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ARMENIEN: GESCHICHTE UND GEGENWART

Vortrag von Prof. Dr. Karek Swassjan (Basel)

Armenien, eines der ältesten Länder der Welt, stand immer vor der Wahl: entweder seine territoriale Integrität gegen seine nationale Identität einzutauschen, oder diese zu bewahren, dann aber auf Kosten seiner geschichtlichen Existenz. Die geographische Lage war hier nie von der politischen zu unterscheiden. Das urchristliche Land, dessen Identität in seiner völlig selbständigen Apostolischen Kirche wurzelte, musste sich fortwährend entscheiden – eingeklemmt zwischen der Welt des Islams und der christlichen Welt, und innerhalb dieser zwischen Rom einerseits und Ost-Rom (Byzanz) andererseits. Das Leben deckte sich hier tatsächlich immer mit dem Kampf ums Überleben, und nur auf diesem Hintergrund kann das armenische Phänomen authentisch erfasst werden.


Eine Veranstaltung im Rahmen des Gedenkens 
an die Opfer des Völkermords an den Armeniern vom 1915

Prof. Dr. Karen Swassjan

Prof. Dr. Karen Swassjan

Karen Swassjan war Professor für Philosophie, Kulturgeschichte und Ästhetik an der Universität Eriwan/Armenien. Daneben trat er als Übersetzer ins Russische und Herausgeber von Werken Nietzsches, Spenglers und Rilkes sowie als Autor zahlreicher Bücher zu Philosophie, Literatur, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte hervor. Zahlreiche deutschsprachige Publikationen. Karen Swassjan ist Forschungspreisträger der Alexander von Humboldt-Stiftung in Bonn. 1997 war er Gastprofessor an der Universität Innsbruck (Philosophie, Komparatistik, Slavistik). Heute lebt er als freier Schriftsteller und Dozent in Basel.

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