoyan.
Welthaus Stuttgart, Charlottenplatz 17
Vorverkauf 12 €, ermäßigt 7 €, Abendkasse 14 €
Karten bei ReservixKarten bei EasyTicket
14:00 Uhr Kammermusik
Von der Elegie zum Aufbruch
Dieselben drei Instrumente, zwei Antworten auf Erinnerung: Sergei Rachmaninows Trio élégiaque Nr. 1 in g-Moll und Arno Babadschanjans Klaviertrio in fis-Moll, in dem aus der Stille Energie wird. Es spielen Anush Nikogosyan (Violine), Diana Sahakyan (Klavier) und Vache Bagratuni (Violoncello).
Liederhalle Stuttgart, Silcher-Saal, Berliner Platz 1, barrierefrei
Vorverkauf 18 €, ermäßigt 12 €, Abendkasse 22 €
Karten bei ReservixKarten bei EasyTicket

16:00 bis 17:30 Uhr Vortrag und Workshop zum Mitmachen
Vom Zeichen zum Ornament
Die Rosetten auf armenischen Kirchen, Chatschkaren und in Handschriften sind mehr als Schmuck: Form, Wiederholung und Ordnung tragen Bedeutung. Tereza Sargsyan erklärt Ursprung, Geometrie und Symbolik. Danach konstruiert jede und jeder unter ihrer Anleitung eine eigene Rosette. Armenisch mit deutscher Übersetzung.
Hier wird nicht nur zugehört: Am Ende hat jede und jeder eine eigene Rosette gezeichnet. Es sind noch Plätze frei.
Welthaus Stuttgart, Charlottenplatz 17, Einlass 15:30 Uhr
Eintritt frei, Anmeldung bis 22. Oktober unter kultur@agbw.org

20:00 Uhr Konzert, Indie-Rock
Nemra
Lies Armen rückwärts, dann steht da Nemra. Die Band aus Jerewan verbindet seit 2012 Alternative- und Indie-Rock mit armenischen Volksliedern, gesungen auf Englisch und Armenisch. 2025 spielte sie vor 40.000 Menschen im Hrasdan-Stadion. In Stuttgart spielt sie vor 300, mit Songs aus dem Album „The End of the Party“. Einlass 19:30 Uhr.
Nehmen Sie Ihre Kinder und Enkel mit. Oder lassen Sie sich von ihnen mitnehmen.
Liederhalle Stuttgart, Silcher-Saal, Berliner Platz 1, barrierefrei
Vorverkauf 45 €, ermäßigt 35 €, Abendkasse 50 €
Karten bei ReservixKarten bei EasyTicket

18:00 Uhr Abschlusskonzert
Vom alten Klang zum neuen Licht
Zum Abschluss stellt die Camerata Vocalis, der Kammerchor der Universität Tübingen, unter der Leitung von UMD Philipp Amelung Choräle von Johann Sebastian Bach, Werke von Friedrich Silcher, Orgelmusik und Kompositionen von Vahram Sargsyan nebeneinander. Keine Epochenreihe, sondern ein Gespräch über Erinnerung und Erneuerung.
Der Abend, zu dem Sie jeden einladen können: Eintritt frei, keine Anmeldung.
Evang. Lutherkirche Bad Cannstatt, Martin-Luther-Straße 54
Einlass 17:30 Uhr. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten. Keine Anmeldung nötig.
Der Kulturtage-Pass lohnt sich noch
Gomesch, Dan Gharibian, Jerewan, die Kammermusik und Nemra kosten im Vorverkauf zusammen 125 €. Mit dem Kulturtage-Pass zahlen Sie für alle zusammen 85 €. Er gilt für sämtliche Veranstaltungen der Kulturtage außer den Workshops.
Wen nehmen Sie mit?
Die beste Werbung für die Kulturtage sind Sie. Denken Sie an die Freundin, die Chansons liebt, an den Kollegen, der jeden Herbst ins Konzert geht, an die Eltern aus der Klasse Ihrer Kinder, an Nachbarn, die Armenien nur aus den Nachrichten kennen. Ein Satz genügt: Ich gehe hin, kommst du mit?
Mit einem Klick verschicken Sie eine fertige Einladung mit dem Link zum Programm. Sie können den Text vor dem Senden noch ändern.
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Rückblick auf den Eröffnungsabend
Mit Liedern von Komitas und dem Tango nuevo Astor Piazzollas, gespielt vom Duo Manima, mit der Geschichte der Familie Sevrugian, erzählt von Dr. Yvette Tajarian vom Matenadaran in Jerewan, und mit den Gemälden André Sevrugians haben am 15. Oktober die Kulturtage begonnen.
Muhterem Aras, Vizepräsidentin des Landtags von Baden-Württemberg, gratulierte in ihrem Grußwort zu 35 Jahren armenischer Unabhängigkeit und dankte den vielen Ehrenamtlichen, die die Kulturtage möglich machen. Sie griff Verse von Komitas über eine Laterne auf, die man jeden Tag neu zur Hand nimmt, deutete deren Licht als die Neugier, die wir nicht ersticken dürfen, und schloss mit einer Einladung, die gut zu diesem Beitrag passt:
„Bleiben wir neugierig auf Neues und auf die Menschen um uns herum!“
Muhterem Aras MdL, Grußwort zur Eröffnung
Was bleibt, wenn die Kulturtage vorbei sind
Die Kulturtage sind das sichtbarste Projekt der Armenischen Gemeinde Baden-Württemberg, aber nicht das einzige. Das ganze Jahr über arbeiten wir mit Kindern in der Samstagsschule, mit Jugendlichen und Familien, und wir sanieren die Hl. Kreuz Kirche in Göppingen-Bartenbach, damit unsere Gemeinde ein Zuhause behält.
Wenn Ihnen diese Arbeit etwas wert ist, unterstützen Sie sie mit einer Spende. Im Spendenformular wählen Sie selbst, welchem Projekt sie zugutekommt.
Veranstalter: Armenische Gemeinde Baden-Württemberg e.V.
Gefördert durch: BW-Bank, NOAH e.V., Fonds Soziokultur, Diözese der Armenischen Kirche in Deutschland, Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart, Armenischer Unternehmerverein e.V., Armenien-Fonds Hayastan-Fonds e.V., Johannes und Lilit Kärcher, Honorarkonsul Günter Pilarsky
Medienpartner: Orer.eu, „Armenisch-Deutsche Korrespondenz“, Forum der Kulturen (InMagazin), lift Stuttgart
Wir danken allen Kooperationspartnern und Spielstätten und den vielen Ehrenamtlichen vor und hinter den Kulissen. Das vollständige Programm finden Sie auf armenische-kulturtage-stuttgart.de.

